| Blitz-Technik |
| Nicht immer reicht die Beleuchtung für ein
Foto; Besonders, wenn sich das Motiv bewegt. Dann ist ein Blitzlichtgerät
erforderlich. Heute haben praktisch alle Kameras einen eingebauten Blitz. Deshalb habe ich den "Zusatz-Blitzgeräten" eine gesonderte Seite gewidmet. |
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Was sagt uns die "Leitzahl"? Als Maßzahl für die Leuchtstärke eines Blitzgerätes dient die "Leitzahl". Sie gilt üblicherweise für 100 ISO (21° DIN). Zur Ermittlung der notwendigen Blende wird die Leitzahl einfach durch die Entfernung des Blitzgerätes vom Motiv geteilt. Z,B.: LZ = 22; Entfernung = 5,5 m --> Blende = 4 Manche Kameras haben nur einen Blitz mit der LZ von 5 (Sony T7)
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Nur Kameras mit sehr weit herausschwenkendem Blitz erzeugen keine rote
Augen. Bei allen anderen Kameras hilft nur ein
Zusatzblitz.
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Welche Vorteile hat ein Zusatzblitzgerät? Der eingebaute Miniblitz reicht nicht besonders weit bzw. erfordert hohe ISO-Werte. Da hilft nur ein Zusatzblitzgerät! → Mehr Informationen |
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Warum lassen Spiegelreflex-Kameras keine kurzen Synchronzeiten zu? Die Belichtungszeit von konventionellen Spiegelreflex-Kameras (SLR) wird durch die Breite des "Schlitzes" zwischen den beiden "Verschlussvorhängen" bestimmt. Bei kurzen Belichtungszeiten ist dieser Schlitz so eng, dass zu keinem Zeitpunkt die ganze Filmöffnung offen ist. Ein Blitz würde nur den Streifen des Bildes belichten, der gerade in diesem Moment frei ist. Deshalb darf eine bestimmte Belichtungszeit (= Schlitzbreite) nicht unterschritten werden. Bei modernen SLR-Kameras ist das 1/500 Sek. Bei anderen Kameras gibt es diese Begrenzung nicht. |
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Wann sind kurze Synchronzeiten
notwendig? Moderne Kameras haben einen sog. "intelligenten" Blitz, der die Synchronzeit auf die Helligkeit des Hintergrundes abstimmt und nicht mit einer Standard-Synchronzeit arbeitet. Dadurch versinkt nicht alles in Finsternis, was nicht vom Blitz getroffen wird bzw. ein heller Hintergrund wird nicht total überbelichtet (Gegenlicht-Aufnahme!). Wenn die Kamera
aber - wegen des dunklen Hintergrundes - z.B. 1/45 Sek. wählt obwohl das
Motiv sich sehr schnell bewegt, dann kann es problematisch werden. Durch die extrem kurze Dauer des
Blitzes wird zwar die schnellste Bewegung sofort "eingefroren", aber zumindest die
hellen Teile werden von der Kamera während der restlichen
Belichtungszeit noch weiter erfasst und sie sind dann als verschwommene
"Schatten" sichtbar. Bei diesem Motiv (hier ein 1:1 Ausschnitt)
war selbst 1/100 Sek. noch nicht kurz genug! Tänzer bewegen sich halt
sehr schnell!Da hilft nur, die Automatik abzuschalten und eine kurze Belichtungszeit manuell vorzugeben. _________________________
Bei diesem Motiv ergab sich ein anderes
Problem:
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Was bedeutet "Belichtung auf 2.Verschlussvorhang"? Das stammt von den bei Spiegelreflexkameras üblichen Schlitzverschluss. Bei Langzeit-Aufnahmen gibt der erste "Vorhang" des Schlitzverschlusses die Filmöffnung frei. Nach Ablauf der Belichtungszeit schließt der zweite "Vorhang" die Filmöffnung wieder. Wird der Blitz erst kurz davor ausgelöst, sieht man z.B. bei nächtlichen Aufnahmen einer Straße die Lichtspuren und die betr. Autos am Ende davon! Würde der Blitz zu Anfang der Belichtung ausgelöst (was bei einfachen Kameras geschieht), würde das Auto die Lichtspur scheinbar vor sich herschieben, weil sie ja erst entsteht, nachdem das Auto angeblitzt wurde! Wenn man lange Synchronzeiten wählt, sollte der Blitz deshalb immer am Ende ausgelöst werden ... wenn die Kameras das kann! |
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Die Alternative: |
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So beliebt es auch ist, bei schlechten Beleuchtungsverhältnissen einen Blitz zu verwenden .... schöner werden die Bilder häufig, wenn man ohne Blitz auskommen kann! (Fachausdruck: "Available-Light-Fotografie") Abgesehen davon, dass ein Blitz nicht selten über- und unterbelichtete Bildteile ergibt und rote Augen erzeugt .... die Bildstimmung kann so nicht eingefangen werden!
Bei Verwendung eines Blitzgerätes wären die vorderen Personen auf diesem Bild grell überbelichtet und der Hintergrund wäre schwarz! Noch besser wäre natürlich eine Kamera
mit rauscharmen 1600 ISO. Dann hätte die Bewegungsunschärfe der Personen
durch 1/60 Sek. verhindert werden können! "Hört, hört!" höre ich schon etliche Leser rufen! Aber gegen Kameras mit Wechseloptik und APS-Sensor habe ich an keiner Stelle auf meiner Website gelästert! Mich stört nur der Spiegelsucher, der viele Möglichkeiten verbaut (Hinweis). Rauscharme 1600 ISO und Blende 2,8 bietet andererseits aber auch die kleine Hemdentaschen-Kamera Fuji F30 und überbietet damit die Baby-SLRs mit ihren 3,5-5,6 Standard-Objektiven! |
www.Henner.info
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Überarbeitung:14.02.2008