Canon S100 Testbericht |
Die S100 erfüllt fast
alle meine Anforderungen an eine "Wunschkamera".
Lediglich die Möglichkeit, einen starken Zusatzblitz anzuschließen,
fehlt. Im Gegensatz zur Fuji X10 handelt es sich hier um eine echte Taschenkamera für anspruchsvolle Käufer, die nicht mit vielen MP und Supertele protzen wollen. Aber die S100 bietet mehr WW und Tele als alle Systemkameras mit Kit-Objektiv. |
Zunächst die Pros und Contras aus den technischen Daten:
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Meine persönliche Meinung zu den "Contras": Kein Blitzschuh Kein Durchsichtsucher Kein beweglicher Monitor Bei Tele rel. lichtschwach Rel. schwacher Akku Teuer |
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Vorab-Kommentar Canon hat (nach den vorliegenden Daten)
alles richtig gemacht. Auf eine solche Kamera warten viele anspruchsvolle
Käufer, die eine echte Taschenkamera als "Zweitkamera" suchen. Die
Fuji X10 mag noch besser sein, aber sie ist viel zu dick und kommt deshalb
als Taschenkamera keineswegs in Frage. Canon hat konsequent eine
"schlanke" Kamera angestrebt und dafür auf lichtstarkes Tele, beweglichen
Monitor, Durchsichtsucher und großen Akku verzichtet. Trotzdem (deshalb) ist die S100
für mich optimal ... wenn die Bildqualität gut ist! Henner, 19.09.2011 |
Eigene Testergebnisse
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![]() Hier ist die S100, eingerahmt von meinen "Vergleichskameras" FH100 und F31. Natürlich weiß ich, dass die S100 eigentlich (zumindest bezüglich höherer ISO-Werte) in einer anderen Liga spielt, aber trotzdem ist sicherlich ein Vergleich mit der FH100 aufschlussreich, da die sich ja ganz wacker gegen die LX5 und XZ-1 geschlagen hat. |
Auflösung
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Nur für wenige Minuten kam heute bei meinem Rathausbild die Sonne hervor. Die S100 (links) erwischte noch volle Sonne, bei der FH100 (rechts) war sie schon leicht verschleiert.
An der Struktur der Dachziegel und besonders am folgenden Detailbild ist eindeutig zu erkennen, dass die S100 in Bildmitte eine hervorragende Schärfe besitzt.
Den Unterschied zwischen
beiden Kameras sieht man allerdings nur bei starken
Ausschnittvergrößerungen oder sehr großen Postern. |
| Hier die beiden
Randschärfe-Motive, die meine Leser schon kennen. Zuerst das Motiv in
der Altstadt:
Und hier der bekannte Ausschnitt am linken Bildrand (Links S100; rechts FH100)
Die S100 wurde auf 80 ISO (max. Schärfe)
eingestellt und von 2,0 auf 4,0 abgeblendet. Die FH100 hatte 100 ISO und
arbeitete mit offener Blende (3,2). Das Bild wurde auf 12MP hochgerechnet.
Sonst wurde keinerlei Änderung vorgenommen.
Zusammenfassend muss ich aber sagen, dass die etwas geringere Randschärfe der S100 natürlich auf dem Bildschirm nicht zu sehen ist. Da wirken beide Kameras gestochen scharf bis zum Rand. |
![]() Aber nicht alle Exemplare sind so gut! Meinem Leser, von dem die Vergleichsaufnahmen mit der G2 stammen, fiel bei seiner S100 eine deutliche Rand-Unschärfe auf. Krass war dies Problem bei 50mm auf dem nebenstehenden Bild zu erkennen. Hier zwei 1:1 Ausschnitte vom linken Rand (links) und Bildmitte (rechts).
