Digital-Bilder präsentieren

 
Wie kann man seine schönen Bilder den Freunden zeigen?

Natürlich kann man nach alter Väter Sitte Papierbilder anfertigen lassen und in einen Schuhkarton tun. Aber dazu hätten wir uns ja keine Digital-Kamera kaufen müssen!

Ein wesentlicher Vorteil der Digital-Bilder ist zweifellos, dass wir für einen "Dia-Vortrag" die jeweiligen Bilder nicht aufwendig aus vielen Dia-Kisten, Kartons bzw. Alben heraussuchen und hinterher (noch mühseliger!) wieder einsortieren müssen!
Es gibt jetzt auch keine Ausrede mehr, seine Gäste mit einer endlosen Anzahl unsortierter und z.T. doppelter oder missglückter Bilder zu traktieren!

 
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Notebook

Zwar geht bezüglich der Farbqualität nichts über einen guten "konventionellen" oder hochwertigen(!) TFT-Monitor, aber wenn man nicht gerne seine Besucher im Arbeitszimmer versammeln will, ist ein Notebook auf dem Couchtisch im Wohnzimmer eine sehr gute Alternative. Zwei bis drei Besucher können dann die Bilder sehr bequem ansehen.
Zumindest ist das besser als einen Haufen Papierbilder herumzureichen oder der Aufwand mit Dia-Projektor, Leinwand und Verdunkelung  ;-)
Ein Notebook und/oder CD mit den Urlaubsbildern kann auch problemlos zu Freunden mitgenommen werden!
Noch ein Hinweis ... Die neuen WXGA-Notebooks haben zwar eine gute Auflösung (1280), können aber ein 4:3 Bild nicht formatfüllend darstellen. Der Breitformat-Bildschirm zeigt dann breite Streifen links und rechts. Hochformatbilder kann man vergessen! →Bildbeipiele

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Fernsehgerät (Bildröhre)

Digitalfotos sind auf einem normalen Röhrengerät nicht wirklich berauschend
(PAL hat nur 0,4 MP!) und flimmern, wenn man kein 100Hz Gerät hat! Ganz anders sieht das bei den modernen LCD-Geräten (sh. unten) aus!
Aber wenn man mehr als zwei Besuchern seine Bilder zeigen will, ist ein Notebook-Monitor halt zu klein ...

Moderne Notebooks haben "Video-out" und können deshalb rel. problemlos an den Fernseher angeschlossen werden. 

Alternativ kann man auch seine Kamera (wenn sie "Video-out" hat!) anschließen.
Man kann manche Kameras sogar als Steuergerät für eine "Dia-Show" am TV benutzen! Die entspr. Bilder müssen dazu in das entspr. Verzeichnis auf dem Chip kopiert werden  (über PCMCIA-Adapter oder Lesegerät). Am wenigsten mies ist die Qualität auf den meisten TV-Geräten, wenn die Bilder vorher auf das Format 640 x 480 reduziert werden. Das kann man in einem Rutsch mit IrfanView durchführen (--> Hinweise).
Bei manchen Kameras klappt diese Methode problemlos ... bei anderen Kameras nur mit einigen Tricks! (--> Hinweise)
Ein Zoomen in die Bilder ist dann allerdings nicht möglich. Viele der auf der Seite "Bild-Vorführ-Programm" aufgezählten Möglichkeiten sind ohnehin nicht möglich.

Wer einen DVD-Player hat, kann die Fotos auch auf diesem Wege auf dem Fernsehschirm ansehen. Bei älteren DVD-Playern müssen sie dazu erst auf eine spezielle DVD-kompatible CD gebrannt werden. Moderne DVD-Player können auch ganz normale CDs mit JPG-Bildern zeigen, bzw. sogar Speicherchips direkt lesen.
Zu Freunden (die einen DVD-Player besitzen) muss man dann nur noch diese CD mitnehmen.

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HDTV-Fernsehgeräte

Inzwischen stellen TV-Geräte mit großem 16:9  LCD-Bildschirm eine elegante Alternative dar. Sie haben eine erheblich bessere Auflösung (1366 x 768 bzw. 1920 x 1080 = HDTV) als normale Bildschirme, flimmern nicht und bieten z.T. sogar einen direkten PC-Anschluss!
Außerdem gibt es sie bereits in beachtlichen Größen (... und Preisen!)

