| Bilder optimieren |
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Vor Jahren habe ich den trefflichen Satz
gelesen: "Fotografieren lernt man in der
Dunkelkammer". Aber wer hatte damals schon eine eigene Dunkelkammer? Und wer konnte gar Farbbilder bearbeiten? Das ist heute jedermann mit der Digital-Fotografie möglich. Erst am Bildschirm entsteht aus manchem geknipsten Foto ein Bild. |
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Wichtig. Vor der Bearbeitung der Bilder, müssen wir
zunächst ganz sicher sein, dass unser Monitor optimal eingestellt ist.
Sonst sind unsere Bilder vielleicht auf einem "richtigen" Monitor alle zu
dunkel. |
Ablauf einer Bildbearbeitung
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Vor der Bild-Optimierung sollten wir alle
betreffenden Bilder
in einen "Vorführbilder-Ordner" kopieren. Dadurch bleiben
uns die Originale unverändert erhalten. Mehr zu diesem Thema in "Datei-Struktur". 1. Evtl. Bild drehen, bis es waagerecht ist Wenn der Fotograf die Kamera etwas schief gehalten hat, dann muss das
Bild zunächst entsprechend gedreht werden 2. Bild-Ausschnitt festlegen
Aus
guten Gründen fotografiere ich fast nur im Querformat. Dabei halte
ich mich nicht lange mit der Wahl des optimalen Bildausschnitts auf. Im
Gegensatz zu Dias kann der ja später in aller Ruhe am Bildschirm gewählt
werden. Um dabei möglichst große Freiheit zu haben, wähle ich lieber
etwas mehr Weitwinkel als Tele.
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Hochformat-Bilder sollten möglichst stark oben und unten beschnitten werden, da PC- / TV-Bildschirme und Beamer nun mal Querformat haben. Besser ist es allerdings, Hochformat-Bilder ganz zu vermeiden. →Hinweis → Nach Wahl des Ausschnitts das Bild ausschneiden mit "freistellen". 3. Größe reduzieren
Vor den weiteren Schritten sollte man zunächst die Bildgröße nach den
weiter unten beschriebenen Regeln reduzieren. 4. Farbe usw. optimieren Die nun folgende Schritte zur Optimieren der Bilder lernt man am besten durch "Versuch und Irrtum" kennen. Es gibt ja Gott sei Dank die "zurück"-Taste. Für den Anfang empfehle ich folgende Schritte:
5. Schärfen Abschließend mit
"Filter/Scharfzeichnungsfilter/unscharf
maskieren" die Schärfe verbessern. Radius
zwischen 0,2 und 0,8 ausprobieren (Stärke = 50%;
Schwellenwert = 0). 6. Bild speichern unter ... Abschließend speichert man die bearbeitete Bild-Datei unter dem vorher festgelegten Namen und überschreibt damit die Kopie des Originals. Nun kann das nächste Bild aufgerufen und bearbeitet werden. |
Sinnvolle Bildgröße (Pixel)
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Ich werde immer wieder gefragt, ob ich meine
Bilder in der Größe reduziere und wie viele
Pixel eine Bilddatei mindestens haben sollte, damit man auch auf
zukünftige Beamer und HDTV-Fernsehgeräte vorbereitet ist.
Diese Frage stellt sich aber eigentlich nur dann, wenn man die Bilder gerade bearbeitet hat und nun wieder abspeichern will. Viele handeln dann nach dem Motto "Viel hilft Viel". Aber ist das richtig? Antwort:
Für Hochformatbilder kann die "Bildhöhe 1200 - Regel" auch gelten, wenn man die Bilder nur am Bildschirm ansehen will. Falls aber evtl. Papierbilder bestellt werden sollen, müssen die Dateien eine Bildbreite von mind. 1200 Pixel haben. Besonders detailreiche und scharfe Bilder
reduziere ich allerdings "nur" auf auf eine Bildhöhe von
1600 Pixel. Dadurch kann bei der Bildershow
stärker in das Foto hinein gezoomt werden, wenn das Vorführprogramm das zulässt.
