| Alles über Kamera-Sensoren |
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Typische Dateiformate von den
verschiedenen Digitalkameras
| "Mega-Pixel" | Dateiformat | Bezeichnung | "echte" Pixel *) |
| 320 x 240 | QVGA | ||
| 640 x 480 | VGA | ||
| (0,4) | 768 x 576 | (höchste DVD-Q.) | 768 x 576 |
| 0,8 | 1024 x 768 | XGA **) | 678 x 508 |
| (0,9) | 1280 x 720 | HDTV (720p) | 1280 x 720 |
| 1,3 | 1280 x 960 | SXGA | 844 x 633 |
| 2 | 1600 x 1200 | UXGA | 1055 x 791 |
| (2) | 1920 x 1080 | Voll HDTV | 1920 x 1080 |
| 3 | 2048 x 1536 | EXGA | 1350 x 1012 |
| 4 | 2272 x 1704 | - | 1500 x 1125 |
| 5 | 2560 x 1920 | - | 1687 x 1265 |
| 6 | 2848 x 2136 | - | 1880 x 1410 |
| 7 | 3072 x 2304 | - | 2030 x 1522 |
| 8 | 3264 x 2448 | - | 2154 x 1616 |
| (8) | 3456 x 2304 | (3:2 Format) | 2280 x 1520 |
| 9 | 3488 x 2616 | - | 2302 x 1726 |
| 10 | 3648 x 2736 | - | 2408 x 1806 |
| (10) | 3872 x 2592 | (3:2 Format) | 2555 x 1710 |
| 12 | 4000 x 3000 | - | 2640 x 1980 |
| (12) | 4288 x 2848 | (3:2 Format) | 2830 x 1880 |
| 16,7 | 4992 x 3328 | (3:2 Forma) | 3295 x 2196 |
| 21 | 5616 x 3744 | (3:2 Forma) | 3707 x 2471 |
*) Ca. 66% der Pixel
einer normalen Digitalkamera (Erklärung s.u.)
Neben dem 16:9 Format gibt es noch das
16:10 Format (z.B. WXGA = 1280 x 800 Pixel)
Wie entstehen die "Pixel"?
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Wer sich jetzt wundert,
warum im Folgenden eine 2 MP-Kamera beschrieben wird, dem sei gesagt, dass zum
Startzeitpunkt dieser Website die Canon SLR D30 nur 3,1 MP hatte und
stolze 6500.- DM kostete.
__________________________ Üblicherweise liefert z.B. eine 2 MP-Kamera Bilddateien von 1600
x 1200 Pixeln. Das sind 1.920.000 Pixel. Das Wort "Pixel" setzt sich
übrigens aus den Begriffen "Picture" und "Element" (= Bildpunkt)
zusammen. Von einem (guten) Scanner wird aber eine Linie auch dann exakt erfasst, wenn sie nur ein Pixel breit ist; denn hier ist jedes einzelne Pixel für alle Farben zuständig (Beispielbild). Deshalb nutzt ein eingescanntes Bild die bei der jeweiligen Dateigröße maximal mögliche Bildqualität voll aus. Anders bei einer Digitalkamera. Fällt z.B. ein dünner roter Lichtstrahl auf eine rot-empfindliche Zelle, so entsteht nicht etwa ein rotes Pixel. An den vier Eckpunkten der betreffenden Zelle wird aus den jeweils benachbarten Zellen die Farbe eines Pixels berechnet. Das ist aber jeweils ein abgeschwächtes Rot, da drei von vier Nachbarzellen nicht beleuchtet wurden. Es ergeben sich folglich vier rötliche Pixel.
Würde aber ein blauer Lichtstrahl auf
die rote Zelle fallen, dann würde er gar nicht bemerkt! Welchen Effekt das auf die Darstellung einer weißen Linie (die ja Anteile aller Farben hat.) haben kann, wird an dem folgenden Beispiel deutlich. Links die vier Testbildchen, aufgenommen mit einem auf die Zellengröße abgestimmten Objektiv, rechts mit einem "zu scharfen". (Quelle: computerfoto)
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Was sind "echte" Pixel
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Aus allen diesen Überlegungen ergibt
sich, dass z.B. eine 4 MP-Kamera (2272 x 1704) eigentlich nur 1500 x
1125 "echte" Pixel liefert.
_____________________ Es gibt derzeit nur wenige Kameras, die wirklich "echte" Pixel liefern. Der X3-Sensor macht es möglich. Eine "nur" 3,4 MP große Datei enthält mehr Details als die 6 MP-Datei der Spiegelreflex-Kamera Canon 300D.