Die Unschärfe
trat nicht nur in den Bildecken auf, sondern bereits rel. weit vom linken
Rand entfernt. Selbst bei Vollbildbetrachtung ist das erkennbar. Als
Beweis hier das unveränderte
Originalbild. Man achte u.a. auf die weißen Fensterkreuze links und in
Bildmitte. Manche behaupten ja, dass die Randschärfe-Analyse eine
Marotte von mir ist, aber hier kann sich jeder selbst ein Bild machen, ob
er so etwas tolerieren kann. Bei einer Kamera mit 15x Zoom für 250.- €
akzeptiert man das evtl. noch, aber nicht bei einer Kamera mit 5x Zoom für
über 400.- € |
Während
meines Rundgangs durch Hannover, um die obigen Fotos zu machen, habe ich
das GPS-Signal von der Kamera lfd. aufzeichnen lassen (logging). Das geschieht
offenbar im Abstand von ca. 1 Minute, wodurch ich scheinbar durch
Häuserzeilen und den Maschteich gewandert bin. Wer
seine Strecke exakt dokumentieren will, muss einfach an jeder Wegbiegung
eine "Blindaufnahme" machen, um GPS zur Bestimmung eines Streckenpunktes
zu veranlassen. Mit der mitgelieferten Software "Map Utility" kann die Wanderstrecke auch zusammen mit der Satellitenansicht gezeigt werden. Alle Foto-Stopps werden gezeigt. →Beispiel
Der Logging-Modus frisst auch bei abgeschalteter
Kamera Strom und ein Ersatzakku ist deshalb unbedingt erforderlich. Wird
nur "GPS on" vorgegeben, dann werden die
GPS-Daten erst mit dem Einschalten der
Kamera angefordert. Es kann im ungünstigen Fall allerdings mehrere Minuten dauern, bis sie endlich
exakt erfasst sind. Mal eben das Auto anhalten, schnell ein Foto (mit GPS-Daten)
schießen und dann weiterfahren ist nicht drin. Nur
wenn man kurz nach dem letzten Foto die Kamera wieder einschaltet, muss man nicht so lange warten,
da die Kamera sich die vorherigen Daten ("zuständige" Satelliten) merkt
und den Standort dann schneller findet. |
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Und hier ein weiteres Beispiel. Drei Fotos, nacheinander vom gleichen Standort aufgenommen, ergaben zwar auch eine richtige Angabe (links), aber auch zwei weitere mit ca. 50 bzw. sogar 100 Meter Abweichung. Im freien Gelände mag das ja noch unkritisch sein, aber in einer Stadt ist so etwas fatal.
Auch mit der Genauigkeit des GPS-Logging war es bei einem zweiten Test nicht weit her. Hier das "Logging" einer Wanderung. Deutlich erkennt man drei Fehlmessungen (blau). Die eine beträgt ca. 500 Meter. Da ist mir keine Messung lieber als eine Fehlmessung. Bei einem Wanderweg ist das ja offenkundig, nicht aber bei einzelnen Fotos mit falschen GPS-Werten (sh. Bild oben).
Mit dem
"Map-Utility"-Programm können zwar unsichere Messwerte (über
niedrige Vorgaben für HDOP) aussortiert werden, aber dann werden nur die
"sicheren" durch gerade Linien verbunden und der Streckenverlauf geht
dadurch z.T. quer durch die Landschaft. |
Video
Zur
Beurteilung wurde wieder mein traditionelles
Testbild verwendet. Wie zu erwarten war, lieferte die S100 bei 1080p
eine entsprechend bessere Videoqualität als die FH100, die ja nur 720p
bietet. Aber so deutlich schlechter ist die FH100 auch wieder nicht und
auch diesmal hat sie den Rot-Ton exakter getroffen als ihr Gegner. Das
Testbild bewegte sich übrigens leicht. Vvermutlich weil ich den
Stabilisator nicht ausgeschaltet hatte, was bei Stativaufnahmen wohl
