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Auflösung von Filmen und KB-Objektiven
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Linien/mm (Lp/mm) Diese Werte beschreiben aber nur, was die Filme auflösen könnten. Selbst höchstwertige KB-Festobjektiven schaffen unter optimalen Umständen nur 75 Lp/mm, die preiswerten Amateur-Zoomobjektiven nur 25 - 50 Lp/mm! Diese Angaben gelten aber offenbar nur für KB-Objektive. Bei den Objektiven von kleinen
Digitalkameras sind Auflösungen von deutlich mehr als 75 Lp/mm möglich. So löst
die Canon G10 mit ihrem 1/1,7" Sensor (Höhe: 5,6mm) bei 14,7MP lt.
Testberichten 2500
Zeilen/Bildhöhe aus. Das entspricht 1250 Lp/Bildhöhe und damit
223 Lp/mm. Das gilt allerdings nur bei Basis-Empfindlichkeit! Bei
höheren ISO-Werten ist die Auflösung deutlich geringer.
Trotzdem kann natürlich ein KB-Objektiv (24 mm Bildhöhe) selbst mit "nur" 75 Lp/mm mehr Zeilen/Bildhöhe darstellen als ein 1/2,3" Sensor. → Mehr |
Vergleich KB- / Digitalkameras
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Bei den folgenden Überlegungen werden
"real existierende" Kameras und Farbfilme verglichen. Begeisterte Dia-Fans beurteilen Auflösung
und Farbgüte ihrer Fotos (vom Sessel aus) auf der Leinwand und halten
sie für unübertrefflich. Z.T. vergleichen sie mit Digitalbildern, die
mit einem
Beamer projiziert wurden. Aber selbst die besten Beamer haben nur
eine Auflösung von 2MP. Ein objektiver Vergleich analog/digital ist
deshalb nur möglich, wenn man beide Bilder (stark vergrößert)
nebeneinander auf einem hochauflösenden Bildschirm ansieht. Dazu müssen
die Dias zuvor mit einem hochwertigen
Scanner (mind. 4.000 ppi)
eingescannt werden. Optimal ist es, wenn für die Vergleichsfotos das
gleiche Objektiv (auf zwei SLRs) verwendet wird. |
Das ISO-Testbild
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Eine direkte Bestimmung von Linien/mm eines Digitalkamera-Sensors ist nicht möglich .... und auch nicht sinnvoll. Um verschiedene Kamera-Typen (z.B. Superzoom- mit D-SLR-Kamera) miteinander vergleichen zu können, wird z.B. ein entsprechendes Testbild (ISO 12233) fotografiert und aus diesem Bild jeweils die "Anzahl Linien pro Bildhöhe" *) ermittelt. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man aber besser "Zeilen pro Bildhöhe" sagen! |

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Auf dem Testbild
befinden sich Markierungen für das jeweilige Bildformat (quadratisch =
1:1 ; übliches Digital-Format = 4:3 ; KB = 3:2 usw.). Die Kamera wird so
ausgerichtet, dass sie exakt die volle Bildhöhe erfasst und rechts und links
die zutreffenden Bild-Proportionen gerade zu sehen sind (hier: 3:2). Seitdem es Digitalkameras mit mehr als 10MP gibt, musste eine neue Version dieses Testbildes her. Die Skala rechts von der Mitte ging zuvor (wie die linke) bis 20. Jetzt geht sie bis 40.
Die Zahlen an den Linien bedeuten jeweils
"Zeilen/Bildhöhe x 100" ; z.B.:12 = 1200 usw.
In diesem Beispiel (Fuji S602; Testbericht
dpreview)
sind 1200 Zeilen/Bildhöhe noch deutlich zu erkennen.
Im Bereich 1600 Zeilen/Bildhöhe ist ein farbiges Moiré-Muster zu
erkennen. Es tritt auf, wenn man in den Bereich der theoretisch höchsten
Auflösung (Pixelreihen/Bildhöhe) kommt. Bei einer 3MP-Kamera sind das
1536 Pixel. Die angegebene Auflösung sollte der unter
optimalen Bedingungen in Bildmitte erreichbare Wert sein. Damit wird gleichzeitig die
Güte der Optik, des Sensors und der Bildberechnung beurteilt.
