- Kritiklose Angabe der "kürzesten Entfernung",
obwohl das Bild dann völlig verzerrt ist (Weitwinkel!) und das Motiv von
der Optik abgeschattet wird. Viel wichtiger ist, ob auch bei Tele eine
kurze Entfernung eingestellt wird. →Beispiel
- Zur Beurteilung der Makro-Eigenschaften
wird manchmal eine Münze fotografiert, bei der die z.T. schrecklichen
Verzeichnungen natürlich nicht zu sehen sind. Die sieht man nur bei
geraden Linien!
-
Als "Testbild" wird oft ein Motiv
verwendet, das nur wenige Details aufweist (z.B. Nahaufnahme von
Blättern und Blüten). Da macht selbst die schlechteste Kamera ein gutes
Bild!
dKamera.de (Testbericht
Olympus XZ1; März 2011)
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- Angabe des Kameragewichts ohne
die (notwendigen) Batterien. Bei manchen kleinen Kameras verdoppeln die
Batterien beinah das Gewicht!
- Keine Überprüfung und Angabe der
Auslöseverzögerung (mit Fokussierung!)
- Keine Überprüfung der Auslöseverzögerung
bei schwacher Beleuchtung (z.B. Blitzlichtaufnahmen in Innenräumen).
Manche Kameras benötigen dann ein Vielfaches der Zeit als bei
Sonnenschein! →mehr
Infos
- Keine Überprüfung, ob der Autofokus
bei schwierigen Motiven (z.B. zwei Personen) stur auf den Hintergrund in Bildmitte
scharf stellt
oder die Situation richtig erkennt.
- Keine Überprüfung, bei welcher
Mindesthelligkeit der (passive) Autofokus noch einwandfrei funktioniert. Das testet
bis heute niemand!
- Keine Angabe, ob die Kamera (durch eine
Autofokuslampe o.ä.) auch bei fast völliger Dunkelheit noch scharf
stellen kann.
- Keine Überprüfung, ob die Autofokuslampe auch
aus 2 m Entfernung noch wirkt. (Beispiel)
- Sehr unterschiedliche Ermittlung der "Auflösung"
(Zeilen/Bildhöhe). Z.B. Mittelwert aus horizontal und vertikal, manchmal
noch 45° zusätzlich und manchmal Mittelwert unter Einbeziehung der
Randbereiche. Letztere Methode vermengt zwei Aussagen, die besser
getrennt bestimmt würden!
-
Keine Aussage zum Thema "Randschärfe".
- Praxis-Testmotive, bei denen die
Randbereiche zwangsläufig unscharf sein müssen und keine Rückschlüsse
auf die Randschärfe zulassen.
dKamera.de (Testbericht
Olympus XZ1; März 2011) |
- Keine Überprüfung der
Verzeichnung
bei Weitwinkel. Extrem: 6,4% (QV-R4),
normal ist ca.1%.
- Keine Überprüfung auf
Farbsäume
und "Blooming".
- Kommentarlose Angabe "28 mm", ohne zu
erwähnen, dass das nur bei Wahl des rel. exotischen Formats 16:9 gilt.
Bei 4:3 sind es dann nur 34 mm! →mehr
Infos
- Keine Überprüfung der
Video-Eigenschaften.
Es wird nicht bemerkt, dass z.B. manche Kameras beim Schwenk von Hell zu
Dunkel die Blende nicht anpassen.
- Beurteilung der Video-Eigenschaften
nur nach der möglichen Szenenlänge und nicht nach Bild- und Tonqualität. Mir sind
30 Sekunden in guter Qualität wichtiger als 15 Minuten in
mieser Qualität, zumal normalerweise eine Szene ohnehin nicht länger als
30 Sekunden sein sollte!
Die
Video-Bildschärfe beurteile ich übrigens mit einem speziellen
Testbild.
