Canon S100 Testbericht

 
Die S100 erfüllt fast alle meine Anforderungen an eine "Wunschkamera". Lediglich die Möglichkeit, einen starken Zusatzblitz anzuschließen, fehlt.
Im Gegensatz zur Fuji X10 handelt es sich hier um eine echte Taschenkamera für anspruchsvolle Käufer, die nicht mit vielen MP und Supertele protzen wollen. Aber die S100 bietet mehr WW und Tele als alle Systemkameras mit Kit-Objektiv.

Zunächst die Pros und Contras aus den technischen Daten:

Pro:

  • Lichtstarke Optik (nur bei WW)
  • 24mm WW
  • rel. großer Sensor (1/1,7")
  • Beschränkung auf 12MP
  • CMOS-Sensor
  • Manuelle Belichtung möglich
  • Bis zu 9 Bilder/Sek. (8)
  • RAW möglich
  • Full-HD mit Stereoton
  • Zoom bei Video möglich
  • GPS zusätzlich mit "Logger-Funktion"
  • 80 ISO einstellbar (für max. Qualität)
  • Erstaunlich flach (nur 26,7 mm)

Contra:

  • Kein Blitzschuh
  • Kein Durchsichtsucher
  • Kein beweglicher Minitor
  • Bei Tele rel. lichtschwach
  • Rel. schwacher Akku
  • Teuer

 

Meine persönliche Meinung zu den "Contras":

Kein Blitzschuh
Einen starken Zweitblitz einzusetzen wird durch das Vorblitzsystem erschwert. Eine Möglichkeit zur Abschaltung dieses Systems würde das Problem lösen.

Kein Durchsichtsucher
Nachdem ich seit Jahren darauf verzichten musste, vermisse ich ihn (ehrlich!) jetzt nicht mehr. Lies hierzu mal meine Bemerkungen auf Seite "Monitorsucher".

Kein beweglicher Monitor
Aber dann wäre die Kamera "dicker".

Bei Tele rel. lichtschwach
Das ist unvermeidlich bei kleinen Kameras.

Rel. schwacher Akku
Mit nur 1120 mAh (gegenüber 1950 mAh der FH100) ist der Akku nur für max. 200 Bilder ausreichend. Wird GPS benutzt, reduziert sich Anzahl drastisch. Ein Ersatzakku ist unerlässlich.

Teuer
Wenn die Bildqualität in Ordnung ist, dann ist der Preis gerechtfertigt. Man spart außerdem einen separaten Geologger, der auch mit ca. 100.- zu Buche schlägt.


Vorab-Kommentar

Canon hat (nach den vorliegenden Daten) alles richtig gemacht. Auf eine solche Kamera warten viele anspruchsvolle Käufer, die eine echte Taschenkamera als "Zweitkamera" suchen. Die Fuji X10 mag noch besser sein, aber sie ist viel zu dick und kommt deshalb als Taschenkamera keineswegs in Frage. Canon hat konsequent eine "schlanke" Kamera angestrebt und dafür auf lichtstarkes Tele, beweglichen Monitor, Durchsichtsucher und großen Akku verzichtet. Trotzdem (deshalb) ist die S100 für mich optimal ... wenn die Bildqualität gut ist!
Die GPS-Möglichkeiten sind interessant, weil zusätzlich auch die Logger-Funktion geboten wird.

Henner, 19.09.2011

 


Eigene Testergebnisse

Die S100 ist eigentlich noch nicht auf dem Markt in Deutschland. Die wenigen Händler, die eine sehr begrenzte Anzahl anbieten können, nutzen es aus, dass offensichtlich viele Käufer auf eine solche Kamera gewartet haben. Sie verlangen bis zu 667.-€. Einer, der das Glück hatte, eines der seltenen Exemplare zu einem moderaten Aufpreis zu erwischen, hat mir freundlicherweise seine S100 für einige Tage zur Verfügung gestellt.
Ich teste sie derzeit. Und - wie bei mir üblich - werden die Ergebnisse sofort "live" hier gezeigt.

Henner, 29.12.2011

 


Hier ist die S100, eingerahmt von meinen "Vergleichskameras" FH100 und F31. Natürlich weiß ich, dass die S100 eigentlich (zumindest bezüglich höherer ISO-Werte) in einer anderen Liga spielt, aber trotzdem ist sicherlich ein Vergleich mit der FH100 aufschlussreich, da die sich ja ganz wacker gegen die LX5 und XZ-1 geschlagen hat.


Auflösung

Nur für wenige Minuten kam heute bei meinem Rathausbild die Sonne hervor. Die S100 (links) erwischte noch volle Sonne, bei der FH100 (rechts) war sie schon leicht verschleiert.

An der Struktur der Dachziegel und besonders am folgenden Detailbild ist eindeutig zu erkennen, dass die S100 in Bildmitte eine hervorragende Schärfe besitzt.

