| Digital-Tele |
| Alle Digitalkameras bieten "Digital-Tele" oder eine entsprechende Funktion unter den verschiedensten Namen, wie Smartzoom, Digitaler Telekonverter usw. . Was verbirgt sich dahinter? |
Inhalt dieser Seite |
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Digital-Tele mit "Erfinden" von Pixeln |
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Ein "optisches" Zoom kennt man von "normalen" Kameras. Z.B.
wird ein Objektiv mit 35 - 70 mm Brennweite als 2x Zoom bezeichnet.
Dabei wird mit 70 mm jedes Motiv exakt doppelt so groß (breit)
dargestellt wie bei 35 mm. Das kann man auch erreichen, wenn man nur ein 35 mm Objektiv einbaut und digital einen Ausschnitt daraus auf das Doppelte vergrößert. Das ist "Digital-Zoom". Bereits die ersten Digitalkameras
verfügten über diese Möglichkeit. Wenn der maximale (optische) Telewert
einer Zoomkamera erreicht war, dann konnte mit
"Digital-Tele" der Zoombereich nach oben erweitert werden. Dazu
wurde ein immer kleinerer Ausschnitt des Bildes auf Nenn-MP-Zahl
vergrößert. Zu Zeiten, als Digitalkameras "nur" 6MP oder sogar
noch weniger hatten, war diese Methode notwendig, da die Zoombilder
sonst nicht den Bildschirm ausfüllten. Bereits bei guten
6MP-Kameras waren genug
Reserve vorhanden, um die Bild-Ausschnitte in ausreichender Qualität zu vergrößern. |
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Manche Kameras (wie z. B. die
Fuji 6500) bieten eine andere Lösung. Hier kann bei jeder
Brennweite auf Knopfdruck die Bildmitte digital vergrößert werden. Das
ist für die manuelle Scharfstellung sehr nützlich.
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Digi-Tele bei reduzierter MP-Zahl |
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Bekanntlich nimmt eine Kamera alle Bilder grundsätzlich immer mit Nenn-MP auf, rechnet sie dann aber ggf. auf eine vorgegebene Größe herunter. Wird z.B. eine 12MP Kamera auf 2MP umgestellt, so werden alle Bilder von 4000 x 3000 Pixel auf 1600 x 1200 Pixel intern heruntergerechnet und dadurch sind sie (bei 1:1 Betrachtung) rel. scharf, selbst wenn die Kamera nicht besonders gut ist.
Hat man beim Zoomen die höchste
(optische) Telebrennweite erreicht und betätigt wieder den Zoomhebel, so
wird der Telebereich immer weiter verlängert, indem ein immer kleinerer
Ausschnitt aus dem 4000 x 3000 Pixel Bild auf 1600 x 1200
heruntergerechnet wird. Dadurch nimmt der oben beschriebene
Schärfegewinn zwangsläufig immer weiter
ab (sh. Bild unten). Schluss mit "Smart-Zoom" ist, wenn der Ausschnitt schließlich
das gewählte kleine Format hat. Dann hat das Bild die "Schärfe" eines
1:1 betrachteten Original-Telebildes (linkes oberes Bild). |
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Manche Kameras bieten eine "Tele"-Funktion
nicht erst ab dem max. Tele-Wert sondern bei allen Brennweiten
an. Dann wird bei jedem Foto z.B. ein Ausschnitt von z.B. 1600x1200
Pixel (2MP) herausgeschnitten. Dadurch wird z.B. (bei einer 12MP-Kamera)
aus einem 28-84mm Zoom-Objektiv ein 70-220mm Objektiv. Der Zoombereich
wird also nicht erweitert wie bei Smartzoom, sondern bleibt unverändert
bei 3x, Insofern ist für diese Funktion der Begriff "Telekonverter"
genau richtig, denn ein "normaler" Telekonverter, der bei Systemkameras
zwischen Kamera und Objektiv geschraubt wird, erweitert den Zoombereich
auch nicht.
Diese Grafik zeigt ein 3x Standard-Wechselobjektiv
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Einfluss von MP auf Digital-Tele
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Theoretisch sind Digital-(Smart-)Tele und nachträgliche Bildausschnitte
am PC um so besser
möglich, je mehr MP eine Kamera hat. Aber das ist leider nur Theorie, da
durch die vielfach verwendeten Mini-Sensoren die Bildqualität bei 1:1
Betrachtung mit der MP-Anzahl eher ab- als zunimmt. Hier ein Beispiel aus der "guten alten Zeit", als die Kameras nur 6MP hatten. Der SuperCCD-Sensor der Fuji F10 lieferte allerdings bei 1:1 Betrachtung sehr scharfe Bilder. Wählt man aus einem solchen Bild (Bildbreite 2848 Pixel) einen Ausschnitt von der Breite 1600 Pixel, so hat man einen "Zoomfaktor" von 2848/1600 = 1,78. Aus 108 mm Tele (1. Bild) einer Taschenkamera wird dann ein 192 mm Tele (2. Bild). Es ist so scharf wie das Bild einer guten 2MP-Kamera, nutzt die Bildhöhe eines jeden Bildschirms voll aus und ist geeignet für einwandfreie 13 x 10 cm Papierbilder.
Je nach MP-Anzahl ergibt ein Bildausschnitt von 1600 x 1200
Pixel bei 108
mm Tele:
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| 108 mm |
192 mm |
300 mm |
| In der heutigen Zeit mit Full-HD-Bidlschirmen sind natürlich Bildbreiten von 1024 nicht mehr empfehlenswert. Wenn auch ein 16:9 Bildausschnitt nicht erkennbar unschärfer als "normale" Bilder sein soll, dann darf sogar eine Bildbreite von 1920 "echten" Pixel nicht unterschritten werden. Das entspricht etwa der "Smartzoom"-Vorgabe "5MP". Hier zeigt sich, dass "Smart-Zoom" nur bei Kameras mit mind. 10MP sinnvoll ist. |
Wann ist ein "echtes" Teleobjektiv notwendig?
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Beispiele: Wenn dann deutlich mehr als 400 mm bei höchster Bildqualität gefordert wird, geht kein Weg an einer Systemkamera vorbei! Entsprechende (lichtstarke!) Objektive sind allerdings sehr teuer. |
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung: 17.12.2011