Mini- bzw. Hemdentaschen-Kameras
 
Neben den Superzoom-Kameras und Kameras mit Wechselobjektiven ist dies die dritte Kamera-Gruppe, der ich schon 2002 eine große Zukunft vorausgesagt habe. →Weissagung

(Fast) immer dabei hat man nur eine Kamera, die nicht in einer auffälligen Kameratasche um den Hals baumelt oder von der Schulter rutscht .... von der Diebstahlsgefahr in gewissen Ländern gar nicht zu reden!


Inhalt dieser Seite


Mini-Kameras

Diese Kameras können in einem unauffälligen Bauchbeutel oder einer kleinen Gürteltasche verstaut werden und deshalb werden sie bei jedem Spaziergang mitgenommen ohne lange zu überlegen.
Sie sind relativ leicht und - besonders wichtig - relativ flach!
Was man aber nicht erwarten darf, sind lichtstarke Teleobjektive.  Es ist physikalisch unmöglich, so etwas in extrem kleinen Gehäusen unterzubringen!
Auch einen beweglichen Monitor und einen Blitzschuh sucht man vergeblich. Fast alle haben keinen opt. Sucher.
Dafür bieten manche aber - neben vielen Motiv-Programmen - auch mehrere Belichtungsmöglichkeiten, echtes WW und großen Zoombereich.

 

Als ich im Jahre 2002 diese Seite einrichtete, da gab es nur sehr wenige Kameras, die meine damaligen "Aufnahmebedingungen" (mind. 4 MP und maximal 30 mm dick) erfüllten.
Inzwischen gibt es extrem viele solcher Kameras und sogar z.T. mit 14 MP oder 7x Zoom!
Deshalb ist es mir nicht möglich, die folgende Liste ständig auf dem neuesten Stand zu halten.

Ich beschränke mich auf einige typische Vertreter!
"Standardmodelle" (3x Zoom, 36mm Weitwinkel) haben nur dann eine Chance, hier erwähnt zu werden, wenn sie bezüglich Bildqualität (nicht MP-Anzahl!) und Rauschen aus der Masse herausragen. Mind. 2,5" Monitor und Möglichkeit zur Vorgabe von ISO-Werten ist Mindestforderung.

Alle aktuellen Modelle und deren Spezifikationen findet man auf www.digitalkamera.de und der Website www.dpreview.com. Dazu "Cameras" und dann den entsprechenden Hersteller anwählen. In der dann erscheinenden Liste kann die ausführliche Spezifikation durch anklicken des jeweiligen Bildchens aufgerufen werden.

Warnung!
Ich kann nur dringend dazu raten, die Bezeichnung "Hemdentaschen-Kamera" nicht wörtlich zu nehmen. Ohne Kameratasche ist sie Sandkörnern, Krümeln usw. schutzlos ausgesetzt und das tut dem Zoom-Mechanismus nicht gut! →Staub auf dem Sensor ergibt hässliche Flecken.

 

Achtung! Diese Tabelle wird nicht lfd. aktualisiert.

  Hersteller

MP

Vorteile

Nachteile

Ixus
960 SI
Canon 12 Bei 80 ISO sehr gute Schärfe, Tele bis 133 mm,  opt. Sucher, opt. Stabilisator WW nur 36 mm,  Rauschen ab 400 ISO; nur autom. Belichtung; 0,6 Sek. Auslöseverz.
Ixus
980 SI
Canon 14,7 Bei 80 ISO sehr gute Schärfe, Tele bis 133 mm,  opt. Sucher, opt. Stabilisator WW nur 36 mm,  rel. "dick" (28mm); nur autom. Belichtung;
Ixus
870 IS
Canon 10 28-112mm; Gute Bildqualität; opt. Stabilisator Kleiner Sensor (1/2,3"); Nur Automatik; Bl. 5,8 bei Tele
F40fd Fuji 8 sh. Testbericht sh. Testbericht
F50fd Fuji 12 sh. Testbericht sh. Testbericht
F100fd Fuji 12 sh. Testbericht sh. Testbericht
F200fd Fuji 12 sh. Testbericht sh. Testbericht
R10 Ricoh 10 28-200 mm Zoom; trotzdem nur 26mm dick; Stabilisator; gute Auflösung in Bildmitte Rauschen ab 200 ISO, Höhere ISO-Werte kann man vergessen.
Starke Randunschärfe;
Wenig wirksamer Stabilisator
Pentax W60 10 Wasserdicht bis 4m. 28-140 mm (Periskop); nur  25 mm "dick" Rauschen ab 400 ISO; Anfangsblende 3,5, Plastikgehäuse
TZ7 Panasonic 10 12x Zoom und trotzdem nur 33mm dick. WW: 25 mm. 300 mm Tele mit Bl. 4,9. Gute Bildqualität. Randscharf. Rel. wenig Rauschen. HD-Video mit Zoom-Möglichkeit. Rel. kleiner Sensor (1/2,33"); Anfangslichtstärke 3,3
WX1 Sony 10 24-120mm; Bl. 2,4 bei WW; geringes Rauschen; nur 20mm dick; 720p Video; kein "Smear" (CMos-Sensor), 10 Bilder/Sek.; Nur Automatik; Exotischer Speicherchip (Menory-Stick)