Den Unterschied zwischen beiden Kameras sieht man allerdings nur bei starken Ausschnittvergrößerungen oder sehr großen Postern.
Unter Tageslichtbedingungen waren bei zahlreichen späteren Testaufnahmen (bei verschiedenen Brennweiten) die S100 Aufnahmen aber keineswegs eindeutig besser als die der FH100. Anders sah es natürlich bei höheren ISO-Werten aus.
Dies Ergebnis bestätigt mich wieder einmal in meiner Meinung über "zu viele MP auf kleinen Sensoren". Wenn ein 12MP-Sensor nicht mehr Details zeigt als der 10MP-Sensor einer guten Kamera, dann ist bei 10MP offenbar die Auflösungsgrenze erreicht. Wenn Canon "nur" 10MP auf dem Sensor untergebracht hätte, dann hätte die Auflösung nicht gelitten, aber das Rauschverhalten wäre noch sensationeller gewesen. Aber man hat lobenswerterweise nicht einen 16MP-Sensor eingebaut. →mehr



Randschärfe

Hier die beiden Randschärfe-Motive, die meine Leser schon kennen. Zuerst das Motiv in der Altstadt:

Und hier der bekannte Ausschnitt am linken Bildrand (Links S100; rechts FH100)

Die S100 wurde auf 80 ISO (max. Schärfe) eingestellt und von 2,0 auf 4,0 abgeblendet. Die FH100 hatte 100 ISO und arbeitete mit offener Blende (3,2). Das Bild wurde auf 12MP hochgerechnet. Sonst wurde keinerlei Änderung vorgenommen.
Die FH100 beweist wieder ihr Können und die S100 kann sie keineswegs übertreffen.


Bei dem zweiten Motiv wird die Schärfe in der linken, oberen Ecke beurteilt. Auch hier war das Objektiv der S100 (links) auf Blende 4 abgeblendet, was der Schärfe sicherlich zugute kam. trotzdem ist auch hier die FH100 zumindest nicht schlechter, obwohl das Bild auf 12MP hochgerechnet wurde.
Die FH100 zeigt leichte Farbsäume, aber da habe ich schon sehr viel Schlimmeres gesehen ...

Zusammenfassend muss ich aber sagen, dass die etwas geringere Randschärfe der S100 natürlich auf dem Bildschirm nicht zu sehen ist. Da wirken beide Kameras gestochen scharf bis zum Rand.


Aber nicht alle Exemplare sind so gut! Meinem Leser, von dem die Vergleichsaufnahmen mit der G2 stammen, fiel bei seiner S100 eine deutliche Rand-Unschärfe auf. Krass war dies Problem bei 50mm auf dem nebenstehenden Bild zu erkennen. Hier zwei 1:1 Ausschnitte vom linken Rand (links) und Bildmitte (rechts).
 

Die Unschärfe trat nicht nur in den Bildecken auf, sondern bereits rel. weit vom linken Rand entfernt. Selbst bei Vollbildbetrachtung ist das erkennbar. Als Beweis hier das unveränderte Originalbild. Man achte u.a. auf die weißen Fensterkreuze links und in Bildmitte.  Manche behaupten ja, dass die Randschärfe-Analyse eine Marotte von mir ist, aber hier kann sich jeder selbst ein Bild machen, ob er so etwas tolerieren kann. Bei einer Kamera mit 15x Zoom für 250.- € akzeptiert man das evtl. noch, aber nicht bei einer Kamera mit 5x Zoom für über 400.- €
Mein Leser hat die Kamera zurückgegeben. Sein neues Exemplar hat keine Randschärfeprobleme!
Mich würde mal interessieren, ob andere Besitzer einer S100 ähnlich Erfahrungen gemacht haben.



GPS

Während meines Rundgangs durch Hannover, um die obigen Fotos zu machen, habe ich das GPS-Signal von der Kamera lfd. aufzeichnen lassen (logging). Das geschieht offenbar im Abstand von ca. 1 Minute, wodurch ich scheinbar durch Häuserzeilen und den Maschteich gewandert bin. Wer  seine Strecke exakt dokumentieren will, muss einfach an jeder Wegbiegung eine "Blindaufnahme" machen, um GPS zur Bestimmung eines Streckenpunktes zu veranlassen.
Mit der mitgelieferten Software "Map Utility" kann die Wanderstrecke auch zusammen mit der Satellitenansicht gezeigt werden. Alle Foto-Stopps werden gezeigt. →Beispiel

Der Logging-Modus frisst auch bei abgeschalteter Kamera Strom und ein Ersatzakku ist deshalb unbedingt erforderlich. Wird nur "GPS on" vorgegeben, dann werden die GPS-Daten erst mit dem Einschalten der Kamera angefordert. Es kann im ungünstigen Fall allerdings mehrere Minuten dauern, bis sie endlich exakt erfasst sind. Mal eben das Auto anhalten, schnell ein Foto (mit GPS-Daten) schießen und dann weiterfahren ist nicht drin. Nur wenn man kurz nach dem letzten Foto die Kamera wieder einschaltet, muss man nicht so lange warten, da die Kamera sich die vorherigen Daten ("zuständige" Satelliten) merkt und den Standort dann schneller findet.

