Kamera-Daten


Exif-Daten

Fast alle Digitalkameras speichern mit dem Bild gleichzeitig auch sehr viele Zusatzinformationen, wie z.B. Blende, Belichtungszeit, ASA-Wert usw.! Diese "Exif"-Angaben sind später sehr nützlich und sie bleiben bei manchen Bildbearbeitungsprogrammen voll erhalten (z.B. bei IrfanView).
Bei Photoshop CS2 fehlen nachher leider die "Hersteller-Angaben"; hier steht bei Canon z.B. der ASA-Wert und die Bildqualität!
(Musterbeispiel, gezeigt mit Exifer)

Mit GeoSetter ist sogar eine nachträgliche Änderung von Exif-Datum und -Zeit möglich, falls man z.B. vergessen hat, die Kamera auf die Ortszeit umzustellen.

Die Exif-Angaben beantworten z.B. Fragen wie:

  • Um welche Uhrzeit wurde dieses Foto aufgenommen?
  • War die (zu lange) Belichtungszeit Schuld an dem verwackelten Bild?
  • War ein hoher ISO-Wert Schuld an dem verrauschten Bild?
  • Welche Brennweite wurde verwendet?

Außerdem enthält jede JPG-Datei ein (Mini)-Vorschaubild. Speziell diese "Vorschaubild" vergrößert die Dateigröße um etwa 4 KB. Deshalb lasse ich alles bei meinen Internetbildern weg!


Die Datumsangaben einer JPG-Datei


Was Viele nicht wissen: es gibt vier Datumsangaben in einer JPG-Datei!

  • Da ist zunächst das echte Aufnahmedatum.
    Es steckt in der Exif-Daten und wird von vielen Programmen leider nicht als Sortiermöglichkeit angeboten! Es bleibt auch nach einer Bildbearbeitung unverändert ... wenn die Exif-Daten dabei nicht gelöscht werden.
  • Das zweite Datum (geändert am ..) ist anfangs identisch mit dem Exif-Datum, ändert sich aber wenn die Datei nach einer Bearbeitung gespeichert wird. 
    Programme, die dieses Datum (da es auch Video-Dateien in der richtigen Reihenfolge zeigt) zur Sortierung und Umbenennung verwenden, zeigen dann Unsinn an! Das gilt z.B. auch für das Windows-Media-Center usw.

Achtung!
Nur wenn die Bilder mit einem Card-Reader auf den PC kopiert werden, bleibt das Änderungsdatum unverändert. Werden sie mit dem Vista-Windows-Explorer direkt von der Kamera geholt, so wird das betr. Kopierdatum als Änderungsdatum registriert.

  • Dann gibt es noch das "Erstellt am ... "-Datum.
    Dieses Datum zeigt den letzten Kopiervorgang an. Es hat wenig Aussagekraft. Bei XP zeigt es gelegentlich auch das Aufnahmedatum.
     
  • Letzter Zugriff
    Auch diese Angabe wird von Vista gezeigt

Die letzten Angaben sind übrigens mit dem MS-Explorer unter "Eigenschaften" aufrufbar. Das Aufnahmedatum erscheint in dem Fenster, wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Bei Vista werden dort auch alle Keywords (als "Markierung") und als "Titel" die Bemerkung (Caption) gezeigt.

Beispiel:

Daten der "Original"-Datei diese Bildes

  • Aufnahmedatum: 03.01.2010 ; 17:25:58
     
  • Geändert: 03.01.2010 ; 17:25:58
    (Würde sich nach einer Bearbeitung ändern)
     
  • Erstellt: 04.01.2010 ; 09:09:40
    (Datum der Übertragung vom Chip auf den PC)
     
  • Letzter Zugriff: 04.01.2010 ; 09:09:40

Nach der Bearbeitung (kurz nach dem Übertragen)
lauten die drei letzten Angaben: 4.01.2010, 09:16.15
Das Aufnahme-(Exif)-Datum bleibt bestehen..


