| Schärfentiefe |
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Vorab: Fälschlich wird die Schärfentiefe manchmal auch Tiefenschärfe genannt. Dabei beschreibt sie doch die Tiefe der Schärfe und nicht die Schärfe der Tiefe. |
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Hartnäckig hält sich das
Gerücht, dass alle Digitalkameras grundsätzlich eine extrem große
Schärfentiefe haben, dass deshalb von vorne bis hinten alles gleich
scharf sei.
Wer gerne
mit Unschärfe spielen möchte, muss sich deshalb aber nicht gleich eine D-SLR
mit KB-Sensor kaufen. Er sollte die Tatsache ausnutzen, dass die
Schärfentiefe bei Tele deutlich geringer ist. Er sollte deshalb
auf die tatsächliche (nicht die umgerechnete) maximale Brennweite
achten.
Dieses Bild wurde mit lachhaften 24 mm "Tele" der Fuji
F10
aufgenommen. Die rechte Flügelspitze ist schon außerhalb des
Schärfebereiches!
Hier ein Beispiel, aufgenommen von einem meiner Leser am 4.8.06 mit einer Fuji S5600 und 63 mm "echter" Brennweite (umgerechnet 380mm).
Beispiel: Bei "SuperMakro" der
Fuji
6500 muss man sehr dicht an sein Motiv herangehen und deshalb ist
selbst bei 28mm Brennweite die Schärfentiefe extrem gering →Bildbeispiel
Eine lange Brennweite ist bezüglich "Freistellen" aber z.B. dann von Vorteil, wenn ich - aus welchen Gründen auch immer - keine Möglichkeit habe, nah genug an mein Motiv heranzukommen. Außerdem wirkt z.B. ein Portrait vor einer Bergkulisse deutlich besser, wenn es mit 300 mm Tele aufgenommen wurde, als mit 50 mm. Auf dem ersten ist nämlich nur ein einziger Berg im Hintergrund zu sehen, beim zweiten die ganze Landschaft. Beide Hintergründe sind zwar gleich unscharf, der zweite wirkt aber unruhiger.
Wer eine einfache Digitalkamera hat,
muss sich also mit der großen Schärfentiefe "abfinden" ....
oder sich
darüber freuen. Vielfach ist sie ja auch ein Vorteil!
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![]() Die geringe Schärfentiefe bei kleinen Digitalkameras erklärt auch die bei manchen Blitzfotos auftauchenden halbdurchsichtigen Leucht-Erscheinungen. Ursache sind die vom Blitz angestrahlten Staubpartikel dicht vor dem Objektiv. Bei Kameras mit großem KB-Sensor (= längere Standard-Brennweite) sind sie außerhalb des Schärfebereichs und deshalb unsichtbar. |
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Schnappschuss-Entfernung Bei Kameras mit manueller
Entfernungseinstellung bieten manchmal eine sog.
"Schnappschuss-Entfernung". Das sind ca. 3 Meter. Dadurch sind die
meisten Fotomotive im Schärfebereich. Nicht verwechselt werden darf das mit der
sog. Hyperfokaldistanz. Darunter versteht man die Entfernung, die
man einstellen muss, damit bei
der betr. Brennweite und der gewählten Blende die Schärfentiefe gerade
noch bis Unendlich reicht. Bei Kameras mit
Tiefenschärfen-Skala stellt man dazu einfach das Unendlichkeitssymbol (∞)
auf die Markierung der verwendeten Blende. Alle diese Einstellungen ergeben allerdings nur eine grenzwertige Schärfe des Gesamtmotivs. Bei vielen Aufnahmen ist eine hohe Schärfe des Hauptmotivs aber viel wichtiger. |
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
09.12.2008