Die in den Bilddateien gespeicherten GPS-Daten waren bei meinem ersten Test alles andere als exakt. Bei dem unten gezeigten Beispiel lagen sie ca. 60 Meter daneben und zum Auffinden des betr. Fotostandortes eigneten sie nur bedingt. Für alle 5 Testaufnahmen wurde mit konstanter Bosheit ein Standort an der falsche Seite des Gebäudes gezeigt. Der von mir grün eingezeichnete Punkt zeigt den tatsächlichen Standort meines zweiten "Randschärfe-Motivs!" (Altes Rathaus). Es befindet sich übrigens auf der nebenstehenden Karte am rechten oberen Endpunkt meiner Wanderung.

Und hier ein weiteres Beispiel. Drei Fotos, nacheinander vom gleichen Standort aufgenommen, ergaben zwar auch eine richtige Angabe (links), aber auch zwei weitere mit ca. 50 bzw. sogar 100 Meter Abweichung. Im freien Gelände mag das ja noch unkritisch sein, aber in einer Stadt ist so etwas fatal.

Auch mit der Genauigkeit des GPS-Logging war es bei einem zweiten Test nicht weit her. Hier das "Logging" einer Wanderung. Deutlich erkennt man drei Fehlmessungen (blau). Die eine beträgt ca. 500 Meter. Da ist mir keine Messung lieber als eine Fehlmessung. Bei einem Wanderweg ist das ja offenkundig, nicht aber bei einzelnen Fotos mit falschen GPS-Werten (sh. Bild oben).

Mit dem "Map-Utility"-Programm können zwar unsichere Messwerte (über niedrige Vorgaben für HDOP) aussortiert werden, aber dann werden nur die "sicheren" durch gerade Linien verbunden und der Streckenverlauf geht dadurch z.T. quer durch die Landschaft.
Bereits am 02.01.2012 habe ich Canon um eine Erklärung für dieser Abweichungen gebeten. Bisher habe noch keine Antwort erhalten, obwohl eine Antwort innerhalb zwei Tagen versprochen wird.
Nach zahllosen Versuchen gibt es bisher keine Erklärung für diese z.T. extremen Abweichungen. Fehlbestimmungen von bis zu 500 Meter treten immer wieder auf. Andererseits lagen die Abweichungen meist unter 20 Meter.
Mein Nokia-Handy benutze ich oft bei Wanderungen und Abweichungen von mehr als 20 Metern habe ich dabei noch nie erlebt.

Abschließend noch ein Schmankerl: Datum und Uhrzeit der Kamera können auf Wunsch über GPS korrigiert werden. Die Umstellung auf Sommerzeit geschieht damit automatisch.

 

Video

Zur  Beurteilung wurde wieder mein traditionelles Testbild verwendet. Wie zu erwarten war, lieferte die S100 bei 1080p eine entsprechend bessere Videoqualität als die FH100, die ja nur 720p bietet. Aber so deutlich schlechter ist die FH100 auch wieder nicht und auch diesmal hat sie den Rot-Ton exakter getroffen als ihr Gegner. Das Testbild bewegte sich übrigens leicht. Vvermutlich weil ich den Stabilisator nicht ausgeschaltet hatte, was bei Stativaufnahmen wohl notwendig ist.
Das Zoomen und Nachführen der Schärfe geschieht (fast) lautlos.
Bei 24 B/sek. ruckeln seitlich vorbeifahrende Autos zwar, aber bei normalen Motiven gibt es keine Probleme. Zur Erinnerung: Schmalfilme arbeiten mit 16 bzw. 18 B/sek..
Viel interessanter sind für mich aber die Eigenschaften bei schlechter Beleuchtung (Test im Tanzsaal), aber da habe ich erst nach den Ferien wieder Gelegenheit. In unserem Wohnzimmer herrschen aber gleiche Helligkeitsbedingungen. Hier habe ich gefilmt und mit den Videos der LX3 verglichen. Das Ergebnis war eindeutig besser. Die FH100 kann hier nicht mithalten. Sie rauscht sehr stark.
Mal wieder geärgert habe ich mich über den separaten Video-Auslöser. über den ich schon lange schimpfe (→mehr). Was allerdings nicht in der Gebrauchsanweisung erwähnt wird, ist die erfreuliche Tatsache, dass zum Beenden eines Videos der normale Auslöser verwendet werden kann! Der "richtige" Video-Knopf kann nämlich - im Gegensatz zu dem der FH100 - nicht "erfühlt" werden, was deshalb unvermeidlich zu einem Ruckeln am Ende eines Videos führt.
Warum bietet man nicht (zusätzlich) die Möglichkeit, mit der Wählrad-Einstellung "Video" auch zum Starten den normalen Auslöser zu nutzen? Das wäre nicht einmal besonders innovativ, denn andere Kameras bieten diese Möglichkeit.


Serienbilder

Auf diesem Gebiet hat die FH100 die Nase vorn. An die 40 Bilder/Sek. kann die S100 nicht klingeln und im HQ-Modus bieten beide Kameras zwar 10 bzw. 9,6 Bilder/Sek., aber die S100 macht schon nach 8 Bildern schlapp, die FH100 erst nach 20. Außerdem schaltet die FH100 während der Serie den Bildschirm nicht ab. Aber 8 Bilder sind mir völlig ausreichend.
Im Modus "normale Serienbilder" (mit Bestimmung der Entfernung und Belichtung für jede Aufnahme) bietet allerdings die S100 mit 0,8 gegenüber 0,5 Bilder/Sek. mehr. Beide Kameras machen dann beliebig viele Fotos.
Erfreulicherweise bietet auch die S100 einen Selbstauslöser, der drei Fotos nacheinander macht. Blitz ist dabei ebenfalls möglich. Die Abstände sind sogar (sinnvollerweise) kürzer als bei der FH100.


