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Kopien von alten Schmalfilmen |
| In so manchem Schrank schlummert ein
großer Schatz: Alte Normal8- und Super8-Schmalfilme. Aber
wer hat noch einen funktionierenden Projektor dafür und kann damit
umgehen? Außerdem nagt der Zahn der Zeit an den Farben dieser
unersetzlichen Originalen und bei jeder Vorführung besteht die Gefahr,
dass weitere Kratzer hinzukommen und Klebestellen aufgehen. Aber in Zeiten von PCs, DVDs und hochauflösenden TV-Flachbildschirmen gibt es elegantere Möglichkeiten, als die Filmvorführung im abgedunkelten Zimmer und mit ratternden Projektor. |
| Bereits 1957 habe ich mit "Normal 8" Schmalfilme
gedreht.
Die meisten dieser Filme bestehen aus mehreren kurzen "Abschnitten" "(Besuch
von Tante Elfriede"; "Erste Schritte unserer Tochter" usw.), die - um
nicht viele kleine Filmspulen zu haben - auf einer 60m-Spule
zusammengefasst wurden. Sie wurden jedoch nur selten angesehen, da ich
mit diesen "langen"(!) Filmen keinen Gast langweilen wollte. :-) Diese unersetzlichen
Originale müssen unbedingt digitalisiert werden. Erst dann ist die Gefahr einer weiteren
Alterung und gar eines Totalverlustes
gebannt. Die Digitalkopien können dann (ohne Qualitätsverlust) beliebig
oft angesehen und kopiert werden. →Datensicherung
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Die Technik
1. Abfilmen von der Leinwand
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Zum Abfilmen hatte ich
damals nur einen normalen Camcorder zur Verfügung. Inzwischen gibt es
HD-Camcorder, die eine erheblich bessere Auflösung bieten. Der Begriff
"Leinwand" ist hier übrigens nicht wörtlich zu nehmen. Um ein möglichst
helles Projektionsbild zu erhalten, habe ich einen weißen A3-Karton als
Projektionsfläche verwendet. Von erstaunlicher Qualität bezüglich Schärfe und Farbqualität sind die mit der Digitalkamera Fuji F31 im Video-Modus abgefilmten Szenen. Vorteil: Es gibt keinerlei Probleme mit der Bearbeitung, da die Videos als AVI-Dateien vorliegen und wie Digitalbilder sofort abgespielt werden können. |
![]() Hier zwei
fast 40 Jahre alte Beispielfilmchen (je. ca.
900KB), die mit der F31 abgefilmt wurden. Das Anklicken der Bilder
startet - mit kurzer Verzögerung - die Videos. Sind zwar nicht optimal,
aber dafür sind sie im digitalen Fotoalbum direkt aufrufbar und nicht
unerreichbar irgendwo auf einer Filmspule. |
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Noch besser sind natürlich moderne Kameras mit
HD-Video-Möglichkeit. 2. Kopien durch Profis Wer wesentlich bessere Qualität
erwartet, kann seine Filme auch von Profis kopieren lassen. Dabei werden
die Einzelbilder nacheinander direkt eingescannt, wodurch auch das lästige Flimmern
völlig vermieden wird. Gibt man bei der Bestellung die verwendete Bildfrequenz
an (bei Normal 8 meist 16 B/Sek.), so werden die Filme entsprechend
kopiert. Da die Digital-Videos mit 25 B/Sek. arbeiten, müssen mit
entspr. Programmen einige Bilder hinzugefügt werden. Gute Programme
berechnen diese Bilder aus den jeweiligen Filmbildern davor und danach.