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Zeilen/Bildhöhe in Bildmitte
einiger typischer Kameras
(Alte Ergebnisse
www.dpreview.com
; Für aktuelle Kameras gibt es leider nur selten Angaben)
| MP | horiz. | vert. | |
| 2 | Nikon 2500 | 750 | 750 |
| 3 | Fuji S 602 (bei 6MP) | 1200 | 1200 |
| 4 | Ixus 400 | 1250 | 1200 |
| 6 | Fuji F10 | 1650 | 1750 |
| 6 | Fuji F30/31 (Meine ehemalige Referenzkamera) | 1700 | 1750 |
| 6 | Fuji 6500fd (Superzoom) | 1600 | 1550 |
| 7 | Canon G6 | 1600 | 1500 |
| 8 | Minolta A200 | 1650* | 1500* |
| 8 | Canon Pro1 | 1700 | 1650 |
| 10 | Panasonic LX3 | 1900 | 1850 |
| 10 | Canon G11 | 1950 | 2000 |
| 10 | Canon G12 | 2200 | 2150 |
| 12 | Canon G9 | 1950 | 1900 |
| 12 | Fuji F50 | 2050 | 2000 |
| 12 | Canon S100 | 2200 | 2200 |
| 12 | Nikon P5100 | 1850 | 1800 |
| 14 | Canon G10 | 2450 | 2500 |
| 5 | Olympus E-1 Systemkamera | 1400* | 1250* |
| 8 | Olympus E-300 und E-500 " | 1800* | 1650* |
| 12 | Panasonic GH1 (kein Spiegel!) " | 2450 | 2400 |
| 6 | Canon 300D (3:2 APS-Sensor) | 1600 | 1450 |
| 8 | Canon 350D | 1850 | 1650 |
| 8 | Canon EOS 20D /30D | 1850 | 1650 |
| 8 | Canon 1D Mark II | 1850 | 1650 |
| 10 | Canon 400D | 2200 | 1800 |
| 10 | Nikon D80 | 2200 | 1800 |
| 10 | Nikon D200 | 2100 | 1700 |
| 15 | Canon 500D | 2400 | 2350 |
| 11 | Canon 1Ds (3:2 KB-Sensor) | 2400 | 2000 |
| 12,8 | Canon 5D | 2300 | 2000 |
| 16,7 | Canon 1Ds Mark II | 2800 | 2400 |
*) Moiré erkennbar
Hinweise zu den Auflösungs-Messwerten:
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Testbedingungen Die obigen Angaben gelten für die Bildmitte bei
abgeblendetem Objektiv im mittleren Brennweitenbereich und bei
Basis-Empfindlichkeit! |
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Objektiv-Test Wechselobjektive werden z.T. von dpreview einem sehr intensiven Test unterzogen. Dabei werden Schwächen bei bestimmten Brennweiten (abhängig von der Blende) schonungslos aufgedeckt.
Auf einen Blick ist erkennbar, in welchem
Bildbereich das Objektiv die volle Auflösung des Sensors erreicht. Wie sich
dieser Bereich durch (leichtes!) Abblenden vergrößern lässt, kann man durch
verschieben der Blendenvorgabe herausfinden. Positioniert man den Mauszeiger
über einem der Schachbrettsymbole, so wird die (Un)Schärfe an der betr. Stelle
gezeigt. |
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Nicht unwesentlichen Einfluss hat die Schärfung
(in der Kamera). Bis zu 20% kann der Wert dadurch gegenüber einem ungeschärften
Testbild angehoben werden. Üblich ist ein Test mit den vom Hersteller
vorgegebenen "Default"-Werten, die fast immer eine mittlere Schärfung
beinhalten. |
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Vergleicht man 3:2 mit 4:3 Kameras
mit gleicher MP-Zahl, dann
haben die 3:2 Kameras zumeist geringere Wert für "Zeilen/Bildhöhe",
da sie ja auch weniger Pixel/Bildhöhe zur Verfügung haben. Z.B. bei 10MP
hat eine 4:3-Kamera 2736 Pixel, eine 3:2-Kamera nur 2592 Pixel Bildhöhe.
Entsprechend geringer sind dann auch die Messwerte. |
16:9 Sensoren
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Fazit: Eine
Kamera mit einem 4:3 Sensor bietet sehr viel mehr Möglichkeiten für
Ausschnittvergrößerungen und außerdem gibt es viele Motive, die besser mit 4:3 aufgenommen werden.