Rauschverhalten

Auf den üblichen Test des Rauschverhaltens werde ich verzichten, da hier die FH100 kein ernsthafter Gegner ist. Die S100 kann es nach den vorliegenden Testberichten sogar mit der G2 aufnehmen, obwohl deren 4/3" großer Sensor eine 5,7fach größere Fläche hat.
Als Beleg für die hervorragenden Eigenschaften bei hohen ISO-Werten kann hier ein auf 2MP verkleinertes Bild aus der Hannoverschen Marktkirche aufgerufen werden. es wurde mit Bl. 3,5; 1/60 Sek. und 3200 ISO aufgenommen und enthält alle Exif-Infos.
Durch solche Bilder wurde ich zu dem folgenden Test ermutigt. Ich behaupte ja schon seit Jahren, dass 100 ISO-Fotos von guten kleinen Kameras bei Bildschirmbetrachtung (bzw. bei 15x10 Papierbildern) für einen Laien nicht von SLR-Fotos zu unterscheiden sind. Wie sieht es aber aus, wenn der Gegner nicht eine Baby-SLR mit Standardobjektiv, sonder eine Canon 5D Mark II (Vollformat-Sensor, 21MP) ist? Dazu habe ich mir die Kamera eines Freundes ausgeliehen.
Einen ähnlichen Test habe ich vor über einem Jahr übrigens mit der LX5 gemacht.
Hier sind die beiden Gegner. Beide haben einen ähnlichen Zoombereich (24 bis 105 bzw.120 mm).
Als Motiv diente der für den Verzeichnungstest verwendete Wohnzimmerschrank. Die "Helligkeit" entsprach fast exakt der, die bei meinem Test im Tanzsaal herrscht. (bei Bl. 2,8; 100 ISO; 1/2 Sek. nötig)
Zur Beurteilung wurden alle Bilder der gleichen Prozedur unterworfen, mit der ich üblicherweise meine Fotos bearbeite: Für meine 16:9 Bildschirme wird zunächst ein entspr. Ausschnitt aus dem Foto gewählt und der wird dann auf meine "Standardhöhe" (1200 Pixel) heruntergerechnet.
Bei 1:1 Betrachtung der Originale gibt es natürlich deutliche Unterschiede. Die spannende Frage war aber, unterscheiden sich die Fotos der beiden Kameras nach der "Standarisierung" immer noch deutlich? Da bei 100 ISO ohnehin kein Unterschied zu erwarten war, habe ich gleich bei 400 ISO begonnen. Das so reduzierte 400 ISO-Bild der S100 kann übrigens hier aufgerufen werden.
Praxisgerecht habe ich zunächst das 400 ISO-Bild der S100 mit dem 1600 ISO Bild der großen Kamera verglichen, da bei 24mm die S100 einen Blendenvorsprung von über zwei Stufen (2,0 / 4,5) hat. Hier die beiden Bildausschnitte aus dem rel. gleichmäßig hellen Bereich.

Aber um nicht zu viele wütende Proteste zu ernten, folgt hier der Vergleich bei 1600 ISO (beide)
(Blende 2,0; 1/50 Sek.)

 

Und dann ritt mich der Teufel und ich habe noch den Vergleich bei 3200 ISO durchgeführt:

Zugegeben, in den dunklen Bereichen war die Große eindeutig besser, aber in den hellen war der Unterschied erstaunlich gering. Wer hätte das von einem solchen Zwerg wohl erwartet, dessen Sensor nur 1/20 der Fläche hat? Beide Testbilder sind völlig unveränderte JPG bzw. RAW-Dateien. Sicherlich ließe sich die Schärfe der Mark II nachträglich noch erhöhen, aber hier ging es ja um das Rauschverhalten und die Farbwiedergabe bei hohen ISO-Werten.

Da ich viele Anfragen zu diesen Bildern erhielt, stelle ich hier die auf 6MP reduzierten, aber unveränderte Bilder der S100 und Mark II bei 3200 ISO zur Verfügung. In der dunklen rechten Ecke ist besonders die S100 schwächer als in den hellen Bildbereichen. Die dunklen Bereich sind tatsächlich auch sehr viel dunkler als die beleuchteten Bereich. Hätte ich bei dieser Beleuchtung ein Motiv ohne große Kontraste (Schattenbereiche) fotografiert, wäre das ganze Bild so rauscharm, wie auf den hier gezeigten Bildausschnitten. Paradebeispiel ist das  Bild in der Marktkirche bei 3200 ISO, wo es nur hellere Bereiche (Fenster) aber keine Schattenbereiche gab.
Anders ausgedrückt: Bei diesem Test habe ich die Testbedingungen der üblichen Farbtafel-Tests (sh. unten) bei verschiedenen ISO-Werten nachgestellt. Auch diese Tests sagen nichts darüber aus, wie gut die Kamera mit Schattenbereichen zurechtkommt. →mehr.
Das leitet über zu dem folgenden Vergleich