notwendig ist.Das Zoomen und Nachführen der Schärfe geschieht (fast) lautlos. Bei 24 B/sek. ruckeln seitlich vorbeifahrende Autos zwar, aber bei normalen Motiven gibt es keine Probleme. Zur Erinnerung: Schmalfilme arbeiten mit 16 bzw. 18 B/sek.. Viel interessanter sind für mich aber die Eigenschaften bei schlechter Beleuchtung (Test im Tanzsaal), aber da habe ich erst nach den Ferien wieder Gelegenheit. In unserem Wohnzimmer herrschen aber gleiche Helligkeitsbedingungen. Hier habe ich gefilmt und mit den Videos der LX3 verglichen. Das Ergebnis war eindeutig besser. Die FH100 kann hier nicht mithalten. Sie rauscht sehr stark. Mal wieder geärgert habe ich mich über den separaten Video-Auslöser. über den ich schon lange schimpfe (→mehr). Was allerdings nicht in der Gebrauchsanweisung erwähnt wird, ist die erfreuliche Tatsache, dass zum Beenden eines Videos der normale Auslöser verwendet werden kann! Der "richtige" Video-Knopf kann nämlich - im Gegensatz zu dem der FH100 - nicht "erfühlt" werden, was deshalb unvermeidlich zu einem Ruckeln am Ende eines Videos führt. Warum bietet man nicht (zusätzlich) die Möglichkeit, mit der Wählrad-Einstellung "Video" auch zum Starten den normalen Auslöser zu nutzen? Das wäre nicht einmal besonders innovativ, denn andere Kameras bieten diese Möglichkeit. |
Serienbilder
| Auf diesem Gebiet hat die FH100 die Nase
vorn. An die 40 Bilder/Sek. kann die S100 nicht klingeln und im HQ-Modus
bieten beide Kameras zwar 10 bzw. 9,6 Bilder/Sek., aber die S100 macht
schon nach 8 Bildern schlapp, die FH100 erst nach 20. Außerdem schaltet
die FH100 während der Serie den Bildschirm nicht ab. Aber 8 Bilder sind
mir völlig ausreichend. Im Modus "normale Serienbilder" (mit Bestimmung der Entfernung und Belichtung für jede Aufnahme) bietet allerdings die S100 mit 0,8 gegenüber 0,5 Bilder/Sek. mehr. Beide Kameras machen dann beliebig viele Fotos. Erfreulicherweise bietet auch die S100 einen Selbstauslöser, der drei Fotos nacheinander macht. Blitz ist dabei ebenfalls möglich. Die Abstände sind sogar (sinnvollerweise) kürzer als bei der FH100. |
Rauschverhalten
Auf den üblichen Test des Rauschverhaltens
werde ich verzichten, da hier die FH100 kein ernsthafter Gegner ist. Die
S100 kann es nach den vorliegenden Testberichten sogar mit der G2
aufnehmen, obwohl deren 4/3" großer Sensor eine 5,7fach größere Fläche
hat. Als Beleg
für die hervorragenden Eigenschaften bei hohen ISO-Werten kann hier ein
auf 2MP verkleinertes
Bild aus der Hannoverschen Marktkirche aufgerufen werden. es wurde mit
Bl. 3,5; 1/60 Sek. und 3200 ISO aufgenommen und enthält alle Exif-Infos.Durch solche Bilder wurde ich zu dem folgenden Test ermutigt. Ich behaupte ja schon seit Jahren, dass 100 ISO-Fotos von guten kleinen Kameras bei Bildschirmbetrachtung (bzw. bei 15x10 Papierbildern) für einen Laien nicht von SLR-Fotos zu unterscheiden sind. Wie sieht es aber aus, wenn der Gegner nicht eine Baby-SLR mit Standardobjektiv, sonder eine Canon 5D Mark II (Vollformat-Sensor, 21MP) ist? Dazu habe ich mir die Kamera eines Freundes ausgeliehen. Einen ähnlichen Test habe ich vor über einem Jahr übrigens mit der LX5 gemacht. |
Hier sind die
beiden Gegner. Beide
haben einen ähnlichen Zoombereich (24 bis 105 bzw.120 mm). Als Motiv diente der für den Verzeichnungstest verwendete Wohnzimmerschrank. Die "Helligkeit" entsprach fast exakt der, die bei meinem Test im Tanzsaal herrscht. (bei Bl. 2,8; 100 ISO; 1/2 Sek. nötig) Zur Beurteilung wurden alle Bilder der gleichen Prozedur unterworfen, mit der ich üblicherweise meine Fotos bearbeite: Für meine 16:9 Bildschirme wird zunächst ein entspr. Ausschnitt aus dem Foto gewählt und der wird dann auf meine "Standardhöhe" (1200 Pixel) heruntergerechnet. Bei 1:1 Betrachtung der Originale gibt es natürlich deutliche Unterschiede. Die spannende Frage war aber, unterscheiden sich die Fotos der beiden Kameras nach der "Standarisierung" immer noch deutlich? Da bei 100 ISO ohnehin kein Unterschied zu erwarten war, habe ich gleich bei 400 ISO begonnen. Das so reduzierte 400 ISO-Bild der S100 kann übrigens hier aufgerufen werden. Praxisgerecht habe ich zunächst das 400 ISO-Bild der S100 mit dem 1600 ISO Bild der großen Kamera verglichen, da bei 24mm die S100 einen Blendenvorsprung von über zwei Stufen (2,0 / 4,5) hat. Hier die beiden Bildausschnitte aus dem rel. gleichmäßig hellen Bereich.
