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Taschen für kleine Kameras
In diesem ersten Kapitel beschränke ich
mich auf kleine Kameras, die in eine Gürteltasche o.ä. passen. Es gibt eine
verwirrende Auswahl an verschiedenen Taschen. Da gibt es rel.
unförmige Hartschalen-Taschen, Taschen mit Reißverschluss, Magnet- oder
Klett-Lasche ...
Ich amüsiere mich immer wieder, wenn ich in
den Geiz- und Blödmärkten beobachte, wie die Käufer zielsicher die dünnste
Kamera (mit entspr. schlechter
Bildqualität) aussuchen und sich dann eine Kameratasche aufschwatzen
lassen, die recht unförmig ist.
Wie sieht meine ideale Gürteltasche aus?
Im Sommer hat eine Gürteltasche zweifellos den Vorteil, dass man die
Kamera nicht in die Hosentasche stecken muss, was aus den
bekannten
Gründen nicht empfehlenswert und außerdem unbequem ist.
In die am Gürtel befestigte Tasche sollte die Kamera senkrecht hineingesteckt werden, da sie
hochkant am wenigsten stört. Außerdem lässt sie sich dann
leichter herausziehen.
Je dicker die Tasche ist, um so mehr stört sie. Wohl dem,
dessen Kamera einen starken Akku hat und keinen Ersatzakku benötigt. Sonst
ist es vorbei mit der schlanken Tasche!
Wer seine Kamera noch besser schützen will, sollte eine gut gefütterte
Tasche mit Reißverschluss wählen. Empfehlen kann ich manche
Lowepro-Gürteltaschen
("Etuis" genannt).
Sie sind staub- und regendicht und haben Platz für Ersatzakkus. Für
jede Kamera gibt es die passende Größe. Mir sind diese Taschen aber, auch
wenn kein Ersatzakku mit drin ist, zu dick. Außerdem ist mir das Entnehmen
der Kamera zu fummelig.
Die weniger voluminösen Taschen von
Tamrac sind für meine Zwecke optimal. Sie bieten zwar auch Platz für
einen Ersatzakku, aber da ich keinen benötige, bleiben sie sehr flach. Sie
sind zwar nicht staubdicht, bieten aber ausreichend Schutz der Kamera vor
Stößen. Da die Halteschlaufe der Kamera heraushängt, benötigt die Tasche
keine eigene Schlaufe, wenn man sie nicht am Gürtel tragen will. Mit einem Griff ist die Klett-Lasche geöffnet und die Kamera an
ihrer Halteschlaufe herausgezogen. Ich hatte eine solche Tasche fünf Jahre
im Einsatz und nie Probleme gehabt.
Aber auch von
Lowepro gibt es solche Taschen (z.B. "Dublin 20"). Wegen fehlender Ersatzakku-Vortasche ist sie sogar noch schlanker. Leider hat sie aber
eine festgenähte Gürtellasche. Die ist aber recht breit, sodass sie
auch für breite Jeansgürtel geeignet ist.
Optimal ist es nämlich, wenn die Gürtellasche lösbar ist! Dadurch muss man nicht immer den Gürtel fast
vollständig lösen, da es sich empfiehlt, die Kamera auf der linken
Seite zu tragen. Nach dem ersten Toilettenbesuch weißt du warum ...
Inzwischen gibt es lösbare Gürtellaschen, die - im Gegensatz zu alten
Systemen - nicht versehentlich aufgehen können. Außerdem sind
Taschen mit festgenähter Gürtelschlaufe oft für breite Jeansgürtel zu eng.
Vorteile einer Hartschalen-Tasche
Wer etwas ruppig mit seiner Kamera umgeht bzw. sie z.B. zu einem Strandurlaub
mitnehmen möchte, dem kann ich eine Hartschalen-Tasche empfehlen. Sie
schützen die Kamera sehr gut vor Stößen und sind rel. staubdicht. Wenn man
nicht auch noch einen Ersatzakku usw. unterbringen will (muss), dann sind
manche Hartschalentaschen flacher als die oben beschriebenen Gürteltaschen.
Und das Entnehmen der Kamera ist auch nicht
viel umständlicher als bei den Reißverschlusstaschen. Eine (leider feste) Schlaufe zum Befestigen am Gürtel haben
sie auch.
Noch eine Alternative: ein
Kamerabeutel
Im Winter oder bei
schlechtem Wetter ist eine am Gürtel befestigte Tasche praktisch
unerreichbar und es sinnvoller, die Kameratasche in die Manteltasche zu
stecken. Das ist natürlich mit beiden o.g. Typen möglich. Damit sich die
Manteltasche aber nicht zu sehr ausbeult, bietet sich hier auch eine dritte Alternative
an: ein
schlichter Kamerabeutel aus Stoff (Typ "Tabaksbeutel"). Die darin
"eingetütete" Kamera ist kaum dicker als "ohne" und verschwindet
problemlos in jeder Manteltasche. Gegen Stöße ist sie dort ohnehin gut
geschützt.
Und noch eine Alternative:
Kunststoffbeutel mit integriertem "Reißverschluss"
Diese kleinen Beutel gibt es in jeder Haushaltsabteilung. Sie sind
(fast) luft- und staubdicht und empfehlen sich besonders für Fotos auf
Paddeltouren und am Strand, wo Sand überall lauert.
Er macht die Kamera sogar füe kurze Zeit "schwimmfähig", wenn sie mal über
Bord geht. →Beispielfoto
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