Vergleich mit der G2 (4/3" Sensor)

Hier ein Vergleich mit einer anderen Kamera, der das Rauschverhalten der S100 im Schatten zeigt:

Ein Leser stellte mir zahlreiche Vergleichsfotos seiner S100 mit der Panasonic G2 zur Verfügung. Hier ein Beispiel vom Rathausplatz in Kempten/Allgäu, aufgenommen mit 28mm Brennweite. Der Helligkeitsunterschied zwischen dem weißen, sonnenbeschienenen Rathaus und den tiefen Schatten an linken Bildrand ist allerdings enorm.
In den hellen Bildbereichen kann die S100 - selbst bei 1.1 Betrachtung - bezüglich Rauschen und Schärfe mit der G2 gut mithalten.


Aber trotz 80 ISO zeigt die S100 im Schattenbereich deutliches Rauschen. Hier zeigt sich, dass die G2 - durch ihre deutlich größeren Sensorzellen (ebenfalls "nur" 12MP aber auf 5x größerem Sensor) - über mehr "Reserven" beim kamerainternen Aufhellen von dunklen Bereichen verfügt. →Mehr Infos
Hier die 1:1 Ausschnitte:

Bei trüben Wetter (ohne große Helligkeitsunterschiede) rauscht die S100 in diesem Bildbereich natürlich deutlich weniger.

Vergleich mit der G2 bei höheren ISO-Werten
Von dem Leser erhielt ich auch viele interessante Vergleichsfotos bei höheren ISO-Werten und ohne große Helligkeitsunterschiede. Berücksichtigt man, dass die S100 gegenüber dem Standardobjektiv fast aller Systemkameras im WW-Bereich bis ca. 40mm einen Blendenvorsprung von mind. einer Blende (= einer ISO-Stufe) bietet, dann muss man 800 ISO-Bilder der S100 mit 1600 ISO-Bildern der Systemkameras vergleichen. Hier 1:1 Ausschnitte aus zwei Bildern, aufgenommen in der Lorenzkirche (Kempten) mit 1/25 Sek. und 28mm Brennweite. Die S100 erlaubte (wegen Blende 2,2) 800 ISO, während die G2 (max. Blende 3,5) 1600 ISO erforderte. Unter diesen Bedingungen ist das Bild der S100 eindeutig schärfer und zeigt weniger Rauschen, obwohl die G2 einen über 5x größeren Sensor hat. Das auf meine "Standardgröße" reduzierte Bild der S100 kann hier aufgerufen werden.

Noch verblüffender ist der direkte Vergleich bei 3200 ISO. Selbst da schneidet die S100 nicht schlechter als die G2 ab. Andererseits ... empfehlenswert ist 3200 ISO bei keiner der beiden.
Hier die 1:1 Ausschnitte:


Makro


Meine "Testbriefmarke" kann bei 24mm noch vollständig fotografiert werden. Allerdings ist das Objektiv ihr dann so nah, dass es bereits abschattet. Aber bei entspr. angepasster Beleuchtung lässt sich das vermeiden. Die Verzeichnung hält sich in Grenzen. Allerdings war die Makro-Aufnahme der F10 eindeutig schärfer.
Ich verstehe bis heute nicht, warum sich manche Tester an extrem kurzen Aufnahmedistanzen aufgeilen. →mehr

Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, etwas weiter zurück zu gehen und eine etwas längere Brennweite zu wählen. Dann wird die Briefmarke zwar nicht mehr formatfüllend, aber völlig verzerrungsfrei aufgenommen.


Farbwiedergabe

Zum Test der Farbwiedergabe habe ich wieder mein "Bananen-Stillleben" verwendet. Die S100 (oben) neigt in der Standard-Vorgabe zu intensiveren Farben, wie die FH100 (unten), die ich schon in der Sättigung auf "-1" gesetzt habe. Die F31 (mitte) hat mal wieder die natürlichsten Farben. Allerdings beherrschen die beiden modernen Kameras das Problem des Schlagschattens durch die tiefstehende Wintersonne deutlich besser. Auch die Reflexe auf der Apfelsine werden besser bewältigt. (Eingestellt war "automatische Kontrastkorrektur").

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Verzeichnung

Die Verzeichnung bei 24mm WW ist bei entspr. Motiven durchaus erkennbar, aber ich habe schon sehr viel Schlimmeres gesehen.


Blitz

Der Blitz leuchtet zwar bei 24mm eine weiße Wand nicht perfekt gleichmäßig aus, aber bei "real-live" Fotos fällt das nicht unangenehm auf.
Er ist erfreulich weit vom Objektiv entfernt (keine rote Augen) und es besteht keine Gefahr, dass man ihn versehentlich mit der Hand verdeckt (das ist bei der FH100 fast unvermeidlich). Allerdings gibt es oft die Situation, dass man versehentlich das Ausfahren behindert. Und dann muss die Kamera erst einmal ausgeschaltet werden. Bei anderen Kameras kann man den Blitz dann einfach wieder hineindrücken. Warum hier nicht?