Aber auch die Fuji-Kameras mit Super-CCD liefern Dateien, die mehr Details enthalten als eine "normale" Datei gleicher Größe. Eine 6 MP-Datei enthält etwa so viele "echte" Pixel wie eine 8 MP-Datei eines normalen Sensors. →Beweis |
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Die von einigen Kameras angebotene Möglichkeit, auf SW-Bilder umzuschalten, ist völliger Unfug. Man kann auch dann nicht auf die Zusammenfassung von jeweils 4 Zellen verzichten, was sonst eine Vervielfachung der Auflösung bedeuten würde. Da die Zellen aber jeweils nur für eine bestimmte Farbe empfindlich sind, muss grundsätzlich zunächst die Farbe für ein Pixel ganz normal ermittelt und dann in Grauwerte umgesetzt werden. Das geht später am PC sogar besser, da dann auch beliebige Einfärbungen möglich sind. |
Die verschiedenen Sensor-Typen
| Durch die Bestimmung der "Zeilen/Bildhöhe" (durch ein entsprechendes Testbild) ist übrigens ein völlig neutraler Vergleich verschiedener Kameras möglich; gleichgültig wie groß der Sensor ist und wie die Pixel berechnet wurden. |
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Die SuperCCD-Sensoren der Firma Fuji
sind um 45° gedreht.
Durch diesen technischen Trick ist der Abstand von Zellenreihe zu
Zellenreihe in senkrechter und waagerechter Richtung deutlich geringer
als bei konventionellen Sensoren und somit die Auflösung in diesen
beiden Richtungen entsprechend besser. Mehr zu diesem interessanten Sensor! Fast alle Digitalkameras verwenden
CCD-Fotozellen. Inzwischen haben aber die CMOS-Sensoren (Fotodioden) ihre
Kinderkrankheiten (Rauschen, schlechte Farbtreue und Empfindlichkeit
usw.) überwunden. Sie benötigen nur ein Zehntel so viel Strom wie die CCDs ...... und können sehr viel billiger hergestellt werden. Diese erstmals in der Nikon D2H eingesetzten Sensoren vereinigen die Vorteile der CCD-Sensoren (Schnelligkeit und Rauscharmut) mit denen von CMOS-Sensoren (wenig Energieverbrauch). Außerdem hat er nicht 4 sondern nur 3 Transistoren pro Sensorzelle. X3 Sensor von Fa. Foveon Seit 2002 gibt es einen ersten Sensor, bei dem
jede Zelle für alle drei Grundfarben empfindlich ist. Er macht sich
zunutze, dass Silizium mit zunehmender Tiefe mehr und mehr Farben
absorbiert. So wird zunächst der blaue, dann der grüne und dann der rote
Anteil erkannt. 4-Farben-Sensor der Fa. Sony In der
Sony
F828 wird ein Sensor eingesetzt, der anstelle der üblichen
RGB-Sensoren (1x Rot, 2x Grün, 1x Blau) eine vierte
Farbe erkennt. Anstelle der zweiten grün-empfindlichen Zelle ist hier
eine eingesetzt, die für Blaugrün zuständig ist. Dadurch soll eine
bessere Farb-Differenzierung erreicht werden. ClearVid-Sensor von Fa. Sony
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Größe der Kamera-Sensoren
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Verglichen mit dem Kleinbild-Format sind die Kamera-Sensoren extrem klein. Ein 1/2,7"-Sensor hat weniger als ein Viertel der Fläche eines Minox-Negativs. Das setzt hoch auflösende Objektive voraus.
Je kleiner der Sensor, desto
geringer die Standard-Brennweite (Brennweite, die etwa den
gleichen
Bildwinkel ergibt, wie 50 mm bei KB; dh. ca. 47°).
Die geheimnisvolle Bezeichnung für die Sensorgröße einer Kamera ist
übrigens eine Angabe, die noch aus den 50er Jahren
stammt! Sie bezeichnet die Länge der Diagonale (in Zoll)
einer Bildaufnahmeröhre(!). Damals wurden nur ca. die inneren 2/3
des Durchmessers für die Bild-Erzeugung genutzt.