Der PC-Anschluss hat den Vorteil, dass der TV-Bildschirm wie ein PC-Monitor benutzt wird und man alle seine vertrauten Bildprogramme benutzen kann. Jedes WXGA-Notebook kann angeschlossen werden. Einziger Nachteil: 16:9 Bilder haben oben und unten einen (sehr schmalen) schwarzen Rand.
Optimal ist natürlich ein PC oder Notebook mit HDMI-Ausgang und eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel ( = 1080p).

Manche HDTV-Geräte haben einen USB-Stecker oder einen eingebauten Card-Reader. Dann sind aber nur JPG-Fotos - keine Videos - vorführbar.

Normale DVD-Player und der "Video"-Ausgang von normalen Digitalkameras liefern keine optimalen Bilder, da sie zuvor auf das miese PAL-Format heruntergerechnet werden.
Es gibt inzwischen aber spezielle Card-Reader und Kameras die die Fotos auf das HD-Format umrechnen.

Der höhere Detailreichtum besonders von Voll-HDTV gegenüber PAL ist allerdings nur zu sehen, wenn man deutlich dichter an den Bildschirm heranrückt, als das sonst beim "Puschenkino" üblich ist!

Beispiel: Der optimale Abstand eines PAL-Gerätes mit 40 cm Bildhöhe beträgt 2 -2,5 Meter (gleichgültig ob 4:3 oder 16:9 Gerät).
An ein vergleichbares Voll-HDTV-Gerät mit ebenfalls 40 cm Bildhöhe muss man auf 1,20 m (!) heranrücken, um die volle Auflösung auszunutzen! Ab 2,50 m Entfernung ist kein Unterschied zu PAL mehr feststellbar!


Meine Lösung

Meine Bilder zeige ich inzwischen auf einem Breitbildschirm mit 102 cm (40") Diagonale. Trotzdem ist das Gerät (Toshiba) nur 93,5 cm breit.
Im Schrank darunter befindet sich ein (seitlich gekippter) alter PC, der über PC-Kabel verbunden ist. Die Bilder und Videos(!) werden dann ganz normal mit IrfanView (und Funkmaus) vorgeführt.
Jetzt zahlt es sich aus, dass ich - wenn das Motiv das hergab - viele Bilder schon im Breitformat beschnitten habe. Sie füllen jetzt die riesige Bildschirmbreite voll aus. Überwältigend und kein Vergleich mit dem PC-Monitor im Arbeitszimmer!.
Den Bildschirm habe ich mit meinen "Monitor-Testbildern" überprüft und war beeindruckt, dass er alle Tests perfekt gemeistert hat.
Über WLan ist der Rechner übrigens mit meinem Zentralrechner und sogar mit dem Internet verbunden. Das Abrufen von E-Mails ist jetzt im Wohnzimmer möglich.
 

Für Fachleute:
Da mein alter PC keinen HDMI-Ausgang hat, behelfe ich mich derzeit mit der höchsten RGB-Auflösung, die der Fernseher akzeptiert (768 Zeilen). Selbst sehr kleine Schrift auf Internetseiten wird dann einwandfrei aufgelöst.
15:9 Bilder sind formatfüllend, 16:9 haben einen schmalen schwarzen Steifen oben und unten. Die Full-HD-Auflösung wird zwar nicht genutzt, aber aus normaler Seh-Entfernung wäre ohnehin kein Unterschied sichtbar. Andererseits hat diese Vorgabe den Vorteil, dass in die Breitformatbilder stark "hineingezoomt" werden kann (1:1 Darstellung = optimale Bildqualität).
Wegen der begrenzten Reichweite der normalen Funktastatur habe ich eine mit Bluetooth-Technik (2,4 GHz) eingesetzt. Allerdings musste ich dann bei WLant einen anderen Kanal wählen.

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Vergleich der Bildschirmgrößen

Ein TV-LCD-Bildschirm mit 80 cm Bildschirmdiagonale hat etwa die gleiche Bildhöhe (ca. 40 cm) wie ein konventioneller 65er Bildschirm (Bild unten). Daneben habe ich zum Vergleich einen 19" PC-Bildschirm und ein WXGA Notebook gestellt.

Wir erkennen, dass ein 4:3 Foto (bzw. eine normale TV-Sendung) bei beiden TV-Bildschirmen etwa gleiche Bildhöhe hat. Ein TV-LCD-Bildschirm zeigt das Bild aber in einer deutlich höheren Auflösung (768 bzw. 1080 Zeilen) als ein Röhren-TV. Deshalb sind z.B. Internetseiten nur auf einem LCD-Bildschirm lesbar!
Der 19" PC-Bildschirm hat zwar eine noch höher Auflösung, ist aber zu klein, um mehreren Besuchern seine Bilder zu zeigen.
Sehr ungünstig ist übrigens der WXGA-Notebook-Bildschirm für die 4:3 Bilder. Sie werden sehr klein dargestellt, mit schwarzen Streifen links und rechts.