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Supermini-Kameras

Eine Untergruppe bilden die extrem flachen "Supermini-Kameras" mit Periskop-Objektiv, das beim Zoomen nicht herausfährt. Deshalb können sie auch problemlos ohne Hülle in die Tasche gesteckt werden. Dann empfiehlt sich aber eine Schutzfolie für den Monitor.
Sie haben meist den sehr kleinen 1/2,5" Sensor. Deshalb rauschen sie mehr als gute Mini-Kameras. Außerdem beginnt Weitwinkel oft erst ab 38 mm, Sie sind rel. lichtschwach und man muss auf manuelle Belichtung, eingebautes Stativgewinde usw. verzichten. Dafür hat man die Wahl zwischen vielen verschiedenen Farben ;-)


Inzwischen erwächst mit den Foto-Handys dieser Untergruppe aber ein ernsthafter Gegner. Für die meisten Standardmotive der Knipser reicht die Qualität mancher Handys völlig aus. Und sie sind wirklich "immer dabei"!
Internetseite mit Bildbeispielen
Für die Betrachtung am Bildschirm und für 15 x 10 cm Papierbilder reicht die Qualität durchaus, für Internetbilder und das Verschicken per SMS allemal. Ein optisches Zoom fehlt allerdings und bei schlechter Beleuchtung sind die Bilder grausig, was manche Modelle dem auch hier um sich greifenden "Pixelwahn" verdanken. Auch bei Handys gilt: 5MP sind mehr als genug!

 

Z5 Fuji 6 Schnell; rel. geringes Rauschen bei 400 ISO;
Letzte Kamera mit SuperCCD der Z-Serie.
Blitz LZ 4; WW nur Bl. 3,5
Z20 Fuji 10 Bunt Nur 38mm WW (3x Zoom)
Z200 Fuji 8 5,7x Zoom 33-165mm, 2,7" Monitor; Stabilisator Kein Video, max. Bl. 3,8, 20 mm "dick"
T7 Sony 5 Extrem schnell; gute Optik; guter Macro-Modus; hochaufl. Display 38mm WW; Rauschen ab 200 ISO; Starke Verzeichnung; sehr schwacher Akku; kein Stativgewinde eingebaut
T9 Sony 6 Bildstabilisator, sonst wie T7 Wie T7; Für 6MP unterdurchschnittliche Auflösung
T30 Sony 7 mehr MP, sonst wie T9 ?

Die "Supermini-Kamera" Sony DSC-T7 war eine der ersten diese Typs. Sie sind deshalb so flach, weil das Periskop-Objektiv längs in die Kamera eingebaut und dadurch geschützt ist. Es fotografiert über ein Umlenkprisma und muss nicht ausgefahren werden.
Dadurch ist die Kamera flach (9,8 mm an der dünnsten Stelle!), "taschengerecht" und schnell einsatzbereit.

Ihre konventionell gebaute "dicke" (36 mm) Schwester heißt übrigens Sony-W7 und benutzt zur Stromversorgung lobenswerterweise 2 handelsübliche AA-Akkus! Außerdem bietet sie manuelle Belichtung.

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Die Alternative zu Mini-Kameras: Kompaktkameras
 

Aber bei bei aller Begeisterung für "taschengerechte" Kameras ... entscheidend ist die Bildqualität! Bevor man da Abstriche macht, sollte man alle Testberichte gründlich lesen und ggf. lieber eine etwas "dickere" Kompakt-Kamera kaufen, die dann allerdings nicht mehr in eine Gürteltasche passen und deshalb eine umgehängte Kameratasche erfordern. Sie bieten alle Belichtungsmöglichkeiten, haben z.T. einen größeren Zoombereich, arbeiten z.T. mit Standard-Akkus (AA) und haben einen optischen oder Monitor-Sucher. Ein Blitzschuh ist aber oft auch nicht dabei.
Dieser Kameratyp empfiehlt sich besonders für ernsthaftere Amateure, die keine SLR- oder Bridge-Kamera als "Zweitkamera" haben.


Hier einige typische Vertreter dieser Gruppe

  Hersteller

MP

Vorteile

Nachteile

S80 Canon 8 28mm WW; bis 400 ISO nutzbar Nur 100 mm Tele; Tele-Bl. nur 5,3, Spezial-Akku; leichte Rand-Unschärfe; geringe Auflösung des Monitors.
G9 Canon 12 6x Zoom;35-210 mm; Blende 4,5 bei Tele; 3" Monitor; opt. Stabilisator; opt. Sucher Nur 35 mm WW; Rauschen ab 200 ISO; langsam; klobig; Spezialakku.
W7 Sony 7 Standard-Akkus, guter Video-Modus (MPEG); Nur 38mm WW; Ecken-Unschärfe bei WW; Bl. 5,2 bei Tele; nur max. 400 ISO; exotischer Speicherchip (Mem.-St.)
LX2 Panasonic 10

(7,5 bei 4:3)
Sehr gutes 3,6x Leica-Zoom; Stabilisator; sehr viele Einstellmöglichkeiten; RAW möglich; bei 100 ISO sehr gute Bildqualität. Rauschen ab 200 ISO. Nur 34mm WW bei 4:3; Auflösung geringer als die der F10; 16:9 Sensor
LX3 Panasonic 10 Sehr gutes 2,5x Leica-Zoom; extremes WW (24mm) bei hoher Lichtstärke (2,0); rel. wenig Rauschen,  Stabilisator; sehr viele Einstellmöglichkeiten; RAW möglich; 16:9 (dann etwas mehr Horizontalwinkel)
HD-Video (720p)
Nur 60mm "Tele", wenig Zoom; rel. groß; teuer

 


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Letzte Überarbeitung: 15.10..2009