- Keine Angabe der Bilder/Sek. bei Video. Für
schnelle Bewegungen sind 10 B/Sek. viel zu wenig! Auch 15 sind
für schnelle Bewegungen zu wenig!
- Als Hauptkritikpunkt: "nur Batterien
mitgeliefert". Das erhöht lediglich den Preis der Kamera!
AA-Akkus kosten nicht alle Welt und außerdem hat man vielleicht
schon einige! Bei Spezial-Akkus werden diese zwar mitgeliefert, aber ein
(bei vielen Kameras notwendiger!) Reserve-Akku nie! Und der kostet richtig Geld!
- Ein weiterer
unsinniger Kritikpunkt ist, dass eine angeschraubte
Stativ-Schnellwechselplatte bei manchen kleinen Kameras das Batteriefach
verdeckt. Abgesehen davon, dass 99% der Amateure gar nicht wissen, was
das ist, muss man sich fragen, wer so etwas bei einer kleinen Kamera
benutzt.
- Keine Angabe, wie viele Serienbilder/Sekunde (in
voller Qualität!) möglich sind.
40 Bilder (in reduzierter Qualität) im
Abstand von einer Sekunde sind aber keine "Serienbilder"!
- Kein Hinweis darauf, dass kurze
Belichtungszeiten bei manchen Kameras nur ab Blende 8 möglich sind. Dann
reicht das Licht aber meist nicht mehr!
- Bei den Belichtungszeiten werden nicht
selten falsche Angaben gemacht.
Beispiel aus "test" 03/2007 für die
6500fd: "4-1/4000 Sek.". Manuell einstellbar sind aber
bis zu 30 Sekunden (Nachtaufnahmen!). Andererseits wählt die Automatik
aber nur max. 1/2000 Sek.
- Keine Angabe, ob bei Serienbildern
sowohl der Sucher- als auch der Haupt-Monitor nach dem Auslösen abgeschaltet werden. -->
"Blindflug" ist dann angesagt!
- Keine Überprüfung, ob die angegebenen Empfindlichkeiten stimmen. Manche Hersteller geben z.B.100
ISO an,
belichtet wird aber wie bei einer Kamera mit 50 ISO! →Hinweis
- Kommentarlose Angabe "3200 ISO
einstellbar" ohne Hinweis
darauf, dass bei vielen Kameras die Fotos dann völlig
verrauscht
(körnig) sind, aber bei anderen überhaupt nicht. Außerdem wird bei
vielen Kameras das Dateiformat bei den hohen ISO-Werten reduziert!
- Kommentarlose Gegenüberstellung von (Stativ-)Aufnahmen
bei gleichen ISO-Werten ohne Hinweis darauf, dass eine der Kameras in
der Praxis durch lichtstarke Optik und wirksamen Stabilisator unter
gleichen Lichtverhältnissen z.B. anstelle 1600 ISO nur max. 400 ISO
benötigt.
- Keine Überprüfung der Auflösung
(Linien/Bildhöhe) bei 1600 ISO. Rauschen kann nämlich durch entspr.
Maßnahmen auf Kosten der Schärfe reduziert werden! →Hinweis
- Keine Überprüfung auf
Pixelfehler.
Die treten zwar nur selten auf ... aber Hersteller rechnen offenbar
damit, dass sie von den Testern dann nicht bemerkt werden.
- Keine Überprüfung, ob bei
Über/Unterbelichtungen Farbverfälschungen auftreten.
- Keine Beurteilung, wie gut der
Monitor
als Sucher geeignet ist
(Reflexfrei?)
- Keine Beurteilung der Qualität des
optischen Durchsichtsuchers. Manche zeigen das Motiv extrem
verkleinert und verzerrt. Und der Bildausschnitt stimmt dann auch nicht!
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Die Tatsache, dass einige Zeitschriften
(z.B. c't) die
Angabe der Auflösung mit der falschen Dimension (Linienpaare/Bildhöhe)
versehen, ist dagegen noch relativ harmlos. |