Aber um nicht zu viele wütende
Proteste zu ernten, folgt hier der Vergleich bei 1600 ISO (beide)
Und dann ritt mich der Teufel und ich habe noch den Vergleich bei 3200 ISO durchgeführt:
Zugegeben, in den dunklen Bereichen war die Große eindeutig besser, aber in den hellen war der Unterschied erstaunlich gering. Wer hätte das von einem solchen Zwerg wohl erwartet, dessen Sensor nur 1/20 der Fläche hat? Beide Testbilder sind völlig unveränderte JPG bzw. RAW-Dateien. Sicherlich ließe sich die Schärfe der Mark II nachträglich noch erhöhen, aber hier ging es ja um das Rauschverhalten und die Farbwiedergabe bei hohen ISO-Werten.
Da ich viele Anfragen zu diesen Bildern
erhielt, stelle ich hier die auf 6MP reduzierten, aber unveränderte Bilder
der
S100 und
Mark II bei 3200 ISO zur Verfügung.
In der dunklen rechten Ecke ist besonders die S100 schwächer als in den
hellen Bildbereichen.
Die dunklen Bereich sind tatsächlich auch sehr viel dunkler als die
beleuchteten Bereich. Hätte ich bei dieser Beleuchtung ein Motiv ohne
große Kontraste (Schattenbereiche) fotografiert, wäre das ganze Bild so
rauscharm, wie auf den hier gezeigten Bildausschnitten. Paradebeispiel ist
das Bild in der
Marktkirche bei 3200 ISO, wo es nur hellere Bereiche (Fenster) aber
keine Schattenbereiche gab. |
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Vergleich mit der G2 (4/3" Sensor)
Ein Leser stellte mir zahlreiche Vergleichsfotos seiner S100 mit der
Panasonic G2 zur Verfügung. Hier ein Beispiel vom Rathausplatz in
Kempten/Allgäu, aufgenommen mit 28mm
Brennweite. Der Helligkeitsunterschied
zwischen dem weißen, sonnenbeschienenen Rathaus und den tiefen Schatten
an linken Bildrand ist allerdings enorm.
Bei trüben Wetter (ohne große
Helligkeitsunterschiede) rauscht die S100 in diesem Bildbereich natürlich
deutlich weniger.
Noch verblüffender ist der
direkte Vergleich bei 3200 ISO. Selbst da schneidet die S100 nicht
schlechter als die G2 ab. Andererseits ... empfehlenswert ist 3200
ISO bei keiner der beiden.
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Makro
![]() Meine "Testbriefmarke" kann bei 24mm noch vollständig fotografiert werden. Allerdings ist das Objektiv ihr dann so nah, dass es bereits abschattet. Aber bei entspr. angepasster Beleuchtung lässt sich das vermeiden. Die Verzeichnung hält sich in Grenzen. Allerdings war die Makro-Aufnahme der F10 eindeutig schärfer. Ich verstehe bis heute nicht, warum sich manche Tester an extrem kurzen Aufnahmedistanzen aufgeilen. →mehr Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, etwas weiter zurück zu gehen und eine etwas längere Brennweite zu wählen. Dann wird die Briefmarke zwar nicht mehr formatfüllend, aber völlig verzerrungsfrei aufgenommen. |
Farbwiedergabe
| Zum Test der Farbwiedergabe habe ich
wieder mein "Bananen-Stillleben" verwendet. Die S100 (oben) neigt in der
Standard-Vorgabe zu intensiveren Farben, wie die FH100 (unten), die ich
schon in der Sättigung auf "-1" gesetzt habe. Die F31 (mitte) hat mal
wieder die natürlichsten Farben. Allerdings beherrschen die beiden
modernen Kameras das Problem des Schlagschattens durch die tiefstehende
Wintersonne deutlich besser. Auch die Reflexe auf der Apfelsine werden
besser bewältigt. (Eingestellt war "automatische
Kontrastkorrektur").