Bei 16:9 Fotos und TV-Filmen (2. Bildreihe) ist der Breitformat-Bildschirm eindeutig im Vorteil. Das Bild ist deutlich größer und nutzt den Bildschirm voll aus!

Für solche Fotos und Filme ist das WXGA-Notebook durchaus geeignet. Es zeigt dann nur sehr schmale Streifen oben und unten.
 

16:9 LCD-TV

normal TV

 PC 19"          WXGA



Vergleich bezüglich der Auflösung

Interessant ist auch ein Vergleich der verschiedenen Bildschirme unter dem Aspekt der Auflösung. So ist erkennbar, welcher Bildschirm die meisten Bilddetails zeigt.

Die folgenden Bildchen zeigen (im gleichen Pixel-Maßstab) jeweils das gleiche Foto im 4:3 Format auf einem
-  PC-TFT-Bildschirm mit 1280 x 1024 Pixel 
    --> Schmale Streifen oben und unten, da dieser Bildschirm etwas höher als 4:3 ist.
-  normalen 4:3 PAL-Fernseh-Bildschirm
-  TV-Gerät mit LCD-Bildschirm  1366 x 768 (WXGA)  --> Streifen rechts u. links
-  Voll-HDTV LCD-Bildschirme mit 1920 x 1080 Pixel

Zum Vergleich habe ich im letzten Bild die Bildgröße eines älteren Beamers (1024 x 768 Pixel) eingeblendet.
Höchste DVD-Qualität (4:3) ist übrigens nur "lumpige" 768 x 576 Pixel (= 0,4 "echte" Pixel ≈ 1 MP-Kamera)!

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Beamer

Wenn man viele Gäste hat, kann man die Bilder auch mit einem Beamer auf eine große Leinwand projizieren.
Eine Auflösung von 1024 x 768 (XGA) sollte er aber mindestens haben, um ein "Dia-Feeling" aufkommen zu lassen!
Inzwischen sind 16:9 Beamer mit 1280 x 720 Pixeln Standard. Sie sind "HD ready" und optimal für Breitbild-Filme (und Breitbild-Fotos).
Gegenüber "richtigen" Dias haben Digitalbilder einen großen Vorteil: da sie sehr viel größer als die Auflösung selbst des besten Beamers sind, können beliebige Teil-Ausschnitte heraus vergrößert werden. Das geht natürlich nur, wenn die Bilder nicht vorher für einen DVD-Player auf das PAL-Format 0,4(!) MP heruntergerechnet wurden.
 

Normale Büro-Beamer sind nur begrenzt für eine "Dia-Show" geeignet  Unter 1000.- Euro gibt es z.Zt. keinen Beamer, der in Farbwiedergabe, Kontrast, Schärfe und "Schwarzwert" höheren Ansprüchen genügt. Bevor man viel Geld für einen Beamer ausgibt, sollte er deshalb gründlich geprüft werden! ( --> Testbild)

Ich rede hier nicht über Beamer für zukünftige digitale Kinos. Z.B. der Sony 4-K-Projektor mit 4096 x 2160 Pixeln liegt für die nächsten Jahre weit außerhalb der finanziellen Reichwerte von Fotoamateuren.

Ab ca. 2000.-
gibt es hervorragende Beamer (mit Full-HD-Auflösung), die ein Bild liefern, das durchaus mit Top-KB-Dias und bester Projektionstechnik mithalten kann. Das gilt besonders dann, wenn man an die Bilder nicht auf "Tuchfühlung" heranrückt, sondern sie aus der bei Diavorträgen üblichen Distanz ansieht.
 

Mehr zum Thema "Heimkino": http://sprec000.xardas.lima-city.de/Proki.html

 



Bisher galt die Meinung:
So gut wie manche Beamer auch sein mögen ... die Brillanz und Schärfe einer "echten" Dia-Show ist nicht zu übertreffen!

Das gilt jetzt nicht mehr!

Und diesmal ist das nicht die Meinung eines fanatischen Digital-Fans sondern die Aussage aufgrund eines Tests eines neuen 1400 x 1050 Pixel Beamers (Canon XEED SX50  --> http://www.beamer-hdav.de)

Portrait von Michael Beek

Noch überzeugender ist es aber, wenn ein Dia-Vortrags-Profi sich entscheidet, seine alten KB-Dias zu scannen und zukünftige Vorträge mit einem Beamer durchführen wird.
Auf seinen nächsten Touren wird ihn dann eine Digitalkamera (Canon Pro1) begleiten.

