| Fuji Super-CCD |
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Das Super-CCD-Prinzip
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Die SuperCCD-Sensoren der Firma Fuji sind um 45° gedreht.
Mathematische
Betrachtung:
o . o . o . o .
o . o . o o = Sensorzelle ; . = berechnete Sensorzelle |
| Verständlicherweise ist ein solcher Sensor teurer in der Herstellung als ein "normaler" Sensor und deshalb baut Fuji ihn nur in Kameras für anspruchsvolle Kunden ein. In der Z-Serie (Supermini) z.B. arbeiten jetzt nur noch normale Sensoren. |
Historie
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Der Super-CCD wurden 2000 eingeführt (1.Generation).
2001 gab es die
2.Generation (Eingebaut in die
6900) 2002 gab es die 3. Generation, die bereits 1600 ISO anbot, allerdings nur bei reduzierter Bildgröße und mit schrecklichem Rauschen. (Kameras: F602 und F601) |
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2003 gab es die
4. Generation und eine Aufspaltung in zwei unterschiedliche Typen.
Der HR Sensor wird mit 3 MP in der F410 und mit 6 MP in der S7000 (Nachfolger der S602) und der 610 (Nachfolger der S601) eingesetzt.
2004 wurde die
Basis-Empfindlichkeit (endlich!) auf 80 ASA abgesenkt und das Rauschen deutlich
reduziert. Sh. Grafik rechts Seit 2005 gibt es die
5.Generation. Aufwendige Algorithmen zur Unterdrückung des
Rauschens sind durch den schnellen Prozessor ebenfalls möglich,
wodurch der 1/1,7" Super-CCD die Werte von DSLs erreicht. Auch die
Verzeichnung und Randabdunklung des Objektivs können durch entspr.
Programme (und die schnelle
Signalverarbeitung) deutlich reduziert werden. |
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2006 gibt es die 6. Generation. Dabei wurde der bewährte Sensor beibehalten. Die Datenaufbereitung wurde aber konsequent in Richtung höhere Lichtempfindlichkeit (3200 ISO) bei geringem Rauschen und hoher Auflösung weiterentwickelt. Auflösung hier im Sinne von "Zeilen/Bildhöhe" und nicht in Richtung Megapixel-Protzerei gemeint! Entscheidender Unterschied zu anderen Kameras: Gute Auflösung auch bei höheren ISO-Werten! Erste Kamera mit der neuen Datenaufbereitung ist die F30 |
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Mit der
F50fd
gibt es seit Sept. 2007 die 7. Generation. Der auf 1/1,6"
vergrößerte Sensor
enthält 12 Millionen Sensorzellen und erzeugt nach obiger Regel eine
24MP-Datei, die dann auf 12MP heruntergerechnet wird. |
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Ab März 2008 gibt es die 8. Generation und einen neuen Prozessor (RP III). Mit der S100FS gibt es dann auch einen 2/3" Sensor. Auch in der F100fd werkelt dieser neuen Prozessor, der angeblich nicht nur das Rauschen weiter reduziert, sondern eine dramatische Erhöhung des Dynamik-Umfangs ermöglicht. |
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SuperCCD EXR
Die erste Kamera mit diesem Sensor (1/1,6") ist die F200 EXR |
| Mein Kommentar
Endlich versucht Fuji wieder neue Zeichen zu
setzen, nachdem man mit den Nachfolgern der F31 den "Pfad der Tugend"
verlassen hatte und dem Pixelwahn hinterherlief ... Henner, 24.09.2008 Nachdem die F200 EXR von vielen Testern geprüft wurde, wage ich die Behauptung, dass sie voreilig auf den Markt gebracht wurde. Wie ist es sonst zu erklären, dass der DR-Modus weniger rauscht als SN? Ist der SN-Modus nicht fertig geworden? Der Video-Modus ist auf jeden Fall auf der Strecke geblieben ... Henner, 05.05.2009 |