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Verzeichnung
Die
Verzeichnung bei 24mm WW ist bei entspr. Motiven durchaus erkennbar,
aber ich habe schon sehr viel Schlimmeres gesehen. |
Blitz
| Der Blitz leuchtet zwar bei 24mm eine
weiße Wand nicht perfekt gleichmäßig aus, aber bei "real-live" Fotos fällt
das nicht unangenehm auf. Er ist erfreulich weit vom Objektiv entfernt (keine rote Augen) und es besteht keine Gefahr, dass man ihn versehentlich mit der Hand verdeckt (das ist bei der FH100 fast unvermeidlich). Allerdings gibt es oft die Situation, dass man versehentlich das Ausfahren behindert. Und dann muss die Kamera erst einmal ausgeschaltet werden. Bei anderen Kameras kann man den Blitz dann einfach wieder hineindrücken. Warum hier nicht? |
Monitor
| Der Monitor hat zwar das Seitenverhältnis 3:2,
nutzt es aber - gleichgültig welches Seitenverhältnis man wählt - nicht
die volle Breite. Es bleibt immer rechts ein mehr oder weniger breiter Bereich schwarz. Selbst bei (fast) Dunkelheit zeigt der S100 Monitor eindeutig ein helleres und rauschfreieres Bild. Brillanter ist er außerdem. Die Spiegelungen sind bei beiden störend, können aber durch eine spezielle Folie gemildert werden. Nach halben Eindrücken des Auslösers gibt der Monitor zu erkennen, welche Blende, Zeit und ISO-Einstellung die Kamera wählen will. Die Brennweite wird zuvor nur als Balkendiagramm gezeigt. Die FH100 zeigt die gewählte (umgerechnete) Brennweite. Nach der Aufnahme werden (auf Wunsch) überbelichtete Bereiche durch Blinken angezeigt und auch das Histogramm, ISO, Belichtungszeit und Blende können aufgerufen werden. Was ich vermisse ist die (umgerechnete) Brennweite. Die FH100 zeigt sie vor und nach der Aufnahme an. Sie steht sogar in den Exif-Daten. Lediglich wenn man den "Ring" entspr. programmiert, bekommt man vor der Aufnahme die Brennweite gezeigt. |
"Telekonverter"
| Neben dem "Smartzoom" bietet die S100 auch einen 1,5x und 2x "Telekonverter", für Kunden, denen 120 mm Tele nicht genug sind. Denen wird dann suggeriert, dass sie eine Kamera mit einem 36-180mm bzw. 48-240mm Objektiv haben. Dann wird bei allen "Brennweiten" nur ein Teil des Sensors verwendet. Zumindest im Bereich der optischen Brennweiten ist das reichlich sinnlos. Der "Lichtstärkengewinn" beträgt knapp eine bzw. 1,5 ISO-Stufen, was bei der Rauschfreiheit der S100 nicht sonderlich zu Buche schlägt. →mehr |
HDR
| Die S100 bietet zwar - wie die FH100 - die
Möglichkeit, in schneller Folge drei Aufnahmen mit unterschiedlichen
Belichtungszeiten zu machen und die dann von der Kamera zu einem
HDR-Bild zusammensetzen zu lassen.
Aber das ist bei der S100 nur mit Stativ möglich und das schränkt die
Anwendung sehr ein. Andere Kameras erlauben Freihand-Aufnahmen, die
allerdings dann zwangsläufig am Rand beschnitten werden, um
Bewegungen auszugleichen. Außerdem war bei meinen Tests das Ergebnis nicht viel besser als bei Einsatz der automatischen Kontrastkorrektur. |
RAW
| Lobenswert ist die Möglichkeit RAW+JPG zu speichern. Das geht erstaunlich schnell. Bei bestimmten Motiven kann dann auf die RAW-Datei zurückgegriffen werden, um das Bild zu optimieren. Getestet habe ich das aber nicht. |
Panorama-Aufnahmen
| Für
Panorama-Aufnahmen nutzt die S100 nicht die
Möglichkeiten des schnellen CMOS-Sensors, sondern bietet lediglich eine
manuelle Funktion an, die vor fast 10 Jahren schon meine
Ixus
400 bot. Heutzutage erwartet man mehr. |
Nachtaufnahmen
| Der Test wurde mit max. Belichtungszeit
(15 bzw. 30 Sek.), offener Blende (2,0 bzw. 3,2) und Basis-ISO (80
bzw. 100) durchgeführt. Das Bild der FH100 war etwas heller, aber darum
ging es gar nicht.
