| Randschärfe |
| Nicht optimal korrigierte Objektive lassen (bei offener Blende) zum Rande hin in der Schärfe nach. Die Bild-Ecken sind dann besonders betroffen, da sie die größte Entfernung vom Bildmittelpunkt haben. Deshalb sollte man richtiger von Ecken-(Un)Schärfe sprechen! |
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Anders ist das bei allen Fotos, wo
sich auch in den Ecken viele Bilddetails befinden und deshalb dort
die gleiche Schärfe wie in der Bildmitte erwartet wird.
Es ist vielleicht eine Marotte von mir ...
aber Randschärfe ist für mich eine ganz wichtige Eigenschaft. Und das
nicht erst, nachdem ich festgestellt habe, wie auf einem kleinen 13 x 10
cm Papierbild der Unterschied zwischen 4 und 8 MP zwar nicht erkennbar
war, die Randunschärfe der 8 MP-Kamera aber sehr wohl! Was nützen da
viele MP? |

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Auf ein randscharfes Objektiv lege ich schon allein deshalb großen Wert,
weil - im Gegensatz zu
Farbsäumen,
Verzeichnung und Randabschattung - eine nachträglich
Korrektur hier nicht mehr möglich ist.
Sehr viele Fotos werden übrigens bei
offener Blende aufgenommen ... und dann tritt eine
Ecken-Unschärfe am stärksten auf!
Wie man sieht, entstehen fast alle Fotos
unter Bedingungen, bei denen Randunschärfeprobleme sichtbar würden!
Dabei erwarte ich keineswegs "knackige" Schärfe bis in die Bildecken.
Wenn aber bei Vollbildbetrachtung am Bildschirm bzw. auf 10 x15 cm
Papierbildern ein Schärfeabfall deutlich zu erkennen ist, dann hört der
Spaß auf. Zumindest bei Wechselobjektiven gibt es aber einen Tester, der sehr detailliert über Randschärfe berichtet: dpreview. → Mehr Infos. Wie sich dort immer wieder zeigt, ist Randunschärfe bei fast allen Wechselobjektiven ein Problem. Bei offener Blende sind eigentlich nur Festbrennweiten-Objektive und auch nur die in der Preisklasse über 1000.- Euro einwandfrei. Besonders kritisch sind die KB-Vollformat-Objektive. Durch Abblenden kann allerdings die Randschärfe verbessert werden ... was bei Kompaktkameras mit Graufilter nicht möglich ist. |
Warum ist Randschärfe bei Weitwinkel wichtiger als bei Tele?
Erfahrungsgemäß werden sehr viele Fotos
mit Weitwinkel aufgenommen. Nicht ohne Grund starten die meisten kleinen
Kameras damit!. Aber das ist nicht der entscheidende Grund für meine
Forderung nach Randschärfe besonders bei WW (umgerechnete Brennweite
unter 40 mm). Bei WW befinden sich (wegen der kurzen
Brennweite und deshalb großen
Schärfentiefe) meist alle Bilddetails im
Schärfebereich. Dadurch fällt es hier besonders unangenehm auf, wenn die
Schärfe zum Rand hin nachlässt.
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Bei Tele befindet sich meist nur das
Hauptmotiv in der exakt richtigen Entfernung. Wegen der geringen
Schärfentiefe kann man deshalb gar nicht
erwarten, dass alle Bilddetails gleich scharf sind. Außerdem zoomt man
ja ein Motiv heran, um es von der störenden Umgebung freizustellen
(Bildbeispiel: 210 mm).
Deshalb ist man froh darüber, wenn die Randbereiche weniger scharf sind. |
Montagefehler
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Randschärfe kann es übrigens auch dann geben, wenn ein eigentlich gut
konstruiertes Objektiv schlampig montiert wurde! Das erkennt man daran,
dass die Randunschärfe nicht in allen vier Ecken gleich schlecht ist. Das war z.B. der Fall bei der Ixus v3 meines Freundes, bei der Ixus 400 Testkamera der Zeitschrift Computerfoto (Heft 6.2003) und den zwei Casio Exilim EX-Z3 eines Bekannten, die einmal links und (nach Umtausch) rechts extreme Unschärfe zeigten. Besonders Noch krass war die Dejustierung des Objektivs einer Optio X (sh. Bild unten). Aus allen diesen Gründen empfiehlt es sich, mit seiner neuen Kamera einige entsprechende Test-Bilder zu machen, um sie ggf. zu reklamieren! Die Test-Bilder sollten aus den o.g. Gründen unbedingt bei Weitwinkel und offener Blende aufgenommen werden. Sobald abgeblendet wird, ist das Problem weniger deutlich zu erkennen. →Meine Testmethode |
Hier ein abschreckendes Beispiel:
Pentax Optio X (5 MP)

ComputerFoto Testbild
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Letzte Überarbeitung:
17.07.2010