| Ich werde oft
gefragt, wie wohl der EXR-Sensor den Dynamik-Umfang erhöht. Hier mein Erklärungsversuch (Ohne Gewähr): Stellt die Kamera ein sehr kontrastreiches Motiv fest, so reduziert sie die Empfindlichkeit der einen Sensorgruppe elektronisch unter den vorgegebenen ISO-Wert. Das ergibt dann ein unterbelichtetes Bild und die Lichter werden nicht überstrahlt. Die andere Gruppe macht gleichzeitig ein normal belichtetes Foto. Wenn nötig, wird in einem nachfolgenden Schritt (wie bei Photoshop "Tiefen/Lichter") daraus ein weiteres Bild mit aufgehellten Schatten berechnet. An diesen Stellen ergibt sich dann zwar ein etwas höheres Rauschen, aber wesentlich weniger als bei der bisherigen DR-Technik, da das Bild der zweiten Sensor-Gruppe nicht unterbelichtet wurde (dafür ist ja die erste Sensor-Gruppe zuständig). Dann werden alle Einzelbilder mit HDR-Technik zu einem Bild verrechnet. Henner, den 21.12.2008 |
Format 3:2
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Ab dem Modell F10 bietet Fuji auch die
Möglichkeit, Aufnahmen im 3:2 Format zu speichern. Da der Sensor der F10
praktisch eine 12 MP-Datei erzeugt, wird dann beim Herunterrechnen
in der Kamera einfach eine 6 MP-Datei (3024 x 2016) erzeugt, die mehr Pixel pro Bildbreite hat, als die
normale 4:3
Datei (2848 x 2136). Normale 6MP-Kameras lassen einfach oben und unten Pixel
der 4:3 Datei weg (2848 x 1900 = 5,4 MP). Bei der F200EXR wird sogar auch 16:9 angeboten. Aber bei allen Formaten ist die Anzahl der Pixel pro Bildbreite gleich. Es werden also bei 3:2 oben und unten Pixel weggelassen, bei 16:9 noch mehr. Der Horizontal-Winkel ist deshalb immer gleich. |
Probleme des Sensors
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Durch das "Erfinden" der fehlenden Sensorzellen ergeben sich
bei Linien, die geringfügig von der Senkrechten oder Waagerechten
abweichen, leichte "Fehler". Sie sind allerdings
nur bei sehr genauem Hinsehen zu erkennen. Auch meine jahrelang benutzte
F602
zeigte (bei wenigen Bildern) diese "Fehler", die mir aber nie unangenehm aufgefallen
sind.
Hätte das Schild senkrecht gestanden (was
eigentlich normal ist), hätte es keine "Probleme" gegeben und die
Schrift wäre noch besser zu erkennen gewesen. |
"Vorsprung" von ca. 2MP

| Diese Grafik (Basis: Messwerte dpreview.com) zeigt überzeugend den Vorsprung der Super-CCD-Sensoren gegenüber guten "normalen" Sensoren. →Mehr Infos |
Fuji-Geschäftsbericht und mein Kommentar
| Die Wirtschaftszahlen April - September
2008 von Fujifilm sehen bezüglich des Digitalkamerasektors nicht besonders
gut aus. Als Ursache wird u.a. festgestellt: ".... wir haben es nicht verstanden, die spezielle Charakteristik und außergewöhnliche Bildqualität unserer Produkte herauszustellen. .... wir haben in den meisten Modellen nicht die beste Technologie verwendet und haben versucht, auf dem Billigsektor mitzumischen. Das hat sich als falsch erwiesen ..." Da kann ich Fuji nur zu
der (späten!) Erkenntnis gratulieren! Genau das war auf meiner Website
schon seit den unglücklichen Nachfolgern der F31 nachzulesen (sh. unten). Und die
vielen Billigmodelle mit Minisensor habe ich gar nicht erwähnt. Damit hat
Fuji den eigenen Ruf ruiniert. Andererseits sind Kameras mit Super-CCD-Sensor
keine Massenware, die auf den Geiz- und Blöd-Märkten als Sonderangebot verramscht werden
