| Auflösung |
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Das ISO-Testbild
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Um die maximal mögliche Auflösung (Schärfe-Leistung) verschiedener Kameras mit unterschiedlich großen Negativ- bzw. Chip-Formaten direkt miteinander vergleichen zu können, wird z.B. ein entsprechendes Testbild (ISO 12233) fotografiert und aus diesem Bild jeweils die "Anzahl Linien pro Bildhöhe" *) ermittelt. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man aber besser "Zeilen pro Bildhöhe" sagen! |

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Auf dem Testbild
befinden sich Markierungen für das jeweilige Bildformat (quadratisch =
1:1 ; übliches Digital-Format = 4:3 ; KB = 3:2 usw.). Die Kamera wird so
ausgerichtet, dass sie exakt die volle Bildhöhe erfasst und rechts und links
die zutreffenden Bild-Proportionen gerade zu sehen sind (hier: 3:2).
Die Zahlen an den Linien bedeuten jeweils
"Zeilen/Bildhöhe x 100" ; z.B.:12 = 1200 usw.
In diesem Beispiel (Fuji S602; Testbericht
dpreview)
sind 1200 Zeilen/Bildhöhe noch deutlich zu erkennen.
Auch bei den senkrechten Linien wird dann die Auflösung abgelesen. Da jedes Testlabor seine eigene Methode hat, dürfen Messwerte verschiedener Zeitschriften nicht miteinander verglichen werden. Aber selbst bei der gleichen Zeitschrift sind ältere Ergebnisse häufig nicht mehr mit den aktuellen vergleichbar, da man die Methoden gelegentlich ändert (optimiert?). Die angegebene Auflösung sollte der unter
optimalen Bedingungen in Bildmitte erreichbare Wert sein. Damit wird gleichzeitig die
Güte der Optik, des Sensors und der Bildberechnung beurteilt.
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Vergleich KB- / Digitalkameras
| Bei Kleinbildkameras könnte das Auflösungsvermögen genauso
bestimmt werden! Das Ergebnis hängt dann allerdings ganz entscheidend
von dem verwendeten Film ab! Die theoretische Berechnung der
Zeilen/Bildhöhe von KB-Kameras aus Literaturangaben für
"Linienpaare/mm" ist
fragwürdig! Z.T. werden dort extrem hohen Werte
von SW-Reprofilmen angegeben. Die können aber keine Grautöne
darstellen! Außerdem werden die Ergebnisse
durch Kontaktkopien von geätzten Glasplatten ermittelt, da selbst die
beste Spitzenoptik solche Werte nicht erreichen kann. Bei den folgenden Überlegungen werden deshalb "real existierende" Kameras und Farbfilme verglichen. Aus gründlichen Studien geht
hervor, dass eine gute 3Mp-Kamera mit Farbfotos einer KB-Kompaktkamera (400
ISO-Film) mithalten kann. Begeisterte Dia-Fans beurteilen Auflösung
und Farbgüte ihrer Fotos (vom Sessel aus) auf der Leinwand und halten
sie für unübertrefflich. Z.T. vergleichen sie mit Digitalbildern, die
mit einem
Beamer projiziert wurden. Aber selbst die besten Beamer haben nur
eine Auflösung von 2MP. Ein objektiver Vergleich analog/digital ist