(sh. nebenstehendes Beispiel). Nicht ohne Grund waren früher die 6x6-Kameras so
beliebt!Umstellen auf 16:9 sollte man nur dann, wenn man die Bilder ausschließlich auf einem 16:9 HDTV-Bildschirm ansehen möchte. Man verzichtet dann zwar oben und unten auf 25% der Pixel, aber für diese Anwendung benötigt man ohnehin keine hohe Auflösung! Die Bildbreite beträgt z.B. bei einer 6 MP-Kamera nach der Umstellung immer noch 2800 Pixel. Selbst die besten HDTV-Geräte haben nur 1920 Pixel Bildbreite! Dafür würde sogar eine 3 MP-Kamera (Bildbreite 2048 Pixel) reichen! |
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Außerdem: Aus jedem 4:3 Foto kann nachträglich am PC ein 16:9 Bild erstellt werden! Der Horizontalwinkel bleibt dabei erhalten und die dargestellten Personen werden größer (auf einem 16:9 Bildschirm)!
Nach meinen Erfahrungen würden allerdings bei jedem
dritten meiner 4:3 Foto oben und/oder unten bildwichtige Teile abgeschnitten
bzw. ein 16:9 Bild enthält zu viel Störendes an den Seiten. |
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Dpreview fotografiert zwar noch immer die o.a. Testbilder, ermittelt aber seit einiger Zeit nur noch selten die zahlenmäßigen Auflösungswerte. Vermutlich deshalb, weil dieses Thema inzwischen uninteressant geworden ist. Spätestens seit Erscheinen der 10MP-Kameras verfügen diese über einen "Auflösungs-Overkill". Andere Themen, wie Rauschen usw. sind jetzt im Zentrum des Interesses. Trotzdem habe ich mal einige bisherigen Werte der 4:3 -Kameras grafisch dargestellt. Der Einfluss der MP auf die Auflösung ist in der folgenden
grafischen Darstellung sehr gut erkennbar. Dabei habe ich die jeweiligen beiden
Messwerte gemittelt. Die grüne Linie (bei dpreview.com
"Nyquist-Linie" genannt) zeigt übrigens die jeweiligen Pixelreihen
pro Bildhöhe bei 4:3. Mehr "Zeilen/Bildhöhe" sind nicht darstellbar. Dabei wird
angenommen, dass z.B. bei einer 6MP-Kamera jede der 2136 Pixelreihen theoretisch
abwechselnd weiß und schwarz sein könnten. Die reale Auflösung der Kameras liegt
erheblich darunter. Unter anderem deshalb, weil - um Moire zu vermeiden - sog.
Anti-Aliasing-Filter eingesetzt werden, die die theoretisch mögliche Auflösung
reduzieren. Die besten Kameras liegen etwa auf der gestrichelten Linie, die 80%
der "Nyquist-Linie" darstellt. Unterhalb dieser Linie gibt es natürlich viele Kameras, die eine deutlich
schlechtere Auflösung haben. Interessant ist, dass die
Canon G12 mit 10MP deutlich mehr Linien auflöst als die ältere G9 mit 12MP. Aber
auch bei optimale Abstimmung zwischen Optik und Berechnungsalgorithmen ist eine
Überschreitung der 80%-Linie kaum möglich.
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Grün hinterlegt ist der Bereich, in dem selbst bei kritischer Betrachtung am Bildschirm (und bei 10 x 13 cm Papierbildern) keine Verbesserung der Auflösung mehr zu erkennen ist. D.h. eine gute 4MP-Kamera zeigt dann keine bessere Auflösung als eine 8MP-Kamera (vgl. mein Testbericht Canon Pro1 und Bildertest). Hier unterscheiden sich die Kameras am Bildschirm dann nur in Farbgüte, Kontrast, Rauschen usw.. Der Auflösungs-Unterschied zeigt sich nur bei Ausschnittvergrößerungen. Oberhalb der 30x20cm-Linie sind selbst bei extrem großen Postern (bei entsprechendem Betrachtungsabstand) keine Unterschiede mehr feststellbar. Der Auflösungs-Unterschied zweier Kameras zeigt sich dann nur bei sehr starken Ausschnittvergrößerungen. |
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Pixelwahn Zu Zeiten der 2 und 3MP-Kameras
wurde zu Recht eine höhere Auflösung gefordert. So wurde eine möglichst hohe Auflösung
damals zum Fetisch (Auch für mich! Ich startete damals obige Tabelle). |
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Pixelwahn bei Handy-Kameras Interessanterweise wiederholt sich diese Entwicklung bei den Handy-Kameras. 1 und 2MP Handys haben tatsächlich zu wenig Auflösung. Aber wer benötigt 8MP in seinem Handy? Durch die kleinen Sensoren der Handys wird dies Problem zusätzlich verschärft. |
Achtung: Bei der
letzten Überarbeitung eingefügte Texte sind
grün markiert!
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
22.12.2011