 

Monitor

Der Monitor hat zwar das Seitenverhältnis 3:2, nutzt es aber - gleichgültig welches Seitenverhältnis man wählt - nicht die volle Breite. Es bleibt immer rechts ein mehr oder weniger breiter Bereich schwarz.
Selbst bei (fast) Dunkelheit zeigt der S100 Monitor eindeutig ein helleres und rauschfreieres Bild. Brillanter ist er außerdem. Die Spiegelungen sind bei beiden störend, können aber durch eine spezielle Folie gemildert werden.
Nach halben Eindrücken des Auslösers gibt der Monitor zu erkennen, welche Blende, Zeit und ISO-Einstellung die Kamera wählen will. Die Brennweite wird zuvor nur als Balkendiagramm gezeigt. Die FH100 zeigt die gewählte (umgerechnete) Brennweite. 
Nach der Aufnahme werden (auf Wunsch) überbelichtete Bereiche durch Blinken angezeigt und auch das Histogramm, ISO, Belichtungszeit und Blende können aufgerufen werden. Was ich vermisse ist die (umgerechnete) Brennweite. Die FH100 zeigt sie vor und nach der Aufnahme an. Sie steht sogar in den Exif-Daten. Lediglich wenn man den "Ring" entspr. programmiert, bekommt man vor der Aufnahme die Brennweite gezeigt.



"Telekonverter"

Neben dem "Smartzoom" bietet die S100 auch einen 1,5x und 2x "Telekonverter", für Kunden, denen 120 mm Tele nicht genug sind. Denen wird dann suggeriert, dass sie eine Kamera mit einem 36-180mm bzw. 48-240mm Objektiv haben. Dann wird bei allen "Brennweiten" nur ein Teil des Sensors verwendet. Zumindest im Bereich der optischen Brennweiten ist das reichlich sinnlos. Der "Lichtstärkengewinn" beträgt knapp eine bzw. 1,5 ISO-Stufen, was bei der Rauschfreiheit der S100 nicht sonderlich zu Buche schlägt. →mehr


HDR

Die S100 bietet zwar - wie die FH100 - die Möglichkeit, in schneller Folge drei Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten zu machen und die dann von der Kamera zu einem HDR-Bild zusammensetzen zu lassen. Aber das ist bei der S100 nur mit Stativ möglich und das schränkt die Anwendung sehr ein. Andere Kameras erlauben Freihand-Aufnahmen, die allerdings dann zwangsläufig am Rand beschnitten werden, um Bewegungen auszugleichen.
Außerdem war bei meinen Tests das Ergebnis nicht viel besser als bei Einsatz der automatischen Kontrastkorrektur.


RAW

Lobenswert ist die Möglichkeit RAW+JPG zu speichern. Das geht erstaunlich schnell. Bei bestimmten Motiven kann dann auf die RAW-Datei zurückgegriffen werden, um das Bild zu optimieren. Getestet habe ich das aber nicht.


Panorama-Aufnahmen

Für Panorama-Aufnahmen nutzt die S100 nicht die Möglichkeiten des schnellen CMOS-Sensors, sondern bietet lediglich eine manuelle Funktion an, die vor fast 10 Jahren schon meine Ixus 400 bot.
Heutzutage erwartet man mehr.


Nachtaufnahmen

Der Test wurde mit max. Belichtungszeit (15 bzw. 30 Sek.), offener Blende (2,0 bzw. 3,2)  und Basis-ISO (80 bzw. 100) durchgeführt. Das Bild der FH100 war etwas heller, aber darum ging es gar nicht.

Die Frage war vielmehr, welche Kamera bei 1:1 mehr Details zeigte. Obwohl das Bild der FH100 auf 12MP hochgerechnet wurde, ist es eindeutig schärfer. Im Übrigen war der Aufwand, die FH100 zu der Aufnahme zu veranlassen, deutlich geringer. Bei der S100 gab es zunächst einige Fehlversuche. U.a. musste der Stabilisator unbedingt abgeschaltet werden..


Stabilisator

Bei einem Kurztest des Stabilisators habe ich drei Fotos bei 120mm Tele und 1/8 Sek. aus der Hand aufgenommen. Nach alter Fotografenregel hätte ich mindestens 1/120 Sek. verwenden müssen. Und in meinem Alter hat man ohnehin nicht mehr die ruhigsten Hände. Aber oh Wunder, alle drei waren durchaus verwendbar, zwei fast optimal scharf.

 



Zusammenfassung meiner Testergebnisse

Hier zähle ich nur meine positiven und negativen Testergebnisse auf. Dass die Kamera sehr schlank ist und einen rel. großen Zoombereich usw. hat, geht ja bereits aus der Spezifikation hervor.

