| Zusatzblitzgerät |
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In der "guten alten Zeit" musste man
immer ein Blitzgerät zu seiner Kamera kaufen, heute ist es bereits
eingebaut. Es ist aber meist nur ein Notbehelf. Was
will man schon bei
Leitzahl
7 erwarten? Bei Tele (Blende 4,9!) und 100 ASA ist dann bereits
bei 1,4 Meter Schluss! Es gibt aber noch viele weitere Gründe für ein Zusatzblitzgerät! |
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Der eingebaute Blitz ist bei Sonnenschein nicht in der Lage,
Schattenbereiche in 5 Meter Entfernung aufzuhellen. Dazu muss man mit "A"
manuell eine große Blendenöffnung vorgeben (Wohl dem, dessen Kamera das kann!).
Ich empfehle hier Blende 4,5. Kompakt-Digitalkameras synchronisieren dann bis zu
ihrer kürzesten
Belichtungszeit (z.B. 1/1000 sek.). |
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![]() Falls das Zusatz-Blitzgerät über Sensor (sh. unten) ausgelöst wird, empfiehlt es sich, den Kamerablitz abzuschirmen. Das geschieht durch ein kleines Stück Pappe, das mit Tesafilm an der Kamera befestigt wird. Es lenkt das Blitzlicht nach unten, so dass es nicht direkt in die Augen des Motivs trifft, aber für den Sensor noch wahrnehmbar ist. |
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Bei extremen Nahaufnahmen ergibt sich häufig ein Beleuchtungsproblem. Der eingebaute Kamera-Blitz kann dann auch nicht helfen. Aber er kann sich trotzdem nützlich machen, indem er einen Zusatzblitz über einen Blitzsensor auslöst. Und der Zusatzblitz kann so positioniert und in der Helligkeit angepasst werden, dass das Motiv optimal beleuchtet wird .... |
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"Entfesselter" Blitz
Die verblüffendste Wirkung eines Zusatzblitzes ist aber sein Einsatz als
"entfesselter" Blitz. Dazu wird er im deutlichen Abstand von der Kamera
positioniert und sorgt so für sehr plastische Fotos. Seit einiger Zeit
mache ich alle Blitzaufnahmen mit dieser Methode.
Bei diesem Bild leuchtete der Zusatzblitz
auf einem Stativ von rechts oben und bewirkte eine sehr plastische Darstellung. |
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Das überzeugendste Beispiel ist aber das folgende Bild. Dabei war der Zusatzblitz ca. 5 Meter entfernt an der Decke angeklemmt! Er hatte aber "Blickkontakt" zum Kamerablitz. Das Ergebnis ist ein extrem plastisches Foto, das allein mit einem an der Kamera befestigten Blitz nie erreicht werden könnte. |

Aufnahme: Blitz: Metz 28 CS-2;
Kamera: Fuji F10
| Weitere überzeugende Bildbeispiele in einem Bildbericht auf der Website meines Squaredance-Clubs. |
Verbindung mit der Kamera
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Problemlos sind natürlich Kameras mit Blitzschuh in Kombination
mit einem entsprechenden Systemblitzgerät. Aber solche Blitzgeräte sind
relativ teuer. Es geht auch mit einem alten Automatik-Blitzgerät (mit "Arbeitsblende"). Aber Vorsicht: Manche primitive Uralt-Blitzgeräte arbeiten mit einer hohen Triggerspannung, die die Kamera-Elektronik beschädigen kann. Liste sicherer Blitzgeräte unter: www.botzilla.com/photo/strobeVolts.html |
... und wenn die Kamera keinen Blitzschuh hat
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Einen Blitzschuh hat leider keine kleine Kamera
und da fast alle mit einem
sog. "Vorblitz" arbeiten, genügt auch ein simpler Blitzsensor in Kombination
mit einem normalen Blitzgerät nicht. Hier würde bereits der Vorblitz den
Zusatzblitz auslösen. Wer nicht bereits ein altes Blitzgerät
besitzt, kann auch ein Spezial-Blitzgerät (z.B.
Metz
28 SC-2) kaufen, das bereits einen Sensor eingebaut hat. |
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Was ist ein "Vorblitzsysten"? Fast alle modernen Digitalkameras arbeiten mit einem sog. Vorblitzsystem. Dabei wird Sekundenbruchteile vor der eigentlichen Aufnahme ein "Vorblitz" ausgelöst, der die Helligkeit des Motivs bestimmt und damit die notwendige Blitzdauer für eine exakte Belichtung ermittelt. Die Zeitspanne zwischen Vor- und Hauptblitz ist so kurz, dass ein Mensch sie nicht bemerkt. Der Sensor erkennt aber den Vorblitz und löst automatisch - und damit zu früh - den Zusatzblitz aus. Das gaukelt der Kamera nun eine Helligkeit vor, die dann bei Auslösung des Hauptblitzes nicht mehr da ist, da der Zusatzblitz seine Kraft ja schon verbraucht hat. Ergebnis: völlig unterbelichtete Fotos. Deshalb geht kein Weg an einem speziellen Sensor oder Blitzgerät vorbei.
Leider bieten nur wenige Kamera die
Möglichkeit, den Vorblitz abzuschalten (z.B. die Canon A640; 710). Dann kann nämlich ein jedes
beliebige Blitzgerät (mit einem zusätzlich aufgesteckten normalen Blitzsensor)
verwendet werden. Besonders bei Kameras mit Blendenvorwahl ist das eine
elegante (und billige!) Lösung, die sogar den Einsatz mehrer "normaler"
Blitzgeräte ermöglicht, was bei Kameras mit Vorblitz nicht möglich
ist.
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Störung durch "Fremdblitze". Leider sind Sensor-Zusatzblitzgeräte (fast) nicht einsetzbar, wenn auch andere Kameras blitzen. Dann kann es vorkommen, dass sie im entscheidenden Moment ihre volle Leistung noch nicht wieder erreicht haben, weil sie gerade zuvor durch einen anderen Blitz ausgelöst wurden. Über Kabel oder Funk angeschlossene Blitzgeräte kennen solche Probleme nicht.. |
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Gleichgültig ob man ein Blitzkabel oder einen Sensor benutzt:
Voraussetzung für den Einsatz eines alten Blitzgerätes ist eine Kamera mit
Blendenvorwahl, besser noch mit voll manueller Einstellmöglichkeit. Man stellt zunächst den Blitz z.B. auf "Arbeitsblende = 5,6" und an der Kamera (manuell) Blende 5,6 (und 1/100 Sekunde) ein. Dann macht man ein Testbild und sieht es sich an. Das ist ja der Vorteil von Digitalkameras! Sind die vom Blitz beleuchteten Bildteile zu hell oder zu dunkel, korrigiert man die (Kamera-) Blende entsprechend. Die Belichtungszeit verändert man ggf. so, dass der nicht vom Blitz beleuchtete Hintergrund richtig belichtet wird. Wenn die optimale "Arbeitsblende" so gefunden worden ist, sind nach meinen Erfahrungen dann alle Bilder - gleichgültig ob im Abstand von 1 oder 6 Metern - richtig belichtet. Der Sensor des Blitzgerätes sorgt automatisch dafür! Natürlich müssen Kamera und Blitz auch auf gleiche ISO-Zahl eingestellt sein. Bei Systemblitzgeräten und den entspr. Kameras gibt es diese Probleme nicht. |
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Letzte Überarbeitung: 14.02.2008