Superzoom-Kameras
 
Dieser Kamera-Gruppe habe ich bereits 2002 eine große Zukunft vorhergesagt →Weissagung.  Sie spricht alle Fotofreunde an, die gerne mit starken Tele-Objektiven arbeiten, aber bereit sind, Abstriche an anderer Stelle in Kauf zu nehmen.
Als Abgrenzung zu anderen Kameratypen beginnt für mich der Zoombereich oberhalb 10x.


Typisch für diese Gruppe sind rel. kleine und leichte Kameras mit einem z.T. sehr kleinen Sensor (1/2,7" bzw. 1/2,5"), wodurch Objektive mit extremem Telebereich und großer Lichtstärke eingesetzt werden können, die bei KB-Spiegelreflexkameras unförmig, schwer .... und unbezahlbar sind. Moderne Kameras verwenden meist den etwas größeren 1/2,3" Sensor, der seit etwa 2008 praktisch "Standard" der meisten Kameras ist.
Bei vielen Superzoom-Kameras fehlt ein Blitzschuh und die Möglichkeit, manuell Einfluss auf die Belichtung nehmen zu können.

Da bei starken Tele-Brennweiten die Gefahr des Verwackelns besteht, müssen die Kameras unbedingt entweder einen Bildstabilisator haben oder rauscharme 400 ASA bieten! Am besten beides!

Extreme Zoombereiche von 18x bis sagenhaften 26x (Olympus 590 UZ, Nikon P90 usw.) erfordern nicht nur Kompromisse bezüglich Rauschen, sondern zusätzlich auch bei den Objektiven (Randschärfe, Auflösung, Farbsäume ...). Das reduziert die Bildqualität weiter. Und das gilt dann bei allen Bildern, auch bei normalen Brennweiten.
Außerdem ... wer benötigt wirklich mehr als 400 mm Tele? Außer Paparazzi und Ornithologen fällt mir niemand ein! Mir persönlich ist ein hochwertiges und lichtstarkes 200mm Tele wichtiger als den Längsten (Telebereich) zu haben!

Mein Rat:
Nur wer sich ganz sicher ist, dass er deutlich mehr als 200mm Tele wirklich oft benötigt, sollte sich eine solche Kamera kaufen. Sonst ist eine gute Hemdentaschen-Kamera sinnvoller, da sie nicht um den Hals baumelt und - in ihrem Brennweitenbereich - bessere Bilder liefert.
 



Abweichende Konstruktionen
 

Es gibt inzwischen aber auch rel. flache "Hemdentaschen-Kameras" mit 10x und 12x-Objektiv, die bereits als "Superzoom-Kameras" bezeichnet werden können. Die Anfangs-Lichtstärke der Optik ist allerdings zwangsläufig etwas geringer als bei weniger kompakten Modellen.
 

Einige Superzoom-Kameras können auch zur Gruppe der Bridge-Kameras gezählt werden. Sie haben Blitzschuh, manuelle Belichtungsmöglichkeit usw. 

Andererseits .... gemessen am Zoombereich ist die Bridge-Kamera Fuji S 100FS auch eine Superzoom-Kamera. Sie stellt mit ihrem großen 2/3" Sensor alle "normalen" Superzoom in den Schatten ... ist aber auch erheblich größer und schwerer.



Alle aktuellen Modelle und deren Spezifikationen findet man auf www.digitalkamera.de und der Website www.dpreview.com. Dazu "Cameras" und dann den entsprechenden Hersteller anwählen. In der dann erscheinenden Liste kann die ausführliche Spezifikation durch anklicken des jeweiligen Bildchens aufgerufen werden.

 


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Letzte Überarbeitung: 16.07.2009