Video-DVD Daten-DVD
Die Lösung: Diese Angaben gelten fast alle Kopierbetriebe. |
Ich habe einen Testfilm an verschiedene Kopierbetriebe geschickt. Sie arbeiten fast alle mit dem PAL-Standard (576 Zeilen). Aber es gibt große Unterschiede. Hier eine Testbildserie mit einigen Screenshots. (Hinweis für Firefox: Anklicken der Bilderserie zum vergrößern!) ![]() Am wenigsten gefielen mir die Kopien eines Betriebes, der vollmundig mit dem Prädikat "TESTSIEGER mit der Bestnote 1,1" wirbt. Die Video-DVD-Filme waren viel zu hart und extrem überschärft. Die Daten-DVD zeigte bei schnellen Bewegungen starke Doppelbilder, da offensichtlich nicht mit Vollbildern (p) gearbeitet wird, sondern zwei (interlaced) Halbbilder zu einem Bild zusammengesetzt werden. |
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Das neue unkomprimierte "Spezialformat" erfordert allerdings sehr viel Speicherplatz. Die Filme passen nicht auf eine DVD und deshalb muss eine externe Festplatte zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Any-Video-Converter (ab Version 3.0.1) kann die Datei dann aber ohne nennenswerte Verluste (AVI; mjpeg; 1440x1080, 768 ; 25 B/s) deutlich reduziert werden. In meinem Fall von 59 auf 3,7 GB ! 5,3 GB sind es, wenn mit Magix auf das üblich "DV-AVI" (720x576) reduziert wird.
Bei zerkratzten und verschmutzten Filmen lohnt sich
unbedingt eine (etwas teurere) "Nass-Abtastung". |
HD-Qualität
| Neben den Kunden, die nur eine bequeme
Vorführmöglichkeit ihrer alten Schmalfilme mittels DVD suchen und denen,
die diese Kopien noch nachbearbeiten und vertonen wollen, gibt es noch
eine dritte Gruppe, zu denen ich mich auch zähle: Sie erwarten, dass eine
Kopie möglichst viel an Auflösung und Bildqualität aus den wertvollen
Zeitdokumenten herausholt und dass sie in einem zukunftssicherem Format
abgespeichert ist, das auch Basis für eventuelle spätere, verbesserte
Bearbeitungsprogramme sein kann. Sie sind es leid, alle paar Jahre ihre
Filme erneut kopieren zu lassen, weil inzwischen bessere Methoden
angeboten werden. Der antiquierte PAL-Standard mit seinen
576 Zeilen kann diese Bedingungen nicht erfüllen. Zukünftige Bildschirme
haben sicherlich 1080, mind. aber 720 Zeilen und arbeiten nicht mehr mit
"Halbbildern" (interlaced). Optimal sind einzeln abgespeicherte Einzelbilder (M-JPEG) mit 1080 Pixel Bildhöhe (1440 Breite). Sie bieten zwar eine theoretische Auflösung, die weit über der eines Super8-Films liegt, haben dann aber auch genügend Reserven für eine Nachbearbeitung. In das PAL-Format (zur Erstellung von DVDs) lassen solche Videos jederzeit problemlos umformen. Aber nicht nur das "richtige" Dateiformat ist wichtig! Auch die Farbwiedergabe muss stimmen sowie der Kontrastumfang (da liegen Super8-Filme deutlich über den Fähigkeiten von Videokameras) und die Schärfe. Bisher hat noch kein Kopierbetrieb mein auf Super8 (Kodachrome K40) aufgenommenes Testbild in solcher Schärfe erfasst, wie ein eingescanntes Filmbildchen. Selbst das mit einer Digitalkamera von der Leinwand abfotografierte Testbild war schärfer. |
MovieMaker
| Im Allgemeinen bin ich kein Freund von
Bill G., aber das mit XP und Vista kostenlos mitgelieferte programm MovieMaker kann
für den "Hausgebrauch" durchaus ein teures Video-Schnittprogramm ersetzen.
Es verkraftet - im Gegensatz zu manchen käuflichen Programmen - sogar
Formate mit mehr als 768 Zeilen. Der unten gezeigte Screenshot zeigt, wie eine vorhandene kurze AVI-Datei mit Fotos, Titeleinblendungen, Szenenübergängen und Hintergrundmusik zu einem Kurzfilm aufgewertet werden kann, der die Geduld der Zuschauer nicht überstrapaziert. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten. Die abschließende Kodierung dauert nur wenige Sekunden und dann liegt ein Videoclip im wmv-Format vor, der auf allen mir bekannten Playern abspielbar ist. Voraussetzung: Die AVI-Datei muss exakt 4:3 bzw. 16:9 sein! Aus "gestauchten" Videos (720x576) erstellte Filme bleiben gestaucht und sind nur mit dem MediaPlayer unverzerrt abspielbar. |

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Start dieser Seite am 25.07.2009
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
07.04.2010