In den letzten Monaten hatte ich mehrfach Kontakt mit Michael Beek, der mir am 19.03. 2005 schrieb:

Hallo Henner,

........ Habe in den letzten Monaten viel gearbeitet an meiner digitalen Diashow und bin dabei schon um einige Schritte weiter gekommen. .... Ich habe zusammen mit einem Bekannten verschiedene Techniken ausprobieren können mit dem Ergebnis: Wenn Du erstklassiges gescanntes Material zur Verfügung hast und einen Highend Computer, dazu einen Referenzbeamer von JVC (Auflösung 1400 x 1050), dann ist das Ergebnis wirklich ebenbürtig mit analogem Diamaterial der Spitzenklasse. Nicht besser und nicht schlechter.....

... Die digitale Diashow unterscheidet sich ja eben von der analogen durch die Effekte die du zur Verfügung hast, Bilder die sich bewegen, drehen, zoomen, ja sogar Panoramafahrten, dies ist weit mehr als ein statisches Bild, eine völlig neue Art von Diashow lässt sich so kreieren. .......

Gruß  Maik


Aber auch wenn man nicht solch professionelle Show mit Vertonung und allen technisch möglichen Tricks plant, bietet die Digitaltechnik zahlreiche Vorteile:

Raffinierte Überblendungen von Bild zu Bild sind ohne aufwendige Mehrprojektoren-Technik möglich. Hinweistexte können in die Bilder eingeblendet werden. Beliebige Diashows können aus Tausenden von Fotos durch Anklicken zusammengestellt oder durch Aufruf entsprechender "Keywords" aufgerufen werden. Anschließend müssen keine Dias wieder mühselig in die verschiedenen Kästen zurücksortiert werden.
Es gibt keine Probleme mit mangelnder Planlage der Dias bzw. beschlagenen und verschmutzte Gläser ... !

.... Und all das ist auch auf dem Fernseh-Bildschirm möglich, wenn man nicht so viele Gäste hat und den Aufwand mit Leinwand, Projektor und Verdunkelung vermeiden möchte .... und mit der PAL-Auflösung zufrieden ist!

 

Vergleich Beamer (Leinwand) / Notebook

Aus 3,45 m Entfernung ist der Bildeindruck (Bildwinkel) eines 1,2 m breiten Bildes exakt so wie bei einem 15" Monitor eines Notebooks aus 90 cm Entfernung. In beiden Fällen kann man gleich viele Details erkennen.
Trotzdem werden die Gäste natürlich von dem "großen" Leinwandbild mehr beeindruckt sein!

(Ansicht von oben)

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Digitaler Bilderrahmen

Und es gibt noch eine weitere Möglichkeit, seine Digitalbilder zu präsentieren: Ein "Digitaler Bilderrahmen" wird immer beliebter..
Das ist nichts anderes als ein kleiner LCD-Bildschirm, der in einen Bilderrahmen eingebaut ist und den man sich auf den Schreibtisch stellen oder an die Wand hängen kann.
Die meisten können sogar Videos und MP3-Dateien abspielen, wobei eine ständige Geräuschkulisse sicherlich nicht jedermanns Sache ist ...
Die Bilder sind ca. 16x12 cm groß und werden nach einer vorgewählten Zeit gewechselt. Ein normaler Speicherchip genügt, um die Bilder in den Bilderrahmen zu zaubern. Manche Geräte haben auch einen internen Speicher, manche kommen sogar ohne Stromanschluss aus.
Beim Kauf sollte man auf einen möglichst großen Betrachtungswinkel, eine gute Bedienbarkeit (Helligkeit, Medienwechsel usw.), genügend Rechenpower (zügiger Bildwechsel) und eine ausreichende Auflösung (mind. 640 x 480) achten.
Sinnvoll ist es, die Bilder vorher mit IrfanView o.ä. auf das Format des Rahmens (z.B. 3:2 oder 16:9) zu beschneiden, um schwarze Streifen zu vermeiden. Die Reduzierung auf die Auflösung des Rahmens spart Speicherplatz und beschleunigt den Bildwechsel.

Der Bilderspaß kostet zwischen 100.- und 200.- Euro.
Es gibt auch größere Bilderrahmen. Aber die kosten erheblich mehr ....

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Letzte Überarbeitung: 20.06.2008