deshalb nur möglich, wenn man beide Bilder (stark vergrößert)
nebeneinander auf einem hochauflösenden Bildschirm ansieht. Dazu müssen
die Dias zuvor mit einem hochwertigen
Scanner (mind. 4.000 ppi)
eingescannt werden. Optimal ist es, wenn für die Vergleichsfotos jeweils
eine SLR verwendet und das gleiche Objektiv verwendet wird. Noch mehr Details zum Vergleich Digital/Analog: |
Zeilen/Bildhöhe in Bildmitte
einiger typischer Kameras
(Alte Ergebnisse
www.dpreview.com
; Für heutige Kameras gibt es leider keine Angaben)
| MP | horiz. | vert. | |
| 2 | Nikon 2500 | 750 | 750 |
| 3 | Nikon 995 | 900* | 900 |
| 3 | Fuji S 602 (bei 6MP) | 1200 | 1200 |
| 3 | Fuji S 700 (bei 6MP) | 1350 | 1200 |
| 3,4 | Sigma SD10 mit X3-Sensor ("echte" Pixel) | 1550 | 1550 |
| 4 | Panasonic DMC-FZ10 | 1250 | 1200 |
| 4 | Canon G3 | 1250 | 1200 |
| 4 | Ixus 400 | 1250 | 1200 |
| 4 | Ixus 40 (1/2,5") | 1250 | 1300 |
| 5 | Minolta A1 | 1300* | 1150* |
| 5 | Canon G5 | 1450 | 1350 |
| 5 | Sony F717 | 1450 | 1300 |
| 5 | Kodak DX7590 (10x) | 1100 | 1200 |
| 5 | Panasonic FZ5 | 1350 | 1300 |
| 5 | Panasonic DMC-FZ20 (12x) | 1350 | 1300 |
| 5 | Canon S2 IS (12x) | 1350 | 1500* |
| 5 | Sony H1 | 1350 | 1450 |
| 6 | Fuji 7000 (bei 12 MP) | 1650 | 1600 |
| 6 | " (bei 6MP) | 1450 | 1400 |
| 6 | Fuji 810 / E 550 | 1550 | 1650 |
| 6 | Fuji F10 | 1650 | 1750 |
| 6 | Fuji F30/31 (Meine bisherige Referenzkamera) | 1700 | 1750 |
| 6 | Fuji 6500fd (Superzoom) | 1600 | 1550 |
| 6 | Sony H2 (Superzoom) | 1450 | 1550 |
| 6 | Canon S3 (Superzoom) | 1400 | 1450 |
| 7 | Olympus 550 UZ (Superzoom) | 1350 | 1400 |
| 7 | Casio EX-Z750 | 1650 | 1600 |
| 7 | Sony DSC-P200 | 1500 | 1500 |
| 7 | Canon G6 | 1600 | 1500 |
| 7 | Canon Ixus 750 | 1600 | 1700* |
| 7 | Sony V3 | 1650 | 1550* |
| 7 | Sony W7 | 1550 | 1600 |
| 8 | Panasonic LX1 (16:9 Sensor!) → s.u. | 1550 | 1600 |
| 8 | Pentax A10 | 1700 | 1700 |
| 8 | Canon S80 | 1700 | 1700 |
| 8 | Canon Ixus 860 | 1550 | 1600 |
| 8 | Sony F828 | 1650 | 1550 |
| 8 | Minolta A2 | 1600 | 1400* |
| 8 | Minolta A200 | 1650* | 1500* |
| 8 | Nikon 8800 | 1650 | 1600 |
| 8 | Olympus 8080 | 1700 | 1650 |
| 8 | Canon Pro1 | 1700 | 1650 |
| 8 | Panasonic FZ30 (12x) | 1750* | 1800* |
| 8 | Samsung Pro815 | 1550 | 1600 |
| 8 | Sony H9 | 1550 | 1600 |
| 9 | Fuji S9000 (10,7x) | 1900 | 1850 |
| 10 | Panasonic LX2 (16:9 Sensor!) → s.u. | 1600 | 1700 |
| 10 | Panasonic FZ50 (12x) | 1850 | 1800 |
| 10 | Canon A640 | 1775 | 1850 |
| 10 | Canon G7 | 1775 | 1850 |
| 10 | Nikon P5000 | 1750 | 1800 |
| 10 | Panasonic LX3 | 2150 | 2150 |
| 11 | Fuji S100 | 2200 | 2200 |
| 12 | Canon G9 | 1950 | 1900 |
| 12 | Fuji F50 | 2050 | 2000 |
| 12 | Fuji F200EXR | 2500* | 2300* |
| 12 | Nikon P5100 | 1850 | 1800 |
| 14 | Canon G10 | 2450 | 2500 |
| 5 | Olympus E-1 (4:3 Sensor) | 1400* | 1250* |
| 8 | Olympus E-300 und E-500 " | 1800* | 1650* |