Dieses Bild zeigt die
Größenverhältnisse der verschiedenen Kamera-Sensoren. 1/2,7" ; 1/1,7" ; 2/3" Sensoren Die rel. großen 2/3" Sensoren werden in hochwertige Kameras eingebaut. Die sehr kleinen 1/2,7" Sensoren befinden sich überwiegend in "Lifestyle-" und "Superzoom"-Kameras, weil diese Mini-Sensoren sehr flache Kameras bzw. kleine und lichtstarke Superzoom-Objektive ermöglichen. Es gibt zwar auch Kamera-Sensoren in KB-Größe, die in (sehr teure) Spiegelreflexkameras für Profis eingebaut werden. Aber sie haben m. E. keine große Zukunft, da die konventionellen Objektive für Digitalkameras nicht optimal sind. Um das Problem der schrägen Randstrahlen zu reduzieren (was normale Filme nicht stört!), sollte der Durchmesser der Hinterlinse möglichst größer als die Sensordiagonale sein. Fast alle Spiegelreflexkameras für ambitionierte Amateure haben einen kleineren Sensor in etwa der Größe des APS-Formats (meist: 23,7 x 15,6 mm). Sie können problemlos mehr als 10 Millionen lichtempfindliche Zellen beherbergen. Da die Sensorfläche etwa 10x größer als die eines 1/1,7" Sensors ist, können die einzelnen Zellen relativ groß (und lichtempfindlich) sein und deshalb sind auch problemlos hohe ISO-Einstellungen möglich, ohne dass ein starkes Rauschen auftritt. Das ist sicherlich der Sensor der Zukunft bei Wechselobjektiv-Kameras ... die dann hoffentlich auch einen Monitorsucher bieten.
Neben dem üblichen
Seitenverhältnis von 4:3 und dem 3:2 Format (z.B. APS) gibt es auch das
an das an die
HDTV-Bildschirme angepasste 16:9 Seitenverhältnis. Über die Größe
der Sensoren sagt das aber nichts aus. |
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Pixel-Mixing Manche Kameras reduzieren das Rausch-Problem
bei hohen ISO-Werten dadurch, dass sie dann mehrere
Sensorzellen zusammenschalten (Pixel-Mixing). Dann ist das Bild
natürlich erheblich kleiner als vorher, aber es zeigt weniger
Rauschen, weil das stärkere Signal nicht so sehr elektronisch
verstärkt werden muss. |
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Waren 1998 noch Kameras mit
2 MP teure Spitzenmodelle, so haben wir uns inzwischen daran gewöhnt,
dass es Jahr für Jahr bei Kompaktkameras neue Pixel-Rekorde gibt. Inzwischen sind 12 MP
keine Seltenheit mehr. Gibt es eine Grenze für diese Entwicklung, oder
geht das immer so weiter? Auch zukünftig wird gelten,
dass höhere Auflösungen als 4 MP auf dem Bildschirm (→Beweis)
und auf 10 x 13 cm Papierbildern (→Beweis)
nicht mehr Details zeigen. Das ist übrigens unabhängig von der
Sensorgröße, gilt also auch für SLRs! Rauschen Auslöseverzögerung Auflösung der Objektive |
Wann sind 12 MP sinnvoll?
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Da 95% aller Amateure ihre Bilder am Bildschirm betrachten, können sie
den Unterschied zwischen 6 und 12 MP gar nicht sehen, wohl aber das
stärkere Rauschen bzw. die schlechtere Bildqualität. Und daran ändert
sich auch nichts, wenn man auf 6MP umschaltet. Natürlich habe ich gelegentlich Motive, bei denen mehr als 6 MP hilfreich wären, aber bei 98% meiner Motive sind 6 MP völlig genug. Jedenfalls kenne ich sehr viel mehr Motive, wo rauscharme 1600 ISO (bei 6MP) wichtiger sind als 12 MP. Gelegentlich auf 12 MP (bei 100 ISO) umschalten zu können, würde mir zwar gefallen, aber nicht, wenn ich dafür bei allen Bilder ein höheres Rauschen als bei der F31 in Kauf nehmen muss. Beispielbilder Hier habe ich nun beispielhaft drei Bilder einer guten(!) 6MP-Kamera herausgesucht. Aus ihnen habe ich einen gleich großen 1:1 Ausschnitt herausgeschnitten (Entspricht einem Ausschnitt aus einem 48 x 34 cm Poster.). |
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Die Luftaufnahme hätte bei 12 MP
sicherlich noch mehr Details gezeigt (wenn die
Plexiglasscheibe des Fliegers das zulassen würde).
Auf einem typischen Familienfoto wird man sicherlich nicht noch mehr Details erwarten.
Bei Portraits zeigen 6MP-Kameras - mit zunehmenden Alter der Person - bereits zu viele Details ... |
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
17.03.2008