Querformat / Hochformat

Zunächst werden alle Fotos im Querformat (in Richtung des Monitors) gespeichert. Wenn dazwischen einzelne Hochformatbilder sind, können sie nachträglich z.B. mit dem WIN-Explorer markiert und alle mit einem Klick entspr. "gedreht" werden. Dabei werden die Bilder nicht wirklich gedreht, sondern es wird lediglich den Dateien ein Index hinzugefügt, der die Darstellung auf dem Bildschirm entspr. beeinflusst.
Manche Kameras haben einen
Lagesensor eingebaut, der bei Hochformatfotos diesen Index automatisch setzt. Das hat zwei Vorteile:
  • Wenn man die Bilder direkt von der Kamera auf einen TV-Bildschirm zeigt, sind sie bereits gedreht.
  • Da die Bilder auch auf dem rel. kleinen Kameramonitor gedreht und dadurch stark verkleinert werden, wird man daran erinnert, dass Hochformat eigentlich nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden sollte  ;-)    → Hinweis


GPS

Immer mehr in Mode kommt, dass die Kamera über einen GPS-Empfänger verfügt und bei jeder Aufnahme (wenn sie denn die Satellitensignale rechtzeitig erkennt) die genaue Position erfasst und in der Bilddatei abspeichert. Manche Kameras erfassen sogar die Blickrichtung.
 
Mehr

Nachträgliche Angaben

Normalerweise werden die Exif-Daten von der Kamera erstellt und zusätzliche Eintragungen sind nicht vorgesehen. Manche Programme richten aber ein zusätzliches Feld "Beschreibung" ein. Dort landen z.B. die in Windows-Fotogalerie eingetragenen Angaben (sh. unten).
Das Programm GeoSetter benutzt dieses Feld ebenfalls. Außerdem fügt es ggf. neue Felder für nachträglich ermittelte Geo-Daten ein.

 



IPTC-Daten

Unabhängig von den Exif-Daten können mit geeigneten Programmen noch weitere Angaben nachträglich direkt in die Bilddatei eingefügt werden:
In diese sog. "IPTC-Daten" können u.a. beispielsweise "Keywords" und eine Bemerkung (caption)  eingegeben werden. Eingabe von Keywords ist zwar mit vielen Programmen möglich, besonders komfortabel ist es aber mit ThumbsPlus V7.
Programme wie GeoSetter tragen die ermittelten Angaben des Landes und der Stadt (sh. unten) in "Origin" ein. Dann können sie mit IrfanView in die Bilder eingeblendet werden.


Neben den IPTC-Daten gibt es noch den "JPG-Kommentar". Er wird aber von manchen Programmen nicht gelesen und sollte deshalb nicht benutzt werden.

 



Programme zum Ansehen der Kamera-Daten


Mit fast allen guten Bildbetrachtungs-Programmen können zu jedem Bild diese Informationen aufgerufen werden. (Beispiel)
Wer alle Kamera-Informationen seiner Bilder nacheinander "durchblättern" möchte, kann das derzeit am komfortabelsten mit "Exifer" tun. Aber auch ThumbsPlus und besonders IrfanView (ab Version 4.0) sind geeignet.


So können die Kameradaten bei IrfanView eingeblendet werden:

Wer dieses Demo-Bild (mit der rechten Maustaste, "Ziel speichern ..") auf seine Festplatte kopiert und dann mit IrfanView aufruft und "e" drückt, kann alles selbst ausprobieren. Die Uhrzeit stimmt übrigens nicht, da ich vergessen hatte, die Kamera auf Ortszeit umzustellen.
Hat man eine Internetverbindung, kann man sogar zu Google-Earth wechseln und falls "3D-Gebäude" aktiviert ist, sieht man das 3D-Tempelmodell aus der richtigen Perspektive, da ich nachträglich nicht nur die Geo-Daten sondern auch die Blickrichtung eingegeben habe. Hat man "Panoramio-Photos" aktiviert, stellt man fest, dass es inzwischen hunderte solcher Fotos gibt. Meines ist aber sicherlich älter als alle, da 1999 nur wenige Amateure eine Digitalkamera hatten.


Und so zeigt GeoSetter die Daten des Demo-Bildes


 

Es ist sehr verwirrend, dass jedes Programm die Eintragungen unterschiedlich benennt. Besonders unser Freund Bill G. hat kräftig dazu beigetragen. Hier mein Versuch, etwas Übersicht in dieses Durcheinander zu bringen.
 
  Irfan Windows Photoshop GeoSetter
Exif-"Beschreibung" Image-Discription ($E270) Thema

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Beschreibung
IPTC-"Beschreibung" Caption ($I120) Titel Beschreibung Beschreibung
IPTC-"Stichworte" Keywords ($I25) Markierung Stichwörter Schlüsselwörter
IPTC-"Origin/Subloc." Sublocation ($I92) - Ort des Motivs Ort

Und zum Schluss noch Hinweise zu Windows:
In die mit Windows XP zu den Bildern (rechte Maustaste) aufrufbaren "Eigenschaften > Dateiinfo > Bemerkungen ... usw." sollte man keine Eintragungen machen! Das ist wieder einmal so eine Sonderlösung, die nur Microsoft lesen kann!

 

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Letzte Überarbeitung: 13.06.2010