| 12 | Panasonic GH1 (kein Spiegel!) " | 2450 | 2400 |
| 6 | Pentax *ist DS (APS-Sensor) | 1400* | 1400* |
| 6 | Minolta 7D | 1600 | 1400 |
| 6 | Nikon D70 | 1600 | 1450 |
| 6 | Fuji S3 Pro (bei 12 MP) | 1900 | 1600 |
| 6 | Canon 300D | 1600 | 1450 |
| 8 | Canon 350D | 1850 | 1650 |
| 8 | Canon EOS 20D /30D | 1850 | 1650 |
| 8 | Canon 1D Mark II | 1850 | 1650 |
| 10 | Canon 400D | 2200 | 1800 |
| 10 | Nikon D80 | 2200 | 1800 |
| 10 | Nikon D200 | 2100 | 1700 |
| 10 | Sony Alpha A100 | 2200 | 1800 |
| 12,4 | Nikon D2X | 2400 | 2000 |
| 11 | Canon 1Ds (KB-Sensor) | 2400 | 2000 |
| 12,8 | Canon 5D | 2300 | 2000 |
| 16,7 | Canon 1Ds Mark II | 2800 | 2400 |
Hinweise zu den Auflösungs-Messwerten:
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Testbedingungen Die obigen Angaben gelten für die Bildmitte bei
abgeblendetem Objektiv im mittleren Brennweitenbereich und bei
Basis-Empfindlichkeit! |
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Objektiv-Test Wechselobjektive werden z.T. von dpreview einem sehr intensiven Test unterzogen. Dabei werden Schwächen bei bestimmten Brennweiten (abhängig von der Blende) schonungslos aufgedeckt.
Auf einen Blick ist erkennbar, in welchem
Bildbereich das Objektiv die volle Auflösung des Sensors erreicht. Wie sich
dieser Bereich durch (leichtes!) Abblenden vergrößern lässt, kann man durch
verschieben der Blendenvorgabe herausfinden. Positioniert man den Mauszeiger
über einem der Schachbrettsymbole, so wird die (Un)Schärfe an der betr. Stelle
gezeigt. |
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Nicht unwesentlichen Einfluss hat die Schärfung
(in der Kamera). Bis zu 20% kann der Wert dadurch gegenüber einem ungeschärften
Testbild angehoben werden. Üblich ist ein Test mit den vom Hersteller
vorgegebenen "Default"-Werten, die fast immer eine mittlere Schärfung
beinhalten. |
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3:2 Sensoren
Vergleicht man 3:2 mit 4:3 Kameras, dann
haben die 3:2 Kameras (bei gleichem Wert für "Zeilen/Bildhöhe") den
Vorteil eines etwas breiteren Bildes. |
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Zusammenhänge Dpreview ermittelt seit einiger Zeit keine Auflösungswerte mehr. Vermutlich deshalb, weil dieses Thema inzwischen uninteressant geworden ist. Spätestens seit Erscheinen der 10MP-Kameras verfügen diese über einen "Auflösungs-Overkill". Andere Themen, wie Rauschen usw. sind jetzt im Zentrum des Interesses. Trotzdem habe ich mal die bisherigen Werte
grafisch dargestellt. Der Einfluss der MP auf die Auflösung ist in der folgenden
grafischen Darstellung sehr gut erkennbar. Dabei habe ich die jeweiligen beiden
Messwerte gemittelt. Die besten Werte wurden durch eine blaue Linie verbunden.
Unterhalb dieser Linie gibt es natürlich viele Kameras, die eine deutlich
schlechtere Auflösung haben.
