| Video-Aufnahmen |
| Manche Situation kann mit einem "Stand"-Foto
nicht wirklich erfasst werden. Denken wir nur an die ersten Schritte
eines Kindes, das Verkehrsgewühl einer Großstadt, die Vorführung einer Tanzgruppe
(→
sehenswertes Beispiel) Aber wer hat schon immer zusätzlich eine Video-Kamera dabei? Eine Kombi-Kamera wäre da nützlich. |
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Video-Kamera
mit Foto-Möglichkeit
Digital-Kamera mit Video-Möglichkeit
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Viele Foto-Amateure wissen gar nicht, dass
ihre Digitalkamera die Möglichkeit von Videoclips bietet. Die waren
früher auf das
Miniformat (320 x 240) und ruckelige 15 Bilder/ Sek. beschränkt. →Beispielfilm
(1MB; Hanoi/Vietnam; 2002). Solche Videoclips sollten aber auf
wenige "Ausnahmesituationen" beschränkt bleiben. Schließlich sollen sie
ja nur eine Diashow auflockern. Wer beabsichtigt, einen 10
GB-Speicherchip mit vielen endlos langen Szenen voll zu knallen, der
sollte sich doch besser gleich einen Camcorder kaufen. |
Geeignetes Vorführprogramm
| Wer sich für diese Art der
"Berichterstattung" entschließt, sollte sich auch gleich nach einem
geeigneten Vorführprogramm umsehen. Viele Programme sind nämlich nicht in der
Lage, Bilder und Videos im Mix abzuspielen. Da muss man erst die Bilder
und dann die Videos zeigen. Aber das ist nicht sinnvoll, da die kurzen
Videoclips ja an der passenden Stelle zwischen den Bildern ablaufen
sollen. Alle Videoclips einer Urlaubsreise nacheinander ablaufen zu lassen
ist Unfug! Meines Wissens ist derzeit nur IrfanView in der Lage, einen solchen Mix problemlos (sogar per "Maus-Fernsteuerung") zu zeigen. |
Video-Dateiformate
| Die von den Kameras aufgezeichneten Videoclips haben unterschiedliche Endungen ("Container"), die aber nicht viel über den jeweils verwendeten Codec aussagen. Trotzdem geben sie einen Hinweis darauf, welche Probleme man bei der Vorführung und Bearbeitung erwarten kann. |
"Containerformate"
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AVI
Die übliche Endung der
Video-Clips ist *.AVI. Hier verbirgt sich bei Digitalkameras
meist der M-JPEG-Codec, bei dem ein Bild nach dem anderen gespeichert
wird.
Dazu müssen die einzelnen Bilder natürlich stark reduziert werden, was
entsprechende JPG-Artefakte ergibt. Der Speicherbedarf ist sehr hoch.
Dafür ist aber ein verlustfreier Schnitt möglich →Hinweise |
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MOV
Digitalkameras, die Videoclips mit der Endung *.MOV (Quicktime)
erstellen, speichern zumeist ebenfalls mit M-JPEG.
Deshalb ein ähnlich hoher Speicherbedarf wie bei AVI-Kameras.. |
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MPG
Dahinter verbirgt sich ein Videostrom nach
dem MPEG-1 oder MPEG-2 Standard. MPEG-4 ist zwar erlaubt wird aber so
gut wie nie darin verpackt. Sie können problemlos abgespielt werden. |
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MP4 Handy-Kameras erstellen meist Videoclips mit dieser Endung. Dahinter verbergen sich in der Regel MPEG-4 Part 2 (xvid, divx, ms-mpeg4,...) oder MPEG-4 (Part 10/h.264), mit denen viele Player klarkommen. Auch IrfanView spielt diese Videoclips (wenn sie nicht das gestauchte 16:9 Format verwenden) völlig normal ab, wenn zuvor entsprechend konfiguriert wurde. Bei ThumbsPlus muss MP4 angekreuzt werden. Der WIN-Movie-Maker akzeptiert MP4 allerdings nicht. |
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AVC-HD (Endung *.MTS) Hinter der Bezeichnung AVC-HD (Advanced Video Codec High Definition) verbirgt sich eine Variante des H.264 Standards. Sie wurde 2006 von Panasonic und Sony entwickelt und bisher nur in Camcordern verwendet. Inzwischen setzen es auch Digitalkameras ein, um die Datenflut von HD-Videos zu bewältigen. Allerdings werden hier nicht - wie bei den o.g. Formaten - einzelne kurze Videoclips erzeugt, die zwischen Digitalbildern vorgeführt werden können, sondern eine zusammenhängende große Datei. Zur Videobearbeitung sind extrem schnelle Prozessoren erforderlich. Selbst DuoCore ist zu langsam. Die aktuelle Version des WIN-MediaPlayers und der VLC-Videoplayer (Links) bewältigen derzeit dieses Format. Auch der Any-Video-Converter kann das Format lesen und somit können damit Abschnitte herausgeschnitten werden. |
Video-Format 16:9
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Da alle modernen TV-Geräte das
Breitformat 16:9 verwenden, ist es sinnvoll, dass auch die Videoclips
der Digitalkameras dieses Seitenverhältnis benutzen. Alte Kameramodellen
verwendeten das Videoformat
848 x 480. Üblich ist heute aber das Format 1280 x 720 (720p). Die Profi-SLR (!) Canon 5D MarkII mit
Vollformat-Sensor und einige moderne Kompaktkameras filmen sogar mit 1920 x 1080 im
Voll-HD-Qualität!
→Beispiel-Filmchen Wie auch einige Camcorder verwenden auch manche Kameras das gestauchte Format 1440 x 1080. Bei der Wiedergabe werden die Pixel in die Breite gestreckt, so dass sich dann das HD-Format 1920 x 1080 ergibt. Henner, 09.01.2010 |
Standbilder aus Videos erstellen
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Ruft man nun das IrfanView-Programm auf und wählt "Bearbeiten > Einfügen", so erscheint
das Standbild. Es kann nach den üblichen
Regeln bearbeitet und gespeichert werden. |
Anforderungen an die Video-Funktion von Digitalkameras
War man anfangs schon zufrieden, wenn eine
Digitalkamera einige Sekunden Videos im QVGA-Format und ohne Ton aufnehmen
konnte, so sind inzwischen die Anforderungen immer weiter angestiegen.
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www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
09.01.2010