Positiv:

  • Geringes Rauschen auch bei hohen ISO Werten (in hellen Bereichen)
  • Sehr gute Schärfe bei allen Brennweiten
  • Sehr gute Video-Eigenschaften
  • Wirksamer Stabilisator
  • Gute Farbwiedergabe
  • Die mitgelieferte GPS-Software "Map Utility" ist sehr gut

Negativ:

  • HDR-Funktion erfordert ein Stativ
  • Ungünstig platzierter Video-Auslöser
  • Mechanisch ausfahrender Blitz kann Probleme machen
  • (Umgerechnete) Brennweite wird nicht gezeigt
  • GPS und Logging funktionieren aus bisher ungeklärter Ursache nicht immer exakt
  • Selbst bei 80 ISO merkliches Rauschen in tiefen Schattenbereichen
  • Bei Stativ-Aufnahmen muss der Stabilisator unbedingt abgeschaltet werden, sonst gibt es Probleme bei Fotos und Videos. Die Kamera erkennt die Situation nicht automatisch.

 

Achtung: Bei der letzten Überarbeitung eingefügte Texte sind grün markiert!

 


Abschlusskommentar

Fast könnte man glauben, dass Canon mein "Lastenheft" für meine kleine Wunschkamera (Juni 2011) gelesen hat. Bis auf die Fokusgeschwindigkeit und die Akkugröße sind alle Forderungen erfüllt, z.T. sogar deutlich übererfüllt. Meine Testergebnisse haben die unten aufgelisteten Resultate überwiegend bestätigt, allerdings auch zusätzliche Schwächen aufgezeigt. Es bleibt aber dabei: Derzeit gibt es keine bessere kleine Kamera als die S100.

Man muss Canon zu der konsequenten Entwicklung einer flachen aber sehr hochwertigen Kamera gratulieren.

Henner, 04.01.2012

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Werde ich jetzt meine derzeitige FH100, in den Ruhestand schicken und eine S100 kaufen? Klare Antwort: Solange die S100 noch so teuer ist, halte ich meiner FH100 die Treue. Da ich fast ausschließlich mit 100 ISO fotografiere, kann die FH100 im Bereich 24-120mm bezüglich Schärfe und Rauschen mit der S100 voll mithalten.
Wer aber derzeit keine so gute kleine Kamera hat, mit 120mm Tele zufrieden ist und besonders, wer gern "Available Light" Fotos macht, dem kann ich die S100 sehr empfehlen. Bessere Fotos als mit fast allen anderen kleinen Kameras wird er damit erzielen.
Die Kontrolle der Randschärfe des gekauften Exemplars ist aber dringend zu empfehlen.

Henner, 16.01.2012

 




 

Andere Testberichte


ePhotozine

Im ausführlichen (englischen) Testbericht bei ePhotozine wird die Bildqualität gelobt. Bemängelt wird die Fokus-Geschwindigkeit (0,35 Sek. gegenüber z.B. 0,3 der LX5).

Bildqualität bei 400 ISO
Aus dem obigen Bericht und den ePhotozine-Tests der FH100 und GF2 habe ich die folgenden 1:1 Ausschnitte für einen Vergleich benutzt.
Erkennbar ist, dass die FH100 bereits bei 400 ISO keine Chance gegen die S100 hat; Besonders bei den Rot-Tönen, wegen der von mir festgestellten "Ausblutung". Bezüglich Schärfe kann die FH100 offenbar mithalten.
Wie aber fällt der Vergleich mit einer modernen Systemkamera aus? Schließlich sollen die Bilder der "Kleinen" (zumindest am Bildschirm) nicht von Fotos einer Systemkamera (mit deutlich größerem Sensor!) zu unterscheiden sein. Bei einem gründlichem Vergleich der Original-Testbilder konnte ich keinen Unterschied feststellen! Da ich überwiegend im Weitwinkelbereich ( 24 - 40mm) fotografiere, hat die S100 sogar einen "Vorsprung" von mind. einer Blendenstufe und deshalb muss jede Systemkamera (mit Kit-Objektiv) mind. 800 ISO anstatt 400 ISO benutzen. Dann ist die S100 sogar eindeutig besser als die GF2.



Techradar

Auch techradar.com hat inzwischen die S100 getestet. Mit einer Auflösung von 2200 Z/B (Zeilen/Bildhöhe) übertrifft sie die LX5 und G12 und liegt dicht unter der GF2 (4/3" Sensor). Wirklich erstaunlich für eine Kamera mit einem 1/1,7" Sensor!

techradar.com zeigt auch einen Vergleich der S100 mit den hochwertigen (aber deutlich "dickeren" Rivalen: Nikon P7100, Olympus XZ-1 und Canon G12. Bezüglich Rausch-Abstand übertrifft die S100 alle drei, Bezüglich Dynamik-Umfang sind die drei Rivalen nur im Bereich 200 bis 800 ISO besser.
Als praktisch einziger Nachteil wird nur der Preis genannt.


PhotographyBLOCK

PhotographyBLOG bietet auch einen sehr ausführlichen Test. Ebenfalls voll des Lobes.


c|net

Es gibt auch ausführliche Testberichte auf deutsch! c|net.de titelt mit "superkompaktes Fotowunder". Ein ausführlicher Vergleich der Aufnahmegeschwindigkeiten mit den Rivalen der S100 zeigt, dass sie bei der Startzeit und Bildfolgezeit so "langsam" ist, wie die Canon G12 und Samsung EX1. In der für mich maßgeblichen Fokusgeschwindigkeit bei Tageslicht gibt es keinerlei Unterschiede zwischen den Kameras.


