Kamerataschen
 
Auf der Seite "Hemdentaschen-Kameras" warne ich davor, den Namen wörtlich zu nehmen. Ohne Kameratasche sind die Kameras Sandkörnern, Krümeln usw. schutzlos ausgesetzt und das tut dem Zoom-Mechanismus nicht gut! Staub auf dem Sensor ergibt hässliche Flecken auf den Fotos.

Zu jeder Kamera gehört eine passende Tasche! Nur bei den Supermini-Kameras kann man darauf verzichten.

 

Taschen für kleine Kameras

   In diesem ersten Kapitel beschränke ich mich auf kleine Kameras, die in eine Gürteltasche o.ä. passen. Es gibt eine verwirrende Auswahl an verschiedenen Taschen. Da gibt es rel. unförmige Hartschalen-Taschen, Taschen mit Reißverschluss, Magnet- oder Klett-Lasche ...
  
Ich amüsiere mich immer wieder, wenn ich in den Geiz- und Blödmärkten beobachte, wie die Käufer zielsicher die dünnste Kamera (mit entspr. schlechter Bildqualität) aussuchen und sich dann eine Kameratasche aufschwatzen lassen, die recht unförmig ist.


Wie sieht meine ideale Gürteltasche aus?
   Im Sommer hat eine Gürteltasche zweifellos den Vorteil, dass man die Kamera nicht in die Hosentasche stecken muss, was aus den bekannten Gründen nicht empfehlenswert und außerdem unbequem ist.
   In die am Gürtel befestigte Tasche sollte die Kamera senkrecht hineingesteckt werden, da sie hochkant am wenigsten stört. Außerdem lässt sie sich dann leichter herausziehen.
Je dicker die Tasche ist, um so mehr stört sie. Wohl dem, dessen Kamera einen starken Akku hat und keinen Ersatzakku benötigt. Sonst ist es vorbei mit der schlanken Tasche!
   Wer seine Kamera noch besser schützen will, sollte eine gut gefütterte Tasche mit Reißverschluss wählen. Empfehlen kann ich manche Lowepro-Gürteltaschen ("Etuis" genannt). Sie sind staub- und regendicht und haben Platz für Ersatzakkus. Für jede Kamera gibt es die passende Größe. Mir sind diese Taschen aber, auch wenn kein Ersatzakku mit drin ist, zu dick. Außerdem ist mir das Entnehmen der Kamera zu fummelig.
    Die weniger voluminösen Taschen von Tamrac sind für meine Zwecke optimal. Sie bieten zwar auch Platz für einen Ersatzakku, aber da ich keinen benötige, bleiben sie sehr flach. Sie sind zwar nicht staubdicht, bieten aber ausreichend Schutz der Kamera vor Stößen. Da die Halteschlaufe der Kamera heraushängt, benötigt die Tasche keine eigene Schlaufe, wenn man sie nicht am Gürtel tragen will. Mit einem Griff ist die Klett-Lasche geöffnet und die Kamera an ihrer Halteschlaufe herausgezogen. Ich hatte eine solche Tasche fünf Jahre im Einsatz und nie Probleme gehabt.
Aber auch von Lowepro gibt es solche Taschen (z.B. "Dublin 20"). Wegen fehlender Ersatzakku-Vortasche ist sie sogar noch schlanker. Leider hat sie aber eine festgenähte Gürtellasche. Die ist aber recht breit, sodass sie auch für breite Jeansgürtel geeignet ist.
    Optimal ist es nämlich, wenn die Gürtellasche lösbar ist! Dadurch muss man nicht immer den Gürtel fast vollständig lösen, da es sich empfiehlt, die Kamera auf der linken Seite zu tragen. Nach dem ersten Toilettenbesuch weißt du warum ... 
Inzwischen gibt es lösbare Gürtellaschen, die - im Gegensatz zu alten Systemen - nicht versehentlich aufgehen können. Außerdem sind Taschen mit festgenähter Gürtelschlaufe oft für breite Jeansgürtel zu eng.
 

Vorteile einer Hartschalen-Tasche
Wer etwas ruppig mit seiner Kamera umgeht bzw. sie z.B. zu einem Strandurlaub mitnehmen möchte, dem kann ich eine Hartschalen-Tasche empfehlen. Sie schützen die Kamera sehr gut vor Stößen und sind rel. staubdicht. Wenn man nicht auch noch einen Ersatzakku usw. unterbringen will (muss), dann sind manche Hartschalentaschen flacher als die oben beschriebenen Gürteltaschen. Und das Entnehmen der Kamera ist auch nicht viel umständlicher als bei den Reißverschlusstaschen. Eine (leider feste) Schlaufe zum Befestigen am Gürtel haben sie auch.
 

Noch eine Alternative: ein Kamerabeutel
Im Winter oder bei schlechtem Wetter ist eine am Gürtel befestigte Tasche praktisch unerreichbar und es sinnvoller, die Kameratasche in die Manteltasche zu stecken. Das ist natürlich mit beiden o.g. Typen möglich. Damit sich die Manteltasche aber nicht zu sehr ausbeult, bietet sich hier auch eine dritte Alternative an: ein schlichter Kamerabeutel aus Stoff (Typ "Tabaksbeutel"). Die darin "eingetütete" Kamera ist kaum dicker als "ohne" und verschwindet problemlos in jeder Manteltasche. Gegen Stöße ist sie dort ohnehin gut geschützt.
 

Und noch eine Alternative: Kunststoffbeutel mit integriertem "Reißverschluss"
Diese kleinen Beutel gibt es in jeder Haushaltsabteilung. Sie sind (fast) luft- und staubdicht und empfehlen sich besonders für Fotos auf Paddeltouren und am Strand, wo Sand überall lauert. Er macht die Kamera sogar füe kurze Zeit "schwimmfähig", wenn sie mal über Bord geht. →Beispielfoto

 

Taschen für größere Kameras

Bei Wanderungen und auf Reisen bin ich kein Freund von Kameras, die nicht in eine flache Tasche passen. Das geht bereits bei der LX5 los, die man allerdings notfalls in einen Bauchbeutel stopfen kann. Im Winter passt sie auch (im Beutel) in die Manteltasche.
Aber bei den sog. "Kompaktkameras" mit Wechseloptik ist eine entsprechend große Tasche unumgänglich, die dann auffällig um den Hals baumelt oder von der Schulter rutscht .... von der Diebstahlsgefahr in gewissen Ländern gar nicht zu reden! Das gilt natürlich erst recht für die großen Superzoom- und Systemkameras. Und - im Gegensatz zu den o.g. Gürteltaschen - besteht auch die Gefahr, dass man die Kamera irgendwo versehentlich liegen lässt.
Wer dann auch noch mehrere Wechselobjektive, ein Stativ, Blitzlichtgerät usw. mitschleppen(!) will, muss halt eine entsprechend große Tasche oder gar einen Rucksack kaufen.
 


Start dieser Seite. 04.08.2010


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Letzte Überarbeitung: 06.09.2011