Die Frage war vielmehr, welche Kamera bei 1:1 mehr Details zeigte. Obwohl das Bild der FH100 auf 12MP hochgerechnet wurde, ist es eindeutig schärfer. Im Übrigen war der Aufwand, die FH100 zu der Aufnahme zu veranlassen, deutlich geringer. Bei der S100 gab es zunächst einige Fehlversuche. U.a. musste der Stabilisator unbedingt abgeschaltet werden..
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Stabilisator
| Bei einem Kurztest des Stabilisators habe ich drei Fotos bei 120mm Tele und 1/8 Sek. aus der Hand aufgenommen. Nach alter Fotografenregel hätte ich mindestens 1/120 Sek. verwenden müssen. Und in meinem Alter hat man ohnehin nicht mehr die ruhigsten Hände. Aber oh Wunder, alle drei waren durchaus verwendbar, zwei fast optimal scharf. |
Zusammenfassung meiner Testergebnisse
| Hier zähle ich nur meine positiven und
negativen Testergebnisse auf. Dass die Kamera sehr schlank
ist und einen rel. großen Zoombereich usw. hat, geht ja bereits aus der
Spezifikation hervor. Positiv:
Negativ:
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Achtung: Bei der letzten Überarbeitung eingefügte Texte sind grün markiert!
Abschlusskommentar
Fast könnte man glauben, dass Canon mein "Lastenheft"
für meine kleine Wunschkamera (Juni 2011) gelesen hat. Bis auf die
Fokusgeschwindigkeit und die Akkugröße sind alle Forderungen erfüllt,
z.T. sogar deutlich übererfüllt. Meine Testergebnisse haben die unten
aufgelisteten Resultate überwiegend bestätigt, allerdings auch
zusätzliche Schwächen aufgezeigt. Es bleibt aber dabei: Derzeit
gibt es keine bessere kleine Kamera als die S100. _____________________
Werde ich jetzt meine derzeitige FH100, in
den Ruhestand schicken und eine S100 kaufen? Klare Antwort:
Solange die S100 noch so teuer ist, halte ich meiner FH100 die Treue. Da
ich fast ausschließlich mit 100 ISO fotografiere, kann die FH100 im
Bereich 24-120mm bezüglich Schärfe und Rauschen mit der S100 voll mithalten. Henner, 16.01.2012 |
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Andere Testberichte |
ePhotozine
| Im ausführlichen
(englischen)
Testbericht bei ePhotozine wird die Bildqualität gelobt. Bemängelt
wird die Fokus-Geschwindigkeit (0,35 Sek. gegenüber z.B. 0,3 der LX5). Bildqualität bei 400 ISO Aus dem obigen Bericht und den ePhotozine-Tests der FH100 und GF2 habe ich die folgenden 1:1 Ausschnitte für einen Vergleich benutzt. Erkennbar ist, dass die FH100 bereits bei 400 ISO keine Chance gegen die S100 hat; Besonders bei den Rot-Tönen, wegen der von mir festgestellten "Ausblutung". Bezüglich Schärfe kann die FH100 offenbar mithalten. Wie aber fällt der Vergleich mit einer modernen Systemkamera aus? Schließlich sollen die Bilder der "Kleinen" (zumindest am Bildschirm) nicht von Fotos einer Systemkamera (mit deutlich größerem Sensor!) zu unterscheiden sein. Bei einem gründlichem Vergleich der Original-Testbilder konnte ich keinen Unterschied feststellen! Da ich überwiegend im Weitwinkelbereich ( 24 - 40mm) fotografiere, hat die S100 sogar einen "Vorsprung" von mind. einer Blendenstufe und deshalb muss jede Systemkamera (mit Kit-Objektiv) mind. 800 ISO anstatt 400 ISO benutzen. Dann ist die S100 sogar eindeutig besser als die GF2. |

Techradar
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Auch
techradar.com hat inzwischen die S100 getestet. Mit einer
Auflösung von 2200 Z/B (Zeilen/Bildhöhe) übertrifft sie die LX5 und
G12 und liegt dicht unter der GF2 (4/3" Sensor). Wirklich erstaunlich