(Das kann nur →IrfanView) Durch diese Reduzierung wird nicht nur
Speicherplatz gespart, sonder bei der Bildershow geht der Bildaufbau
deutlich schneller. Grundsätzlich gilt aber, dass ich Bilder nur dann reduziere, wenn sie ohnehin bearbeitet werden müssen. Die anderen bleiben unangetastet. |
| Nachtrag 08.10.2008 Inzwischen gibt es sogar (extrem teure) 30" PC-Bildschirme für Grafiker mit 2560 x 1600 Pixel maximaler Auflösung (Seitenverhältnis: 16:10). Eine derart hohe Auflösung ist evtl. für die Bild-Bearbeitung, nicht aber für die Bild-Betrachtung sinnvoll. Ein extrem scharfes Testbild habe ich deshalb mal auf meine "Standardhöhe" 1200 Pixel Bildhöhe heruntergerechnet und mir dann auf diesem Monitor (mit IrfanView "formatfüllend" vergrößert) angesehen. Ergebnis: Selbst aus "Lese-Entfernung" (so dicht würde man normalerweise für eine "Bildershow" nicht an den großen Bildschirm herangehen) ist praktisch kein Unterschied zum Originalbild zu sehen. Deshalb empfehle ich weiterhin die 1200er Einheitshöhe für "Vorführbilder". |
Dateiformat zum Speichern der Bild-Datei
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Entzerren Wird die Kamera gekippt, um hohe Gebäude
aus der Nähe zu fotografieren, dann entstehen sog. "stürzende Linien". Mit
vielen Bearbeitungs-Programmen kann das später "perspektivisch entzerrt" werden.
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Farbsäume Wen Farbsäume stören, der kann
sie nachträglich entfernen. Detailliert wird das auf der Seite "Farbsäume"
beschrieben. |
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SW-Bilder
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Ein Musterbeispiel:
Zunächst wurde das
Bild gegen den Uhrzeiger gedreht, dann der Bild-Ausschnitt auf das
eigentliche Motiv reduziert (Seitenverhältnis 4:3) und "freigestellt". Anschließend wurde das Bild für diese
Seite reduziert. Fast alle diese Schritte (bis auf das
Entfernen der Handtücher) sind sogar mit dem kostenlosen Programm
IrfanView möglich.
Geh' mal mit dem Mauszeiger über das Bild.
An diesem Beispiel
möchte ich demonstrieren, wie aus einem "Schnappschuss" ein "Bild" wird.
Das Originalfoto (oben) war etwas unterbelichtet und der Ausschnitt
nicht optimal.
Dann "Auto-Kontrast" und anschließend (um die leichte Unterbelichtung
aufzuheben) Gradationskurve im dunklen Bereich angehoben, .
Dann wurde die durch "Autokontrast" angestiegene Farbsättigung
reduziert.
Mit dem Kopierstempel wurden die störenden Handtücher entfernt.
Abschließend wurde noch dezent "unscharf
maskiert", da die Schärfung der Kamera abgeschaltet war.
Bilder erneut überarbeiten
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Aus gutem Grund haben wir ja die Originaldateien in einem gesonderten Ordner abgelegt. Wenn man nun meint, dass man inzwischen mehr Erfahrungen in der Bildbearbeitung hat (oder ein neues Programm, das z.B. Verzeichnungen des Objektivs beseitigt und nicht alle Kameradaten weglöscht), dann ist es Zeit, einige gute Fotos noch einmal zu bearbeiten. Was ist dabei zu beachten? Auf jeden Fall will man sicher sein,
dass das neue Bild wirklich besser ist. Deshalb speichere ich es
zunächst unter dem alten Dateinamen, der aber am Ende eine zusätzliche
Zahl erhält. Dadurch wird es vom Bildprogramm dann direkt neben dem
alten Bild gezeigt. Nun kann ich leicht zwischen den beiden hin und her
wechseln. Erst wenn das neue Bild eindeutig besser ist, wird es mit
"speichern unter .." unter dem Namen des alten Bildes gespeichert und
ersetzt dann dieses. |
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Von den unglaublich vielen Möglichkeiten,
die Photoshop bietet, nutzt man bei der üblichen Bildbearbeitung nur ca.
2%!
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Eine nette, aber nicht notwendige Funktion sind sog. "Kunst- bzw. Mal-Filter". Damit sind beeindruckende Bild-Verfremdungen möglich. |
Musterbilder
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Die folgenden 5 "Problemfotos" sollte
jedes Bearbeitungsprogramm mit ein bis zwei Tastendrücken optimieren
können. 1. Bild drehen und auf exakt 16:9 Format beschneiden Musterbild aufrufen, um 2° drehen, 16:9 vorgeben und neuen Ausschnitt wählen, freistellen und auf 640 x 360 reduzieren. So geht's mit IrfanView 2. Grauschleier beseitigen Musterbild aufrufen, "Autokontrast" anklicken. Farbsättigung etwas reduzieren. 3. Schattenpartien aufhellen
Musterbild aufrufen, "Tiefen/Lichter" o.ä. anklicken. 4. Farbstich beseitigen Musterbild aufrufen, "Autofarbe" anklicken 5. Rote Augen beseitigen
Musterbild aufrufen, "Rote-Augen-Werkzeug" aufrufen, Augen jeweils mit
Maus markieren. 6. Nachschärfen
An diesem Bild kann man sehr anschaulich
erkennen, dass manche Bilder nur ganz leicht nachgeschärft werden dürfen
weil sich sonst sehr negative Auswirkungen zeigen. |
www.Henner.info
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