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Grün hinterlegt ist der Bereich, in dem selbst bei kritischer Betrachtung am Bildschirm (und bei 10 x 13 cm Papierbildern) keine Verbesserung der Auflösung mehr zu erkennen ist. D.h. eine gute 4MP-Kamera zeigt dann keine bessere Auflösung als eine 8MP-Kamera (vgl. mein Testbericht Canon Pro1 und Bildertest). Hier unterscheiden sich die Kameras am Bildschirm dann nur in Farbgüte, Kontrast, Rauschen usw.. Der Auflösungs-Unterschied zeigt sich nur bei Ausschnittvergrößerungen. Oberhalb der 30x20cm-Linie sind selbst bei extrem großen Postern (bei entsprechendem Betrachtungsabstand) keine Unterschiede mehr feststellbar. Der Auflösungs-Unterschied zeigt sich dann nur bei sehr starken Ausschnittvergrößerungen. |
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Pixelwahn Zu Zeiten der 2 und 3MP-Kameras
wurde zu Recht eine höhere Auflösung gefordert. So wurde eine möglichst hohe Auflösung
damals zum Fetisch (Auch für mich! Ich startete damals obige Tabelle). |
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Pixelwahn bei Handy-Kameras Interessanterweise wiederholt sich diese Entwicklung bei den Handy-Kameras. 1 und 2MP Handys haben tatsächlich zu wenig Auflösung. Aber wer benötigt 8MP in seinem Handy? Durch die kleinen Sensoren der Handys wird dies Problem zusätzlich verschärft. |
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Wer nicht ausschließlich(!) das "Kinoformat" verwenden will, sollte besser eine
4:3 Kamera kaufen, die auch auf 16:9 umstellbar ist. (bereits 2004 gab es die
Fuji F810)Das 4:3 Format bietet sehr viel mehr Möglichkeiten für Ausschnittvergrößerungen (z.B. Hochformat aus Querformatbild) →Beispielbild. Umstellen auf 16:9 wird man diese Kamera nur dann, wenn man die Bilder direkt auf einem 16:9 HDTV-Bildschirm ansehen möchte. Man verzichtet dann zwar oben und unten auf 25% der Pixel, aber für diese Anwendung benötigt man ohnehin keine hohe Auflösung! Die Bildbreite beträgt z.B. bei einer 6 MP-Kamera nach der Umstellung immer noch 2800 Pixel. Selbst die besten HDTV-Geräte haben nur 1920 Pixel Bildbreite! Dafür würde sogar eine 3 MP-Kamera (Bildbreite 2048 Pixel) reichen! |
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Davon abgesehen, dass Hochformat-Aufnahmen im 16:9 Format ziemlich fragwürdig sind .... die Erstellung des Panoramabildes von Hannover (aus Hochformat-Aufnahmen) wäre mit einem 16:9 Sensor unmöglich gewesen, da es nicht genügend Überlappungen gäbe. |
Und was
soll z.B. ein Portrait in Breitformat?In meinem Reisebericht "Laos/Kamb." gebe ich weitere interessante Hinweise zu diesem Thema. |
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Bei Video ist die Situation allerdings anders! Ein Breitformat-Foto des Eifelturms wäre ziemlich unsinnig; Im Breitformat-Film würde aber ein Schwenk nach oben das Problem lösen. |
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Eine Kamera mit 16:9 Sensor (unteres Bild) liefert zwar zunächst etwa das gleiche Breitformat-Bild wie oben (aus optischen Gründen ist es sogar ein wenig breiter →Optik), aber nach Umschaltung auf das Standardformat 4:3 ist statt z.B. 28 mm nur noch 34 mm als max. Weitwinkel-Einstellung möglich! |
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Bei allem Respekt vor meinem "Kollegen" Phil Askey (dpreview.com) ... wenn er in seinem Testbericht der LX1 zeigt, wie bei Umschaltung auf "Panorama" ein breiteres Bild entsteht .... die volle Wahrheit ist: Wäre in der LX1 ein 4:3 Sensor eingebaut, dann wäre das Bild immer gleich breit und würde bei Umschaltung auf 4:3 sogar noch höher, was ja häufig von Vorteil ist! |
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Fazit:Wenn ein Hersteller seiner Kamera ein Weitwinkel-Zoom spendiert, sollte er ihr auch den größeren 4:3 Sensor mitgeben. Bei aller Begeisterung für Breitformat ... es gibt sehr viele Motive, die besser mit 4:3 aufgenommen werden. (sh. nebenstehendes Beispiel) Abgesehen davon bietet ein 4:3 Bild erheblich mehr Möglichkeiten für Ausschnittvergrößerungen. Nicht ohne Grund waren früher die 6x6-Kameras so beliebt! |
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Aus jedem 4:3 Foto kann am PC ein 16:9 Bild erstellt werden! Der Weitwinkel bleibt dabei erhalten und die dargestellten Personen werden größer (auf einem 16:9 Bildschirm)!
Nach meinen Erfahrungen würden allerdings bei jedem
dritten meiner 4:3 Foto oben und/oder unten bildwichtige Teile abgeschnitten
bzw. ein 16:9 Bild enthält zu viel Störendes an den Seiten. |
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
10.05.2010