Gizmodo

Eher in das Kuriositätenkabinett gehört der Testbericht von Gizmodo. Der Autor bezeichnet die Kamera als "erstaunlich gut". Aber sie ist ihm zu klein und da der Akku nur 200 Fotos erlaubt, wird er die Kamera nicht kaufen. Sobald diese "Kinderkrankheit" beseitigt sei, würde er die Kamera uneingeschränkt empfehlen.


Chip online

Auch Chip kommt im Testbericht zu einer sehr positiven Beurteilung. Aber sie stellen offenbar das gleiche Problem wie dpreview fest: Randunschärfe bis zu 19% (wegen schlechter Justierung?). Auf dem Testbild ist allerdings m.E. am Rande - auch bei 1:1 - keine merkliche Schwäche erkennbar. Nur in den Ecken - besonders unten links - ist eine Schwäche erkennbar. Bei 24mm und Blende 2,0 ! Ist evtl. auch bedingt durch die interne Korrektur der Verzeichnung?
Die "ruckelnde Bewegungsdarstellung" ist bei 24 B/Sek. bei schnellen Bewegungen zu erwarten. Ggf. kann man ja auf die - völlig ausreichende - 720/30 umschalten.


digitalkamera.de

Nun liegt auch der (Labor)-Testbericht von digitalkamera.de vor. Interessant daran. die S100 rüttelt am Thron der hochgelobten Fuji X10 !  Bezüglich Bildrauschen ist die S100 gleichauf, bezüglich Signal-Rauschabstand ist sie sogar deutlich besser. Bis 1600 ISO kann sie gut eingesetzt werden.
Die Schärfe im Bildzentrum wird als "äußerst gut" bezeichnet. Allerdings fällt sie zu den Ecken hin um gut 25% ab, was auch durch abblenden nicht verhindert werden kann. Bemängelt wird die rel. lange Auslöse- + Fokusverzögerung von 0,5 Sekunden. Da gibt es inzwischen schnellere Kameras.
Im sog. Kompakttest bescheinigt digitalkamera.de der S100 "...
Am beeindruckendsten ist aber die ausgesprochen gute Bildqualität, die Canon aus dem neuen Zwölfmegapixelsensor im Formfaktor 1/1,8" heraus holt. Sowohl bei der Rauschfreiheit als auch beim Detailerhalt setzt die S100 neue Maßstäbe und kann sogar die Fujifilm FinePix X10, die einen etwas größeren Sensor besitzt, in dieser Disziplin minimal übertrumpfen...."


PLAYER.de

Auch bei deren Testbericht wird die S100 in den höchsten Tönen gelobt. Als Nachteile wurden nur leichte Randunschärfe und Verzeichnung bei WW gefunden. Und es wird festgestellt, dass die Fotos einer Vollformat(!)-Kamera noch etwas schärfer sind.


"test.de"

Auch "test" hat jetzt die S100 getestet. Zwar wurde sie mit "gut" eingestuft, aber "test"-üblich ist der Bericht nicht sonderlich erhellend. So werden  HDR-  und "Panorama-Funktion" aufgezählt, aber nicht deren eingeschränkte Wirkungsweise erwähnt. Dafür wird aber akribisch aufgelistet, dass die Kamera nicht wasserdicht ist und keine Diktierfunktion bietet. Die Bildqualität bei "wenig Licht" erhält nur ein +. Mit welcher Kamera hat man da verglichen? Andererseits wird gesagt: "Kamera löst schnell aus". Andere kleine (z.B. Casio ZR20) sind heutzutage 3x schneller!

 



Zusammenfassung aus allen bisherigen Berichten

Als gesichert können folgende Ergebnisse gelten:
  • Schärfe in Bildmitte ist extrem gut
  • Schärfe bei 24mm nimmt zu den Ecken hin um ca. 20% ab. Kann durch Abblenden nicht reduziert werden!
  • Rauschverhalten kann mit der Fuji X10 und sogar mit mit 4/3" Systemkameras mithalten
  • Bis 200 ISO hat die Kamera einen hervorragenden Dynamikumfang von fast 10,5 Blendenstufen.
  • Weißabgleich und Farbwiedergabe ist sehr gut
  • Geringe Farbsäume können in den Randbereichen auftreten
  • Bei 24mm, aber auch bei 50mm ist die (tonneförmige) Verzeichnung bis zu 1,5%
  • Der Verwacklungsschutz arbeitet erstaunlich gut, sogar bei 1/2 Sek. und 120mm
  • Reine Auslöseverzögerung nicht "Stand der Technik" (0,05 Sek.)
  • Auslöseverzögerung+Fokuszeit ist länger als bei den besten anderen Kompaktkameras. Ist aber vorbildlich exakt.
  • Der Blitz leuchtet bei 24mm das Motiv nicht gleichmäßig aus
  • HDR-Funktion ist nur mit Stativ möglich (Könnte mit Software-Update beseitigt werden)
  • 1080/24 Video ist für schnelle Bewegungen weniger geeignet
  • Video- und Tonqualität sind sehr gut
  • Zoomen bei Video ist möglich, Motorgeräusch ist hörbar

 


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Start dieser Seite am 18.09.2011


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Letzte Überarbeitung: 03.02.2012