für eine Kamera mit einem 1/1,7" Sensor! techradar.com zeigt auch einen Vergleich der S100 mit den hochwertigen (aber deutlich "dickeren" Rivalen: Nikon P7100, Olympus XZ-1 und Canon G12. Bezüglich Rausch-Abstand übertrifft die S100 alle drei, Bezüglich Dynamik-Umfang sind die drei Rivalen nur im Bereich 200 bis 800 ISO besser. Als praktisch einziger Nachteil wird nur der Preis genannt. |
PhotographyBLOCK
| PhotographyBLOG bietet auch einen sehr ausführlichen Test. Ebenfalls voll des Lobes. |
c|net
| Es gibt auch ausführliche Testberichte auf deutsch! c|net.de titelt mit "superkompaktes Fotowunder". Ein ausführlicher Vergleich der Aufnahmegeschwindigkeiten mit den Rivalen der S100 zeigt, dass sie bei der Startzeit und Bildfolgezeit so "langsam" ist, wie die Canon G12 und Samsung EX1. In der für mich maßgeblichen Fokusgeschwindigkeit bei Tageslicht gibt es keinerlei Unterschiede zwischen den Kameras. |
Gizmodo
| Eher in das Kuriositätenkabinett gehört
der Testbericht von
Gizmodo. Der Autor bezeichnet die Kamera als "erstaunlich gut". Aber
sie ist ihm zu klein |
Chip online
| Auch Chip kommt im
Testbericht zu einer sehr positiven Beurteilung. Aber sie stellen
offenbar das gleiche Problem wie dpreview fest:
Randunschärfe bis zu 19% (wegen schlechter Justierung?). Auf dem
Testbild ist allerdings m.E. am
Rande - auch bei 1:1 - keine merkliche Schwäche erkennbar. Nur in den
Ecken - besonders unten links - ist eine Schwäche erkennbar. Bei 24mm
und Blende 2,0 ! Ist evtl. auch bedingt durch die interne Korrektur der
Verzeichnung? Die "ruckelnde Bewegungsdarstellung" ist bei 24 B/Sek. bei schnellen Bewegungen zu erwarten. Ggf. kann man ja auf die - völlig ausreichende - 720/30 umschalten. |
digitalkamera.de
| Nun liegt auch der
(Labor)-Testbericht von digitalkamera.de vor. Interessant daran. die
S100 rüttelt am Thron der hochgelobten
Fuji
X10 ! Bezüglich Bildrauschen ist die S100 gleichauf,
bezüglich Signal-Rauschabstand ist sie sogar deutlich besser. Bis 1600
ISO kann sie gut eingesetzt werden. Die Schärfe im Bildzentrum wird als "äußerst gut" bezeichnet. Allerdings fällt sie zu den Ecken hin um gut 25% ab, was auch durch abblenden nicht verhindert werden kann. Bemängelt wird die rel. lange Auslöse- + Fokusverzögerung von 0,5 Sekunden. Da gibt es inzwischen schnellere Kameras. Im sog. Kompakttest bescheinigt digitalkamera.de der S100 "... Am beeindruckendsten ist aber die ausgesprochen gute Bildqualität, die Canon aus dem neuen Zwölfmegapixelsensor im Formfaktor 1/1,8" heraus holt. Sowohl bei der Rauschfreiheit als auch beim Detailerhalt setzt die S100 neue Maßstäbe und kann sogar die Fujifilm FinePix X10, die einen etwas größeren Sensor besitzt, in dieser Disziplin minimal übertrumpfen...." |
PLAYER.de
| Auch bei deren
Testbericht wird die S100 in den höchsten
Tönen gelobt. Als Nachteile wurden nur leichte Randunschärfe und
Verzeichnung bei WW gefunden. Und es wird festgestellt, dass die Fotos
einer Vollformat(!)-Kamera noch etwas schärfer sind.
|
"test.de"
| Auch "test" hat jetzt die S100 getestet. Zwar wurde sie mit "gut" eingestuft, aber "test"-üblich ist der Bericht nicht sonderlich erhellend. So werden HDR- und "Panorama-Funktion" aufgezählt, aber nicht deren eingeschränkte Wirkungsweise erwähnt. Dafür wird aber akribisch aufgelistet, dass die Kamera nicht wasserdicht ist und keine Diktierfunktion bietet. Die Bildqualität bei "wenig Licht" erhält nur ein +. Mit welcher Kamera hat man da verglichen? Andererseits wird gesagt: "Kamera löst schnell aus". Andere kleine (z.B. Casio ZR20) sind heutzutage 3x schneller! |
Zusammenfassung aus allen bisherigen Berichten
Als gesichert können folgende Ergebnisse
gelten:
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Start dieser Seite am 18.09.2011
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
03.02.2012