kann! Es wird Zeit, dass sich Fuji auf die eigene Stärke besinnt und voll auf hochwertige Kameras setzt. Zielrichtung: F100 und 6500 mit EXR-Sensor. Kameras mit dieser Technologie werden garantiert alle Wettbewerber in den Schatten stellen und als Referenzkamera dienen, wie derzeit (immer noch!) die F31 z.B. bei www.6mpixel.org. Henner, den 17.11.2008. |
Zitate hierzu aus meinen Testberichten:
| Test der 6500 (Nachtrag am
24.10.2007) .... Nachdem Fuji - wie auch bei der F31fd - bisher keinen besseren Nachfolger für die 6500 auf den Markt gebracht hat, steigen bei beiden Kameras die Preise. Es spricht sich offensichtlich herum, dass Nachfolger mit kleinerem Sensor oder extrem vielen MP eigentlich ein Rückschritt sind. -------------------------------------- Test der F40 (16.05.2007) .... Aber trotzdem wirft die von 1950 mAh auf 1050 mAh reduzierte Akku-Kapazität die Frage auf, ob die F40fd so viele Fotos erlaubt, wie die F10, bei der ein (teurer!) Reserve-Akku wirklich überflüssig ist. Oder sollte der deutlich kleinere Akku nur die Größe der Kamera (und die Herstellungskosten) reduzieren? Das wäre eine fragwürdige Entscheidung, denn nun hebt sich die F40fd auch in diesem Punkt nicht mehr aus dem Meer der etwa gleich großen, 3x-Zoom-Kameras mit 2,5" Monitor ab. ..... Die F40fd ist für typische "Style-Kamera-Käufer" weiterentwickelt worden. Schick anzusehen, klein, mit einer Vielzahl von Motivprogrammen und Erläuterungen für Unbedarfte beim Umschalten der Einstellungen. Und dazu noch ganz viele MP zum Angeben! --------------------------------------- Test der F50 (26.09.2007) Offenbar glaubt Fuji, dass die Mehrzahl der Kamerakäufer so pixelgeil ist, dass ihnen selbst 8 MP nicht genug sind. So hat die echte Nachfolgerin der F31fd jetzt 12 MP ..... Das Testbild bei 6400 ISO will ich hier gar nicht zeigen. Diese Vorgabe dient offensichtlich nur dazu, unbedarfte Käufer zu beeindrucken. Man muss schon sehr anspruchslos sein, wenn einem das gefällt. .... Von einem Nachfolgemodell erwartet man zu Recht, dass es in fast allen Punkten besser als der Vorgänger ist. Das ist sie zwar in 5 Punkten, dafür aber in 9 Punkten schlechter! Da 95% aller Amateure ihre Bilder am Bildschirm betrachten, können sie den Unterschied zwischen 6 und 12 MP gar nicht sehen, wohl aber das stärkere Rauschen bzw. die schlechtere Bildqualität. ... Mir ist unbegreiflich, warum Fuji den "Pfad der Tugend" verlassen und die erfolgreiche F30/31-Serie eingestellt hat. Nun gibt es nur noch die 50fd und einige abgespeckte Kameras ohne nennenswerte Eingriffsmöglichkeiten. Derzeit weiß ich wirklich nicht, welche (lieferbare!) Kamera ich für anspruchsvolle Amateure empfehlen soll.. ------------------------------ Test der F100 (10.03.2008) ... Sie ist offensichtlich für den "Normalknipser" konzipiert. Fuji hat sich aber m. E. hier zwischen die Stühle gesetzt. Für pixelgeile Gelegenheitsknipser, die das relativ geringe Rauschen der Kamera gar nicht zu würdigen wissen, ist die F100 zu "dick" und die andere Zielgruppe (Besitzer von SLRs, die eine kleine, hochwertige Zweitkamera suchen) wird durch die Beschränkung auf Belichtungsautomatik und nur 8 Sek. Langzeitbelichtung enttäuscht. .... Die anspruchsvollen Amateure werden wohl weiter sehnsüchtig auf den echten Nachfolger der F31 warten ... |
www.Henner.info
Letzte Überarbeitung:
11.05.2009